Alltag

Was macht das Leben leichter?

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Chaos-Theorie - Zündende Ideen durch Unordnung

Eigentlich nervt Sie die Unordnung Ihrer Kollegin. Aber für eines ist das zugemüllte Büro gut: Wenn Sie das Chaos betrachten, wird es Ihnen helfen, klarer zu denken. Wissenschaftler der Universität Groningen haben nämlich herausgefunden, dass bei äußerer Unordnung das Hirn das Chaos im Kopf aufräumt, also zielorientierter denkt. Funktioniert am besten, wenn man für die Unordnung nicht selbst verantwortlich ist. Wenn Sie also kreativen Anschub brauchen oder eine schnelle Problemlösung, gehen Sie mal ins Nachbarzimmer und lassen Sie Ihr Hirn vom unordentlichen Schreibtisch der Kollegin auf Trab bringen.

Ganz großes Kino - Traurige Filme heitern auf

Sie sind gut drauf, obwohl Sie eben noch beim Untergang der Titanic in 3-D mächtig geheult haben, und verstehen nicht, wieso? Silvia Knobloch- Westerwick von der Ohio State University hat herausgefunden, dass traurige Filme tatsächlich aufheitern. Das klappt am besten, wenn Sie dabei nicht an sich selbst, sondern an Ihre Liebsten denken. Die Erleichterung darüber, dass es denen besser geht als der Kinoheldin, vertreibt die trüben Gedanken.

Feierabend - Happy Hour für den Geist

Herrlich, jetzt noch ein bisschen rumtrödeln, dann ist Feierabend. Verkneifen Sie sich den kleinen Luxus und legen Sie lieber noch eine Schippe drauf. Denn die Stunde vor Arbeitsende ist die beste Zeit, sich etwas einzuprägen, zum Beispiel die wichtigsten Argumente für das Gespräch mit der Chefin am nächsten Tag. Sie sind am Ende eines Arbeitstages zwar müde, aber das Gelernte wird nicht mehr von neuen Informationen überlagert und bleibt darum nachhaltiger im Gedächtnis.

Rettende Ideen - Erst sprechen, dann denken

Plötzlich ist alles ganz einfach: Tagelang haben Sie rumgegrübelt, wie Sie den Kindergeburtstag organisieren oder das Gehaltsgespräch mit Ihrem Chef einleiten könnten. Und kaum erzählen Sie Ihrer Nachbarin davon, kommen Sie auf die Lösung. Obwohl die Nachbarin nichts, aber auch gar nichts von Ihrem Problem versteht. Der Grund: Sobald Sie einem Menschen erklären, was Sie vorhaben, gerät Ihr Gehirn unter Zugzwang. Es speichert als Ziel, dass Sie verstanden werden möchten, und setzt alles dran, damit das gelingt. Wenn das Ziel - verstanden zu werden - erreicht ist, findet in den Belohnungssystemen des Gehirns eine Dopaminausschüttung statt. Das ist der beste Anreiz für das Gehirn, sich anzustrengen, um Ihnen die rettende Idee zu liefern. Also: erst sprechen, dann denken.

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  • Texte: Claudia Kirsch, Carola Kleinschmidt, Beatrice Wagner, Merle Wuttke Foto: plainpicture/Design Pics
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