Scheidungs-Tipps: "Und morgen bin ich dich los"

Im großen BRIGITTE-Scheidungsbuch "Und morgen bin ich dich los" hat Vera Sandberg Erste-Hilfe-Tipps von Experten und geschiedenen Frauen gesammelt. Dazu gehören auch ihre eigenen. Eine Leseprobe.

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1. Wieder jünger werden

Ich mache alles, aber auch alles, was mir gut tut. Zuerst bin ich umgezogen. Meine neue Wohnung ist winzig, zwei Zimmer, aber die mache ich mir so schön wie ich kann. Rote, transparente Vorhänge im Schlafzimmer, weiße Couch, weißer Schreibtisch im Wohnzimmer. Großes Marmorbad. Mini-Küche. Ich werde noch mal jung. Meine Kinder leben schon in eigenen Wohnungen.

2. Soldaten aufstellen

Abends im Bett zähle ich nicht Schäfchen, sondern Soldaten. Es ist schließlich ein Kampf. Ein Kampf ums Weiterleben. Meine Soldaten sind all jene Menschen, die ich kenne und von denen ich weiß oder annehme, dass sie mich gern haben. Freundinnen, Verwandte, Kollegen. Leute, die mich anrufen und fragen, wie es mir geht, die mich einladen zum Reden, alle, die nur ein bisschen nett sind. Das sind ganz schön viele. Ich stelle mir vor, wie sie einen Kreis um mich bilden. Ich in der Mitte, sie mein Schutzwall. In diesem Augenblick bin ich nicht mehr allein im Universum. Und kann einschlafen.

3. Mein Leben verstehen

Zum Verstehen mache ich eine Therapie. Einmal die Woche eine Stunde bei einer sehr klugen, sehr sympathischen Frau, die mir empfohlen worden ist. Ich freue mich immer auf den Tag, an dem ich sie sehe. Bis dahin können die schlimmsten Gefühle und Gedanken warten. Die Gespräche gehen zurück bis zur Kindheit. Sie sind der Kern meines Programms.

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  • Text: Vera Sandberg
Letzte Kommentare
  • gwen77
    am 26.07.09 um 10:32
    Ich stimme Barbara komplett zu. Was sind das für Tipps? Tabletten nehmen und zum Friseur gehen??? In dieser Phase ist es wichtig, sich rechtlichen Beistand zu holen und sich finanziell abzusichern. Einen Job suchen (wenn Frau keinen hat). Jugendliche Wohnungen haben da m.E. nichts zu suchen. Wann versteht die Welt, dass Frauen kluge Menschen sind, die erwachsen behandelt werden wollen? Tabletten können helfen, aber sollten niemals so verunglimpft werden....
  • Barbara47
    am 25.02.09 um 09:57
    als mediatorin ( BAFM ) bin mit der wirklichkeit der betroffenen vor und nach einer trennung / scheidung vetraut.
    die autorin hat viele tipps : realistisch sind sie nicht.
    so verkümmert der gut gemeinte ratschlag zu einem schmerzhaften schlag.
    statt eines trostes bekommt man erneut die eigene unzulänglichkeit vor augen geführt, wenn bei der betrachtung ( fast ) jeden tipps die bittere erkenntnis vor augen steht : ICH kann das nicht, weil .....
    ch lange aus dem beruf draussen bin - qualifizierte jobsuche also fehlanzeige ist / meine wohnung zwar klein, aber in erster linie kindgerecht gestaltet sein muss / weil ich das geld für die liebe trost-frau nicht habe mit hartz iV / weil ich die zeit für die jammergruppe nicht aufbringen kann, denn ich kann keinen babysitter bezahlen und auch keinen kinderhort/ und so weiter, und so weiter ... das buch ist wohl nur gut für privilegierte Getrennte .
    für alle andern : trotzdem kopf hoch - und doch, natürlich haben die pillen nebenwirkun
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