4. Rechne mit Krisen
Natürlich ist es schwierig, etwas zu tun, was man vorher nie getan hat. Man bewegt sich in unbekanntes Gebiet, verlässt die so genannte "Komfortzone". Das macht Angst, und jeder, der eine große Herausforderung annimmt, erlebt in der Folge irgendwann eine Krise. Es hilft zu wissen, dass dies eine völlig normale Reaktion darauf ist, etwas Neues gewagt zu haben. Sie ist nicht zu verwechseln mit all den kleinen und mittleren Anfangshindernissen, die einen davon abhalten, überhaupt loszulegen.
Die Anfangshindernisse bauen wir uns selber auf, weil wir unsere Komfortzone nicht verlassen wollen. Die Krise aber setzt dann ein, wenn uns bewusst wird: Ich bin dabei, es wirklich zu tun. Dann hängt man beim Abseilen am Berg und weint und würgt. Aber das Schöne ist: Diese Krise geht vorüber. Indem man jetzt, da man einmal angefangen hat, einfach weitermacht.
















Trotzdem hängt es in hohem Maße von der Persönlichkeit ab, ob man seine eigenen Träume auch wirklich umsetzt.
Meist zeigt sich schon früh im Leben, wer genügend "Biss" und intrinsische Motivation hat, seinen Weg zu gehen und sich weder von Kritik noch von Krisen aufhalten zu lassen.
Menschen, die sehr abhängig vom Urteil anderer sind, helfen diese Tipps allerdings nichts. Wer bei seinen Träumen nicht an der Sache selbst interessiert ist, sondern vor allem vom Beifall oder der Bewunderung anderer träumt, wird nicht lange durchhalten.
Aber auch wenn man seine Träume nicht umsetzt, können sie eine therapeutische Funktion haben und den Alltag erleichtern. Schlimm wird es nur dann, wenn die Selbsterkenntnis nicht dazu ausreicht, sich klar zu machen, dass man vor allem das Glück des Träumens genoss und nie wirklich ernsthaft an der Mühe der Realisierung interessiert war.