Haben die Ehegatten sich getrennt, hat der Partner, der weniger Einkommen hat, für die Dauer der Trennungszeit automatisch Anspruch auf Unterhalt. Dabei ist unerheblich, ob der schwächere Partner auch von seinem eigenen Gehalt allein leben könnte. Der Trennungsunterhalt dient dazu, den Partnern während der Trennungsphase einen Lebensstandard zu ermöglichen, der mit der Ehe vergleichbar ist. Prinzipiell wird deshalb aus den Einkommen beider Partner ein Gesamteinkommen ermittelt und durch zwei geteilt. Ist ein Partner Alleinverdiener, darf er vier Siebtel seines Einkommens behalten, erhält also ein Siebtel mehr als der nicht erwerbstätige Partner.

Derjenige, der vom anderen Unterhalt bezieht, ist in der Regel nicht verpflichtet, sich Arbeit zu suchen und seinen Lebensunterhalt vollständig selbst zu bestreiten.

Trennungsunterhalt muss gezahlt werden, bis die Scheidung rechtskräftig wird. Danach besteht unter Umständen ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, der sich ähnlich, aber nicht immer genauso wie der Trennungsunterhalt berechnet.

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  • Artikel vom 15.01.2009