Wie bekomme ich Ordnung in mein Leben?

Ausmisten, aufräumen, endlich wieder klar denken. Doch wo anfangen? Finde mit unserem Test heraus, ob du lieber sofort die Ärmel hochkrempeln oder zuerst herausfinden solltest, wo dein Bedürfnis nach mehr Struktur seinen Ursprung hat. Denn mit innerer Orientierung ist das äußere Ordnungschaffen oft ganz leicht. 

Welche Ordnung braucht mein Leben? Frau vor Kleiderschrank
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Wenn du einen Schrank benötigst ... 

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Deine Haupt-Aufräumzeiten? 

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Wenn du dich in deiner Wohnung umsiehst: Welche Ordnungs-Baustellen fallen sofort ins Auge? 

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Du bist auf einem Gartenfest eingeladen. Dresscode: sportlich-schick. Nach einem Blick in den Kleiderschrank ... 

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Du besuchst Freunde in deren neuen Haus. Das Wohnzimmer ist ein Traum in Weiß: ein puristisches Sofa dominiert den Raum, das Bücherregal und ein abstraktes Bild sorgen für etwas Farbe.
 Sonst ist der Raum leer. Dein erster Gedanke: 

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Deine Nachbarin hat Geflüchtete aus Syrien bei sich aufgenommen und bittet um Kleidung. Wie reagierst du? 

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Den Schlüssel verlegt?

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Du hattest einen Scheißtag. Wenn du nach Hause kommst ... 

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Wenn du endlich die Wohnung entrümpelt hast ... 

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Wenn du länger als eine Stunde am Stück aufräumst ... 

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Stell dir vor, dein Partner oder eine gute Freundin schenkt dir einen Aufräumgutschein mit den Worten: "Meine Liebe, du quälst dich doch immer so. Du kannst jetzt mal wegfahren, und ich entrümpele in der Zeit für dich und räume auf." 

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Wenn Freunde Besuch ankündigen und übers Wochenende bleiben wollen ... 

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Mal ein ganz anderes Thema: Was liebst du in der Natur am meisten? 

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Wenn du daran denkst, dein Büro oder deinen Kleiderschrank aufzuräumen ...

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Aufräumen tut gut

Deine Stärke: Du bist eher der gut sortierte Typ. Eine ordentliche Wohnung empfindest du als praktisch und schön. Vermutlich entspannt es dich sogar, wenn du in aller Ruhe Shirts oder Socken zusammenlegen, Zeitschriften ausmisten oder Dinge sortieren kannst. Aufräumen ist für dich wie Meditation: Mit der Ordnung um dich herum wird Dein Geist ruhiger.

Die Stolperfalle: Wenn Du dennoch das Gefühl hast, dass es bei dir zu Hause zu unordentlich ist, du mehr Schränke oder noch ein Zimmer bräuchtest, liegt es vermutlich daran, dass du zu viel "Altes" angehäuft hast. Geht beispielsweise eine Lebensphase zu Ende, findet auch das bisherige Ordnungsgefüge sein Ende. Oftmals fangen wir das "Neue" auch ganz selbstverständlich an, aber schleppen das „Alte“ noch mit — und dann wird es zu voll. Bücherregal und Kleiderschrank bieten plötzlich nicht mehr genug Platz, der Vorhang passt nicht mehr zum neuen Sofa, und kaputte oder unbenutzte Dinge häufen sich in Kisten und Kellern.

Der Blick nach vorn: Offensichtlich bist du aus deinem bisherigen Ordnungssystem herausgewachsen. Viele Dinge, die vor zwei Jahren noch wertvoll und nützlich waren, sind zu Krempel mutiert. Du solltest tatsächlich kräftig ausmisten und dich dann für ein Ordnungssystem entscheiden, das dir gut gefällt und zu deiner heutigen Lebenssituation passt.

Deine Ordnungshelfer

Wertschätzen und Verabschieden: Frage dich, welche Lebensphase vorbei ist, was neu beginnt. Ist dein Kind ausgezogen? Oder bist du mit deinem Partner zusammengezogen? Hast du dich beruflich verändert? Nimm innerlich bewusst Abschied von der Zeit, die sich in deiner momentanen Ordnung widerspiegelt und die nun vorbei ist.

Ausmisten mit Herz und Hand: Am besten gehst du nach sinnvollen Einheiten vor. Lege alle Dinge, die du von einer Sorte besitzt, auf einen Haufen. Zum Beispiel alle Gläser aus Küche, Wohnzimmerschrank und Picknickkorb. Du wirst über die Anzahl erstaunt sein. Nimm nun jedes Teil in die Hand und frage dich: Mag ich das wirklich? Brauche ich es JETZT? Ist die Antwort "Nein", gib das Ding weg.

Dein Ziel: Nur noch Sachen besitzen, die du als Lieblingsstücke bezeichnest und oft bis täglich benutzt. Sortieren mit Weißraum: Die japanische Aufräumexpertin Hideko Yamashita empfiehlt die 70-50-10-Regel: Belege Stauraum nur zu 70 Prozent —  damit du jedes Ding bequem und ohne Rumräumerei herausholen kannst. Auf Sideboards oder in Glasschränken gilt: Wenn 50 Prozent leer bleiben, sieht es hübsch aus. Kunstwerke sollten sogar nur 10 Prozent der Fläche einnehmen. Heißt: lieber ein sorgfältig ausgewähltes Bild als drei Poster nebeneinander.

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Mein Umfeld soll auch kreative Inspiration sein

Deine Stärke: In deiner Wohnung ist alles da, was du brauchst. Egal, was du suchst, ob ein Geschenk für eine überraschende Einladung, jedwedes Teil zur Fahrradreparatur oder edles Geschirr für eine 20-Plätze-Kaffeetafel — du wirst es hervorzaubern. Auch wenn es zuweilen etwas dauert. Manchmal sagst du sogar selbst mit einem Grinsen: Ordnung wird total überbewertet. Es ist doch kreativ, dass bei dir nicht alles weggeräumt wird.

Die Stolperfalle: Manchmal beschleicht dich das Gefühl, dass zwischen kreativem Chaos und Chaos nur ein schmaler Grat ist. Zum Beispiel, wenn du zwei Stunden nach einer wichtigen Unterlage für die Steuer suchst. Oder wenn du endlich die Acrylfarben benutzen willst — und alle eingetrocknet sind. In solchen Momenten wächst dein Ausmist- und Aufräumimpuls enorm. Aber dann haderst du doch wieder. Welches Ordnungssystem wäre perfekt? Wann finde ich die Woche Zeit für die Mega-Aktion? Und man kann ja auch nicht einfach den Kram der anderen mit aufräumen! Schon türmen sich die Bedenken — und deine Aufräumenergie verpufft wieder.

Der Blick nach vorn: Wer am liebsten für jede Eventualität gerüstet sein möchte und ungern Entscheidungen trifft, häuft mit der Zeit fast immer zu viel von allem an. Wenn du dieses gut genährte Chaos wirklich hinter dir lassen möchtest, solltest du Unentschiedenheit und auch den Perfektionismus überwinden. Du müsstest eben einfach einen ersten Schritt machen.

Deine Ordnungshelfer


Handeln statt Stillstand: Wähle für den Anfang kleine Ordnungseinheiten, an denen du nicht länger als 20 oder 30 Minuten räumst. Entrümple zum Beispiel deine Handtasche, die Besteckschublade oder die Vorratskammer. Achte auf hübsche Behältnisse für die Dinge. Das freut deinen kreativen Geist und hält ihn bei Laune.


Ballast loswerden: Du trennst dich nicht gern von Dingen. Auch, weil sie sofort Erinnerungen wachrufen. Versuche, loszulassen. Denn all die alten Dinge verhaften dich auch in Zeiten, die längst vorbei sind. Vertraue darauf, dass wirklich wichtige Erinnerungen in deinem Kopf sind. Für deine persönliche Entwicklung ist es befreiend, wenn du mehr im Jetzt lebst als im Gestern.

Schluss mit dem Horten: Dein Haushalt schmälert sich von allein, wenn du aufhörst, ständig neue Dinge anzuschauen. Frage dich bei jedem Kauf: Brauche ich das wirklich JETZT? Und bei jedem Sonderangebot: Würde ich das auch kaufen, wenn der Preis nicht so stark reduziert wäre? Wenn die Antwort "Nein" lautet, gibt es nur diesen Weg: Lass es im Laden! 

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Meine Wohnung spiegelt, wer ich bin und wie ich lebe

Deine Stärke: Oft kommst du nach Hause und freust dich, dass man bei dir sieht, wer hier lebt. Malzeug auf dem Küchentisch oder Kleider über der Stuhllehne findest du eher gemütlich als störend. Und falls doch zu viele Dinge herumliegen, sortierst du diese eben schnell mal zur Seite oder scheuchst deine ganze Familie zur Aufräumoffesive.

Die Stolperfalle: Manchmal kippt deine positive Stimmung, und du ärgerst dich, dass du eigentlich immer am Räumen bist, um zumindest eine gewisse Ordnung zu halten. Dann sinnierst du darüber, ob du dich grundlegend verändern müsstest oder eine Putzfrau die Lösung wäre. Falls du Familie hast, beschleicht dich vermutlich das Gefühl, dass die anderen zu wenig mithelfen.

Der Blick nach vorn: Bei dir geht es nicht an erster Stelle darum, das perfekte Aufräumsystem zu finden. Sondern vielmehr darum, dass du überlegst, WOZU du Ordnung möchtest. Liebst du es, Freunde einzuladen? Dann brauchst du natürlich einen freien Tisch für die Runde. Oder eine große Sofa-Ecke, die nicht zugerümpelt ist. Wie es in deinem Schlafzimmer oder Kleiderschrank aussieht, ist dann eigentlich nicht so relevant für deine Stimmung. Du siehst schon: Deine Ordnung wird sehr individuell sein. In Familien lohnt es sich, mit allen gemeinsam herauszufinden: Welche Ordnung passt zu uns; wo sind Bereiche, die ordentlich sein sollten; und wer kümmert sich wann um was?

Deine Ordnungshelfer


Mehr Selbstbewusstsein: Wichtig ist, dass du dazu stehst, welche Ordnung zu dir passt. Nützliche Fragen sind: Was ist mir im Zusammenleben wirklich wichtig; welche Dinge nutze ich gern; welche Ordnung oder Unordnung ergibt sich daraus? Wer es etwa liebt, mit den Kindern in der Küche zu sein, und dabei malen, basteln, kochen möchte, sollte vom Ideal der cleanen Küche Abstand nehmen. Wer es gern feierlich mag, nutzt das besondere Geschirr vielleicht auch montags. Wenn du zu deiner Individualität stehst, wirst du nicht mehr wie verrückt wirbeln, wenn Besuch kommt. Du musst niemandem etwas beweisen.

Eine Ecke für mich: Ordnung ist etwas sehr Persönliches. Wenn du mit Partner oder Familie zusammenlebst, sorge dafür, dass zumindest ein Zimmer oder ein Bereich so gestaltet ist, wie es dir gefällt – deine Oase stimmiger Ordnung.

Alle helfen mit: Jeder hat das Recht, seine Bedürfnisse zu leben — besonders für Frauen mit Familie ein wichtiger Grundsatz. Und jeder im Haushalt sollte dafür sorgen, dass andere nicht ständig über seine Sachen stolpern. Erstelle eine Krempelkarte der Wohnung oder eine Landkarte der Stolperfallen. Das macht allen Spaß und hilft, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.  

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BRIGITTE 16/2017

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