Den anderen ändern - geht das?

Der Liebste ruft nie dann an, wenn er es versprochen hat. Die Kollegin ist chronisch unkonzentriert. Oft hätten wir die Menschen um uns gern anders, als sie sind. Aber ist das möglich?

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Ist es möglich, einem anderen Menschen nerviges oder kränkendes Verhalten abzugewöhnen? Wieviel Einfluss kann man auf Freunde und Kollegen überhaupt nehmen? BRIGITTE-Balance stellte 21 Fragen zu diesem Thema - und bekam überraschende Antworten. Lesen Sie hier die ersten neun Fragen.

Man hört immer wieder: "Der ist erwachsen, den kann man nicht mehr ändern." Stimmt das?

"Nein", sagt der Hamburger Psychotherapeut Karim Hashim: "Wir können andere immer verändern." Voraussetzung ist allerdings: Die Menschen, mit denen wir Änderungsprojekte starten, sollten uns nah stehen - alte Freundinnen zum Beispiel oder der neue Freund.

Aber gerade in Liebesbeziehungen ist Veränderung doch besonders schwer?

Weil wir zu lange warten. "Man muss den Partner schmieden, solange er heiß ist", rät der Berliner Psychotherapeut und Buchautor Dr. Wolfgang Krüger. Das heißt: Wir sollten von Anfang an Klartext reden, wenn der Liebste uns verletzt oder unsere Grenzen überschreitet. Die Chance, dass man auf ein offenes Ohr und ein offenes Herz trifft, ist dann groß. Auch wenn man in der Wolkesieben- Phase die Macken des Partners oft übersieht, sollte man nun ganz genau hinschauen. Denn die meisten Frauen spüren schon früh, an welchen Punkten es irgendwann haken wird. Das Prinzip "Ändern von Anfang an" funktioniert übrigens auch bei neuen Freunden oder Arbeitskollegen.

Die Erfahrung lehrt aber: Man bittet den Partner, pünktlich zu sein oder aufzuräumen - und nichts passiert.

Beißen Sie sich nicht an solchen Kleinigkeiten fest. Stellen Sie sich vor, jeder hätte beim anderen drei Änderungswünsche frei. Frauen, die sich dann auf Alltagsmotzereien verlegen, haben ihr Pulver schnell verschossen. "Mit der Kleinkramtaktik werden echte Veränderungen sogar verhindert", sagt die Trierer Paartherapeutin Stefanie Stahl. Sie hat schon oft festgestellt, dass Partner dann ganz auf Durchzug stellen.

21 Fragen - ein Thema: Die restlichen Fragen und Antworten zum Beeinflussen von Liebe und Freundschaft finden Sie in der neuen BRIGITTE-Balance.

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  • Text: Anne Otto
    Ein Artikel aus dem BRIGITTE Balance Heft 05/2010
Letzte Kommentare
  • Nomnom
    am 14.01.12 um 15:14
    man darf als frau einfach keine angst davor haben auchma aufen tisch zu hauen, sich dann auch anzuhören, was der partner dazu sagt und dann auch ehrlich drüber nachzudenken, warum einen was so unglaublich stört, ob man überreagiert, ob man da ne einigung findet, oder obs einfach keinen wert hat mit dem entsprechenden kerl...bei uns hats ca en jahr gedauert bis wir gut aufeinander eingespielt waren ^^ es wurde alles schritt für schritt besser und ist jetzt so toll wie ichs niemals gedacht hätte :) also mädels: mut zur veränderung, aber auf beiden seiten ;) und sich auch schön noch en großes stück "ich" beibehalten und nicht ganz zum "wir" werden. genug rumgelabert ^^ en schönes we an alle
  • Nomnom
    am 14.01.12 um 15:12
    ich finde,es ist wichtig ,dass man sich in einer beziehung weiterentwickelt. und wenn der partner passt entwickelt man sich automatisch aufeinander zu...ich hab meinen jetzigen freund zum besseren verändert und er mich auch. witzigerweise wars am anfang imemr so, dass wir beiden dickköpfe uns gestritten haben, dann ein zwei tage funkstille war und wir danach dann am ehrlichsten miteinander reden konnten. weil es war ja dann alles aufem tisch. jeder hat dem andren im streit gesagt was ihn annervt, jeder hatte zeit drüber nachzudenken und auchma zu überlegen was man selbst falsch macht und was einem wirklich wichtig ist am andren und so ham wir dann rausgefunden wo wir mehr rücksicht aufeinander nehmen müssen oder wo wir blöd reagiert haben...ich denk nicht, dass sich anschreien und funkstille ein allround mittel für alle is ^^ aber bei uns beiden dickköpfen wars genau das richtige. und mittlerweile gehts ohne funkstille wenn mal was ist. man darf als frau einfach keine angst da
  • Anita
    am 05.11.10 um 12:54
    Also ich wuerde nicht wollen, dass mein Mann an mir rumerzieht, und weil ich ihn respektiere, versuche ich das auch nicht bei ihm!
    Wenn mir etwas nicht passt, sag ich ihm das offen und ehrlich und ich sage auch, warum es mir nicht passt, ob er dann etwas aendert, oder es ihm sehr wichtig ist, es so beizubehalten, muss er aber selbst entscheiden.
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