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Kindergartenkinder
"In diesem Alter erleben die Kinder vor allem Trauer und Verlassenheit. Und sie übernehmen unbewusst oft die Schuld und die Verantwortung für die Trennung der Eltern. Dieses Alter zeichnet sich dadurch aus, dass die Kinder sich selbst als Mittelpunkt der Welt sehen. Deshalb glauben sie, dass sie es beeinflussen können, ob die Eltern wieder zusammenkommen - indem sie sich anders verhalten als vorher und somit keinen Anlass mehr für Streitigkeiten bieten.
Von ihnen kommen oft Äußerungen wie: "Wenn ich jetzt mein Zimmer immer aufräume, dann müsst ihr nicht mehr streiten, dann kann Papa zurückkommen." Die Kinder legen ein überangepasstes Verhalten an den Tag - und überfordern sich natürlich selbst mit dem Versuch, die Eltern wieder zusammenzubringen.
Weil sie deshalb ständig angespannt sind, leiden sie leicht unter psychosomatischen Störungen: Bauchschmerzen, Bettnässen, Daumenlutschen, Schlafstörungen. Und Kinder im Kindergartenalter haben eine große Angst davor, dass auch der andere Elternteil sie verlassen könnte. In einem Fall in meiner Praxis konnte ein Vater nicht mal aus dem Zimmer gehen, ohne dass das Kind sagte: 'Bleib hier, ich hab Angst'"."
Das können Eltern tun:
"Kindergartenkinder brauchen ähnlich wie Kleinkinder viel Zeit und Aufmerksamkeit, so dass sie sich emotional geborgen fühlen können. Sie möchten nicht allein zu sein. Eltern sollten darauf achten, immer wieder Situationen mit emotionaler Nähe zu schaffen, beispielsweise Kuscheln auf dem Sofa. Bei diesen Gelegenheiten können Kinder einzelne Gedanken und Fragen, die ihnen zur neuen Familiensituation einfallen, ansprechen. Eltern können auch Bilderbücher zum Thema einsetzen, um die Trennungssituation zur Sprache zu bringen.
Eltern sollten Kindern versichern, dass sie auch nach der Trennung mit dem Kind zusammen leben möchten, aber eben in zwei Wohnungen. Wichtig ist, dass Eltern konsequent ihre Zusagen einhalten, so werden die Kinder sicherer darin, dass ihnen beide Eltern erhalten bleiben. Die Kinder sollten das Gefühl haben, dass sie so sein dürfen, wie sie sind und dass die Erwachsenen die Verantwortung für die Familiensituation übernehmen.












Sie haben mit der direkten Umsetzung Ihres Entschlusses den Rest Ihrer Familie überfordert. Vater und Sohn waren hierauf nicht vorbereitet und somit kann vor denen auch nicht Ihre Erwartungshaltung zur Akzeptanz direkt erfüllt werden. Was es nun braucht ist Zeit, für Trauer, zum Abbauen von Schmerz (hervorgerufen durch Verletzungen) und für deren Neubeginn. Ihnen bleibt die Rolle derjenigen, die sich anbietet (nicht anbiedert). Der neue Mann in Ihrem Leben ist für das Verhalten Ihres Sohnes nicht maßgeblich. Es kann aber durchaus sein, dass Ihr Sohn das nicht seinem Schirm hat. Wenn sich der Vater am Sohn ausgeheult hat, dann ist das zwar verständlich aber nicht richtig. Kinder sollten niemals, auch nicht partiell, als Partnerersatz missbraucht werden.
Was Sie machen können: Eine Familienberatungsstelle aufsuchen und um Vermittlung bitten, diesen Schritt aber vorher ankündigen.