Tipps für Hochzeitsplaner: So sind Sie gut organisiert

Sie sind Hochzeitsplaner für Ihre Freundin und wissen nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht? Hilfe naht - von der erfahrenen Wedding-Planerin Katarina Rathert.

1. Auch wenn es schwer fällt: Ein "Nein" an der richtigen Stelle kann die Feier retten

Ein Hochzeitsplaner muss vor allem hart bleiben können. Grünes Brautkleid, peinliche Spiele, Trompetenbeiträge vom Nachbarkind: Braut, Bräutigam und Gäste können im Laufe der Vorbereitungen auf allerhand Ideen kommen, die keinesfalls bei allen gut ankommen werden. Da das Paar meist emotional zu beteiligt ist und manche Gäste es häufig zu gut meinen, gibt es nur eine Instanz, die klar denkt: der Hochzeitsplaner und der muss "Nein" sagen können.

2. Bei aller Durchsetzungskraft ist immer Diplomatie gefragt

Enttäuschte Mütter und heulende Bräute garantieren eine misslungene Hochzeit. Fingerspitzengefühl ist weder von den aufgeregten Brautleuten noch von den beteiligten Eltern zu erwarten. Wenn ein Gewitter aufzieht, muss sofort gehandelt werden, aber so, dass niemand etwas merkt. Es kommt nicht darauf an, die Lösung zu haben, es geht darum, alle zu verstehen, auch ohne Ausbildung im diplomatischen Dienst.

3. Bringen Sie Ordnung ins Chaos

Listen sind die beste Freunde der Wedding-Planerin. So behalten Sie den Überblick über die Wünsche der Heiratenden und Überraschungen, die die Gäste planen. Aber Vorsicht: Immer gut verstauen und nicht aus Versehen an die Falschen mailen.

4. Egal wie: Die Wedding-Planerin sorgt immer für gute Laune

Standesamt und Kirche sind geschafft, bis die Party startet, dauert es noch etwas. Häufig überschätzen Brautpaare die Zeit, die zwischen den einzelnen Programmpunkten benötigt wird. Um Langeweile unter den Gästen vorzubeugen, hat die Wedding-Planerin immer einen Plan B in der Tasche. Je nachdem wer die Gäste sind, können Getränke die Pausen überbrücken, eine Stadtrundfahrt oder Small-Talk.

5. Die Braut darf alles - bis sie "Ja" gesagt hat

Auch wenn Sie das Brautkleid bereits drei Mal umgetauscht und fünf Mal Probe gegessen haben und ununterbrochen zwischen einem streitenden Paar schlichten müssen: Die Braut ist der Boss und hat immer recht. Zumindest erst einmal. Nach der Hochzeit kommen meist auch die hysterischsten Bräute wieder herunter und können über die Anekdoten lachen.

6. Sie sind perfekt - aber nur durch die Hilfe anderer

Übersteigt die Feier den engsten Familienkreis, so ist es kaum zu schaffen, allein alles unter einen Hut zu bekommen. Sorgen Sie frühzeitig für Helfer, die Ihnen im Vorfeld zur Seite stehen und auch am Tag der Hochzeit behilflich sein können. Denn wer soll die Wohnung oder das Hotelzimmer des Brautpaars herrichten, wenn Sie gerade beim Fotoshooting sind? Oder für Tischdeko sorgen, wenn Sie mit der Braut beim Friseur sitzen? Eben.

7. Neben der Braut sind Mutter und künftige Schwiegermutter die wichtigsten Personen

Wichtigste Regel für alle Trauzeuginnen: Egal wie Ihr Verhältnis zu seiner oder ihrer Mutter ist, Sie werden die beiden von jetzt bis zur Hochzeit lieben. Egal wie. Machen Sie sie zu Verbündeten und sorgen Sie dafür, dass beide Aufgaben bekommen und ausgelastet sind. Vermitteln Sie ihnen das Gefühl, dass ohne sie nichts geht und sie zum exklusiven Kreis der Wissenden um Überraschungen, Geschenke, Gästeliste und Menüplanungen gehören. Zur Not gibt es einen ganzen B-Ablauf für die Feier, der sich - oh Wunder - kurz vorher doch ganz anders entwickelt, als die beiden dachten.

8. Auch die Wedding-Planerin muss sich zwischendurch mal erholen

Laden Sie den Akku: den vom Handy sowieso - man wundert sich, wie vielen Menschen noch zwei Stunden vor der Hochzeit einfällt, dass sie ein Geschenk brauchen, und sich Hilfe suchend an Sie wenden. Aber auch den eigenen internen Akku müssen Sie pflegen: Planen Sie ein Wochenende, an dem Sie überhaupt nicht an Hochzeit denken müssen - keine Planungen, kein Handy, keine Braut. Nur Sie und Dinge, die Ihnen gut tun.

9. Immer daran denken: Es geht vorbei

Sie möchten zwei Wochen vor der Feier alles hinschmeißen, Ihr Liebster setzt Ihnen die Pistole auf die Brust, weil er sie nicht mehr zu Gesicht bekommt, und der Chef hat auch schon drei Mal nachgefragt, wann er denn nun endlich die Präsentation bekommt. Das ist einfach Realität in den letzten Wochen vor der Hochzeit. Und danach geht wieder alles den gewohnten Gang.

10. Gut aussehen ist Pflicht - aber nicht besser als die Braut

Es ist der Tag der Braut, sie ist immer die schönste Frau des Tages. Das ist aber kein Grund, in Sack und Asche zu gehen. Die gemeinsamen Bilder soll man schließlich auch in 20 Jahren noch cool finden. Friseur, Make-up und tolles Outfit sind Pflicht für die Wedding-Planerin. Was nicht geht: enge Röcke, die daran hindern, zügig von A nach B zu kommen, ebenso zu hohe Schuhe, die gut aussehen, aber nicht lauftauglich sind.

Zum Weiterlesen

Katarina Rathert feiert seit vier Jahren mindestens drei Hochzeiten pro Saison und ist dabei immer im Einsatz für das Brautpaar. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, "Die Wedding-Planerin" (rororo, 240 S., 8,95 Euro). Die Idee zu dem Blog auf stern.de, aus dem das Buch hervorgegangen ist, entstand während eines Mittagessens, als sie ihre Kollegen mal wieder mit den reichhaltigen Anekdoten von Hochzeiten unterhielt.

Foto von Katarina Rathert: Christina Körte Teaserbild: istock

Kommentare (4)

Kommentare (4)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Hallo zusammen,

    um genau hierbei zu helfen sind wir diesen Sommer mit http://www.hochzeitregion-muenchen und http://www.hochzeitsregion-nuernberg.de an den Start gegangen. Wir wollen angehenden Brautpaaren aktiv bei der Hochzeitsvorbereitung mit hochwertigen Anbietern der Region zur Verfügung stehen und diese so von Anfang an unterstützen.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    An wen wenden sich diese irrwitzigen Ratschläge? Soweit ich mich erinnern kann, planen die Brautleute die Hochzeit, und die sind der falsche Adressat für Banalitäten wie diese (Muss man der Braut sagen, dass sie nicht besser aussehen soll als die Braut?!?). Ein professioneller Hochzeitsplaner braucht diese Tips kaum. Falls jemand wirklich so gute Freunde hat, dass sie den gesamten Wahnsinn übernehmen, sollte er mit ihnen pfleglicher umgehen, als Sie es hier darstellen.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ohne Planung funktioniert eine Hochzeit nicht ! Musste dies als Hochzeitsgast selbst miterleben, Chaos an allen Fronten !!
    Die Gäste waren sehr irritiert, konnten sich nicht entspannen und gingen genervt frühzeitig nach Hause. Nicht alles was 20-
    30 jährigen gefällt ,finden etwas ältere Gäste toll und die sollen sich doch auch an eine schöne Hochzeit erinnern könne oder nicht.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ganz großes Bravo!
    Mit dieser Brille haben Sie einen verdammt guten Durchblick - in die Fünfziger Jahre!
    Ja, da machte man Mutti und Vati noch eine Freude mit der korrekten Hochzeitsplanung.
    Heute? Solche Tipps sind nicht beschwippst, sondern nur noch verspiessert!
    Und - noch ein wenig Champagner? Nein Danke, ich muss gleich zur Bahn...

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