01 "Love it, change it or leave it" heißt ein bekannter Spruch. Und manchmal bleibt einem tatsächlich nur die letzte Möglichkeit. Aber warum ist es so schwer?
Weil es bedeutet, sich innerlich von einem Wunsch zu verabschieden. Und was kommt dann: die große Leere? Die große Freiheit? "Loszulassen macht Angst, weil wir etwas unwiderruflich verlieren könnten", erklärt die Berliner Forscherin und Psychologin Dr. Ann Elisabeth Auhagen*. Und Verluste sind für die meisten Menschen nun mal etwas Negatives.
02 Klingt einleuchtend, wer verliert schon gern etwas ...
Manchmal aber geht es nicht anders. Gelegentlich ist es leider so, dass wir uns quälen und alles versuchen - doch das, was wir uns wünschen, klappt partout nicht. Das Glück lässt sich nun mal nicht zwingen. Aber in dieser Situation haben wir die Wahl: Wie reagieren wir darauf? Wie begegnen wir dem Schicksal? Klammern wir weiter, obwohl es wirklich keinen Sinn mehr macht? Wenn wir gezwungen sind, uns von einem Traum, einer Idee, einer Liebe zu verabschieden, liegt es letztlich an uns, mit welcher inneren Haltung wir den Umständen begegnen.
03 Was aber, wenn das unser allergrößter Wunsch ist, zum Beispiel der nach einem Kind. Kann man dann überhaupt loslassen?
Viele Frauen beschreiben ungewollte Kinderlosigkeit als die schwerste Krise ihres Lebens. Andererseits betrachten Psychologen solche Ereignisse gelegentlich auch als Sollbruchstellen unserer Seele. Sich mit so einem Lebensthema ernsthaft zu beschäftigen, zu ergründen, warum einem der Verlust so weh tut und wie man dennoch damit weiterleben kann lässt einen reifen. "Auch hier hilft eine etwas andere Betrachtungsweise", sagt Auhagen. In schweren Krisen sieht die Psychologin die Chance, das eigene Leben neu zu überdenken. Sie rät deshalb, sich Fragen zu stellen wie diese: "Ist es vielleicht nicht gut für mich, Kinder zu haben, zumindest jetzt nicht?" Oder: "Welchen Sinn hat mein Leben? Welche Rolle spielen Kinder darin? Wie könnte ich den Sinn anders definieren?" Auch wenn es manchmal noch so unverständlich erscheint: Manche Dinge stellen sich im Nachhinein als positiv heraus. Oder zumindest macht man seinen Frieden damit. Bei diesem Prozess hilft oft die Erinnerung an etwas anderes, das nicht geklappt hat - worüber man heute froh ist.














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am um
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Bea
am 13.05.12 um 15:24
Das Loslassen ist eine schöne Eigenschaft. Sich zu verändern, d.h. sein Karma zu ändern, bedarf des tiefen Reflektieren: viele Dinge laufen so unbewußt, dass wir unser eigenes Verhalten nicht sofort ändern können. Das Verhalten ist nicht die Ursache des Karma, sondern die Wirkung des Karma. Karma ist alles was der einzelne denkt, fühlt und vorallem aktiv macht. Somit ist es besser, auch zu kämpfen und dann erst aufzugeben, wenn man erkennt, dass es sich nicht mehr lohnt weiterzukämpfen. Alles loszulassen entspricht nicht der menschlichen Natur. Irdische Begierden sind Erleuchtung und die Leiden von Leben und Tod sind das Nirwana.
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Adele
am 23.12.11 um 18:11
An Beständigkeit,
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Beständigkeit
am 25.10.11 um 10:26
... sonst geht auch der geerdetste Mensche zugrunde.
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Beständigkeit
am 25.10.11 um 10:25
Ein sehr weiser Beitrag, doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich bin niemand, der gern und schnell aufgibt, ich kämpfe, so schwierig der Kampf auch sein mag, aber ich weiß auch, wann der Kampf verloren ist oder nichts mehr bringt. Ich musste in meinem Leben oft loslassen, "aufräumen", um ich selbst zu bleiben oder auch, um wieder zu mir zu finden, glücklich sein zu können - so weh das oft auch tat. Und ja, man fällt auch immer wieder auf die Füße, wenn man sein Leben aktiv gestaltet. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man am Immer-wieder-Loslassen zerbricht. Der Mensch braucht auch etwas zum Festalten, etwas Beständiges, was den inneren Kompass einstellt, dass richtige für sich zu tun. Hat man sich gerade wieder bewusst gemacht, was für einen wichtig ist, losgelassen, um sich dann mit ganzem Herzen auf etwas Neues einzulassen, dann darf das Neue nicht auch gleich wieder in wilden Fluss geraten und zwingen, es wieder loszulassen, sonst geht auch der geerdetste Mens
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Ronny Pondonny
am 21.10.11 um 01:02
Extrem gute Gedanken, die mir weiterhelfen werden! Wer Spaß am Umdenken hat, kann es ja außerdem mal mit NLP oder systemischen Denken versuchen.
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Karsten
am 12.04.11 um 19:11
Widerstand gegen das, was uns geschieht ist eine Aktivität. Zumindest eine gedankliche. Wenn wir "Loslassen" wiederum zu einer gedanklichen Aktivität machen (wie in den meisten Ihrer Empfehlungen), kann wieder ein netter Kessel Buntes dabei herauskommen und man kann sich vieles "schönreden". Gelegentlich hilft das sogar - für den Augenblick.
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Marie
am 24.07.10 um 11:20
Eine sehr hilfreiche Seite. Gute Anregungen, einen wieder zu erden und die erste Verzweiflungswogen zu glätten. Danke!
mehr (7)wer die Beständigkeit im Außen sucht wird wohl selbst nicht in der Lage sein, diese für sich im innersten zu finden und selbst für einen anderen Beständigkeit zu schaffen.
Das Loslassen ist und sollte eine eigene Entscheidung sein. Keiner wird gezwungen und wenn man das Gefühl hat, gezwungen zu werden, dann fehlt sicher der Raum im inneren den eigenen Beitrag zur erlebten Zwangslage zu spüren.
Sicher kann es sein, dass sich ein geliebter Mensch von uns trennen will. Doch die Frage ist, wann willst Du loslassen? Und Wo liegt Dein Beitrag zur erlebten "Unbeständigkeit", zum wilden Fluss....
Wenn es gelingt und geübt wird, bei den augenblicklichen Körperempfindungen und Gefühlen zu bleiben (ohne über sie nachzudenken und sie verändern zu wollen), durchbricht man die "Widerstands-Spirale" und die eingefahrenen Reaktionsmuster.
Dann kann "Loslassen" geschehen. Und dann ist es dauerhaft und echt. In diesem Augenblick erkennt man vielleicht, dass z.B. Trauer eine Emotion und Verzweiflung ein gedanklicher Prozess ist.