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In Fitnessstudios ist es schon lange Trend: Schwitzen junge Eltern im Step- oder Kickboxing-Kurs, können sie den Nachwuchs in der hauseigenen Kinderbetreuung abgeben, meist kostenlos. Das geht zumindest bei einigen der größeren und teureren Studios, beispielsweise bei Elixia oder Fitness Company. Auch bei Reiseveranstaltern hat sich längst herumgesprochen, dass Kinderbetreuung ein Muss ist: Familienhotels, "Kids Clubs" oder Center Parks nehmen den Eltern die Kinder ab, wenn sie es denn wünschen.
Im ganz normalen Alltag sieht es allerdings anders aus. Ein Arztbesuch wird zur Herausforderung, wenn das Baby im Wagen schreit, das Einkaufen zum Nervenkrieg, wenn der Kleine die Regale leer fegt, und der Frisörbesuch endet schneller als geplant, weil Töchterchen sich nun doch nicht mit einem Eis bestechen lässt, eine halbe Stunde still zu sitzen. Nicht alle Eltern haben Oma oder Opa in der Nähe, um ihre Kinder dort unterzubringen, wenn sie etwas Dringendes erledigen müssen.
In der Vorweihnachtszeit besonders ärgerlich: Auch in den Innenstädten gibt es so gut wie keine Kinderbetreuung. "Seit Marlies' Geburt vor einem Jahr war ich nicht mehr in Ruhe einkaufen, sie fängt immer schnell an zu quengeln", sagt Petra (33). "Ich weiß gar nicht, wie ich auch noch Weihnachtsgeschenke besorgen soll." Es ist nicht nur ärgerlich, es ist auch unverständlich, dass der Einzelhandel nicht auf die Bedürfnisse von Eltern reagiert: Viele Mütter und Väter würden gerne Geld ausgeben, wenn sie das denn in aller Ruhe könnten.













