Außerhalb der Selbsthilfegruppe traut sich kaum jemand, über diesen Schmerz zu sprechen. Zu häufig kommt sofort die Frage: "Da muss doch etwas vorgefallen sein?" Freunde und Verwandte geben den Eltern die Schuld für den Kontaktabbruch. Petra Baumann und die anderen Eltern glauben selbst, dass sie Fehler gemacht haben. Sie wissen nur nicht, welche. Ihre Kinder sind die Einzigen, die ihnen auf die quälende Frage nach dem Warum eine Antwort geben könnten. Doch gerade sie sind es, die schweigen. Die nicht ans Telefon gehen, wenn ihre Eltern anrufen, die E-Mails blockieren und Briefe mit dem Hinweis "Annahme verweigert" zurückgehen lassen. Petra Baumann hat eine goldfarbene Plastikmappe voller solcher Briefe.
"Jeder von uns durchforstet sein Gedächtnis nach Alarmzeichen, nach Bemerkungen der Kinder, die wir überhört haben", sagt sie. Auch sie selbst tut das immer wieder. Sie fragt sich, ob sie als Mutter zu weich war und öfter hätte Nein sagen sollen. Ob das Verhältnis zu Stefan zu eng war oder ob sie etwas Falsches gesagt hat. "Aber letztendlich kann ich mich nur an tausend alltägliche Augenblicke erinnern", sagt Petra Baumann. Sie hat viele Freunde verloren, seit ihr Sohn fort ist, weil sie über kein anderes Thema mehr sprechen wollte. Auch ihre Beziehung ist zu Bruch gegangen. Ihr Freund konnte es irgendwann nicht mehr ertragen, nach Hause zu kommen und sie weinend im Bett zu finden. Sie hat viele Gespräche mit ihrem jüngeren Sohn geführt, und manchmal hatte sie Angst, dass auch Jan gehen würde. "Inzwischen weiß ich, dass er zu mir hält", sagt sie. Er hat Petra Baumann überzeugt, dass es Zeit ist, mit dem Grübeln aufzuhören. "Jetzt geht es nicht mehr um das Warum, sondern um die Frage, wie es auszuhalten ist, wie ich damit leben kann", sagt sie.
Auch die 15 Eltern, die sich an einem Dienstagabend im März in einem Gemeindezentrum in Hilden treffen, wollen lernen, ohne ihre Kinder zurechtzukommen. Manche kennen sich schon lange und umarmen sich zur Begrüßung. Die Eltern haben ein paar Wasserflaschen mitgebracht und acht Holztische zusammengeschoben. Der Raum, in dem sie sitzen, wird für alle möglichen Anlässe genutzt, an der Decke hängen bunte Discostrahler, auf einem Schrank liegt eine Clownsmaske, gleich daneben stehen eine Vitrine voller Pokale und ein schwarzes Klavier.
So wenig wie die Gegenstände im Raum passen auch die Eltern zusammen, die hier sitzen. Sie sind unterschiedlich alt, haben unterschiedliche Berufe, ein unterschiedlich hohes Einkommen, unterschiedliche Einstellungen zum Leben. Doch auf die Frage nach ihrem größten Wunsch geben alle die gleiche Antwort: "Unsere Kinder eines Tages wiederzusehen. Sie wieder in die Arme zu schließen."












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am um
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Doia
am 17.05.13 um 09:45
Es ist traurig, aber ich kann die guten Seiten meiner Mutter nicht mehr sehen. Nach einem Vorfall gehe ich auf Distanz, beruhige mich selber wieder, versuche das Gute in ihr zu sehen, meditiere, suche meine Mitte und denke, jetzt kann ich einen neuen Versuch wagen. Heute kommt es gut, heute kommt nichts an mich ran, heute ist sie lieb. Dann meine Mutter im Restaurant zu mir, aus dem Nichts raus: Ist das ein Schatten oder hast du so eine hässliche Nase! Meine Mitte ist weg, Wut steigt auf, ich möchte sie würgen, schweig endlich, schweig du böses Weib! Sie sitzt dann da wie ein unschuldiges Kind und schaut wie alle reagiern. So läuft das schon seit Jahren und mit allen Menschen um sie herum. Gnadenlos. Sie ist jetzt 76 und oft alleine. Warum blos?
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Doia
am 17.05.13 um 07:26
Hallo zusammen
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Cosmo
am 16.05.13 um 19:49
Part 4:
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Cosmo
am 16.05.13 um 19:47
Part3:
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Cosmo
am 16.05.13 um 19:44
Part 2:
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Cosmo
am 16.05.13 um 19:42
Hallo zusammen,
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Tansanit
am 14.05.13 um 20:23
Hallo MariG, ich habe mir vorzuwerfen, dass ich mich nie gewehrt habe, deshalb ist es für meine Eltern auch so unbegreiflich. Im nachhinein sage ich mir immer wieder, es hätte viel eher passieren müssen, aber man hat ja ein schlechtes Gewissen, es sind ja die Eltern. Aber man lebt nur einmal und immer erniedrigen und kleinmachen lassen ist nicht gut, denn wenn es dann knallt, knallt es richtig. Ich war allein mit 2 kleinen Kindern und ausser guten Ratschlägen gab es nie Unterstützung. Mein Ex hatte eine 14 jährige und ich hab sofort die Scheidung eingereicht, konnte keiner verstehen. Für die Enkel haben sie sich nicht interessiert und nun wundern sie sich, dass diese auch keinen Kontakt wollen. Aber gut so !! Gut für die eigenen Nerven. Such Dir gute Freunde, und dann ...... mach das,was Du für richtig hältst, schlimmer kommts nimmer.
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MariG
am 14.05.13 um 18:42
Hallo Tansanit, das geht mir leider auch ohne Kontaktabbruch so. Ich habe noch Kontakt mit ihnen und werde vor allen Bekannten und Verwandten als gefühlskalt, lieblos, egoistisch usw. hingestellt, weil ich zu wenig rede, die Enkel zu selten kommen usw. Ausziehen kann ich nicht, aber ich habe das Gefühl, irgendwann geht das ganz ganz schief.
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Tansanit
am 14.05.13 um 18:36
Leider sieht das sogenannte Umfeld dies nicht so. Ich bedaure es sehr, dass ich vor Nachbarn und Ex Kollegen meiner Eltern als undankbares Kind dargestellt werde und kann mich nicht verteidigen. Aber andererseits sind wohl Eltern, die nur auf sich fixiert sind und die eigenen Kinder vor Fremden Leuten durch den Kakao ziehen, keinen Pfifferling wert. Und immer die selbe Leier von Aufopferung u.s.w. Wer Kinder in die welt setzt, hat auch die gottverdammte Pflicht, sie mit Liebe grosszuziehen. Und ihnen das nicht noch vorzuhalten.Da geht es ja in der Tierwelt oftmals besser zu. Aber 75 Jährige sind für Einsichten wahrscheinlich zu alt.
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MariG
am 13.05.13 um 16:19
Glückwunsch an alle Kinder, die den Kontakt abgebrochen haben. Besser das als seine Gesundheit zu ruinieren, wenn man sich von Narzissten das Leben diktieren lässt.
mehr (658)Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Kinder nie grundlos den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen würden. Ich habe aber noch keine Eltern Kommentare gehört oder gelesen, wo diese zugeben, zu wissen warum ihre Kinder das tun. Ich versuche seit über 25 Jahren meinen Eltern, jetzt nur noch meine Mutter, darauf hinzuweisen, dass ich ihre Negativität, ihren Rassimus, ihre Respeklosigkeit, ihren Hass, ihren Neid und ihre unkontrollierten Wutausbrüche nicht mehr ertrage. Ich versuchte es mit Reden, Schreiben, Schreien, Auszeit, Büchern, Berichten in Zeitschriften u.s.w. Links rein, rechts raus. Unglaublich diese Ignoranz! Mein Bruder hat jetzt mehr oder weniger wortlos, wie er schon immer war, den Kontakt abgebrochen (er wurde krank) und ich habe sie nochmals in einem deutlichen Brief auf ihr inakzeptables Verhalten im Umgang mit Menschen aufmerksam gemacht. Geht jemand so mit ihr um, rastet sie aus. Dieser Schritt führt auf den Weg zum Glück, den Glück ist Bewustsein.
nämlich in Liebe danke sagen und weit weg ziehen – sich wenig oder gar nicht mehr melden.
Aus beruflichen Gründen habe ich das bereits gemacht, dann sind sie nachgezogen.
Ich habe meinen Eltern oft schon mal erläutert, wie ich ihr Verhalten empfinde und interpretiere. Das Feedback dazu von ihnen ist wie folgt in Stichpunkten:
- Wir stehen nicht zur Diskussion, wir sind deine Eltern
- Wir dürfen uns alles erlauben bei dir, wir sind deine Eltern
- Wir wissen am besten was gut für dich ist, wir sind deine Eltern
- Was hast du nicht schon für Unsinn angerichtet
- Was kümmert uns unser Geschwätz von Gestern
- Ist mir/uns doch egal
- Wir sind deine Eltern, du hast uns nicht zu kritisieren
- Usw. nach dem Motto
Gibts dafür eine Online Selbsthilfegruppe zu diesem Thema?
Wenn ich dann Geld ihnen auslege und zurück haben will, dann kommt die Bemerkung „ich sei kleinlich, kleinkarriert“ und ich sollte nur daran denken, was sie mir alles bereits in der Vergangenheit bezahlt haben.
Ich habe einen Beruf erlernt, Fachabi gemacht und mehrere Weiterbildungen gemacht. Im Moment mache ich wieder eine Weiterbildung und bin aber arbeitssuchend.
Sicherlich ist es schlimm, wenn man mal wohlhabend war und dann alle materiellen und finanziellen Mittel verliert. Dann spielt Geld halt eine noch größere Rolle.
Früher konnte ich halt nicht nein sagen und ich habe es mir im Laufe der Zeit angelernt und wenn ich halt NEIN sage, wird mein Umfeld ungemütlich. Ich soll dann halt die Probleme meiner Eltern lösen bzw. die Sachen für sie erledigen, die sie nicht gerne machen oder zu bequem dazu sind.
Dabei habe ich mein eigenes Leben und Ziele.
Für mich sind sie leider Energievampire und bei solchen Menschen kann man nur eines tun, nämlich in Liebe dan
Nach dem Motto „Bist du brav gibt’s ein Bonbon“.
Irgendwann kommt man dann auf die psychologischen Tricks und Erpressungen und den Konditionierungen, denen man unterliegt. Für meine Person muss ich sagen bin ich wirklich enttäuscht, dass meine Eltern diese Schiene fahren und der Meinung sind, ihr Verhalten sei korrekt.
Grundlegend kann ich nur mein eigenes Verhalten ändern und da komme ich an dem Punkt an „Kontakt abbrechen“. Einfach wegziehen und sich nicht mehr melden. Ich empfinde es als sehr schade, wenn Eltern Energie ziehen über bestimmte Vorwürfe. Wenn ich nicht nach ihren Wünschen springe werden sie richtig unverschämt und beleidigend. Da wurde ich schon des öfteren auch als Charakterschwein, Arschloch und geldgeil etc. beschimpft.
Wenn ich leider in die Situation komme mir etwas Geld von meinen Eltern leihen zu müssen, was ich grundlegend mittlerweile vermeide, dann wird ein großer Hekmek gemacht um wenig Geld. Sicherlich zahle ich es zurück.
ist schon wirklich ein heikles und schmerzhaftes Thema. Ich bin nun 41, ledig keine Kinder und habe bis heute sporadisch meine Probleme mit meinen Eltern. Sicherlich habe ich als Kind nicht alles richtig gemacht, gewünschte Erwartungen nicht erfüllt.
Was ich für mich herausgefunden habe ist, dass ich zu einer bestimmten Art zur Unselbstständigkeit und Abhängigkeit erzogen wurde. Dadurch wurde ich bequem und habe nicht wirklich zu kämpfen gelernt – mittlerweile hat sich dies Gott sei Dank geändert, bedingt durch schmerzhafte Erfahrungen.
Da ich Unternehmerkind war gab es viele Vorzüge die ich genießen durfte, der Nachteil war aber, dass mir dies dann immer vorgehalten wurde und auch die finanziellen Mittel. Bis heute höre ich „Was haben wir dir nicht alles für Geld gegeben“ etc. pp
Vieles wurde Früher dann als quasi „Gefallen“ oder Hilfe kommuniziert aber dafür musste ich dann einen Gegengefallen leisten. Nach dem Motto „Bist du brav gibt’s