Schwiegermutter, die

Ältere Frau, von emotionalen Verlustängsten geplagt Brautvater, die sich in dem Irrglauben äußern, der Sohn sei ohne mütterlichen Beistand nicht überlebensfähig.

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Beispielhafte Symptome: Vorwurfsvolles Korrekturzupfen am Krawattenknoten des Bräutigams drei Minuten vor der Trauung, an die Schwiegertochter gerichtete Vorträge über verborgene Eigenheiten ihres zukünftigen Mannes ("Schon als Kind hat er darauf bestanden, nur gebügelte Frotteeunterhosen zu tragen."), an den Sohn gerichtete Beileidbekundungen (Familienehre): "Um Gottes Willen, nichts gegen die Gleichberechtigung, man kann die Zeit nicht zurück drehen - aber dein Vater hat es schon auch genossen, dass das Essen auf den Tisch stand, wenn er nach Hause kam."

Jedoch zeigt sich im Verlauf der Ehe oft, dass die Schwiegermutter besser ist als ihr Ruf. Spätestens dann, wenn die Schwiegertochter ihr ein Enkelkind gebiert (Chromosomen) und ihr eine tragende Nebenrolle bei dessen Aufzucht und Pflege gewährt, überwinden die meisten Schwiegermütter ihren durch Kindesentzug verursachten Schmerz und verlagern ihre mütterlichen Energien auf den jüngsten Familienzuwachs.

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