Vibrator-Test: Mein künstlicher Orgasmus

Per Gerät zum Höhepunkt? Unsere Sex-Kolumnistin Lotta hat einen Vibrator ausprobiert. Zum ersten - und wahrscheinlich letzten - Mal.

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Träumt von echten Höhepunkten: Sex-Kolumnistin Lotta

Ich hatte mir einiges von dem Ding erhofft, aber es hat mir nur wieder gezeigt, wie unnötig eigentlich der Penis beim Sex ist. Der Vibrator vibriert heftig, wie der Name schon erahnen lässt. Ich schieb' ihn also in mich rein und denke: Hm, vielleicht hätte ich doch vorher das Gleit-Gel auftragen sollen? Nee, muss doch auch so gehen! Ich schieb und schieb... es will nicht so recht. Irgendwie auch nicht so erotisch, ein blaues Ding anzufassen, zu versuchen, es einzuführen und dabei noch auf die Gangschaltung zu gucken. Shakes and Twists gibt's da zu beachten und bis ich rauskriege, wo genau was passiert, ist schon einige Zeit vergangen. In dieser Zeit bin ich normalerweise schon fertig, aber nun gut. Wir sind ja nicht auf der Flucht. Einige Minuten später habe ich das Ding endlich drin. Jetzt kommt auch das Zusatzteil namens Pauline außen rum endlich dort ran, wo es ran soll. Drrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Komisch, denke ich: Es rattert und rattert, aber es ist irgendwie ein unangenehmes Gefühl. So, als ob du im Schwimmbad aus Versehen zu nah an den Massagestrahl kommst. Na ja, ich gebe nicht auf. Weitermachen.

Minuten später bin ich immer noch sehr weit vom Orgasmus entfernt. Mal mit An- und Abspannen versuchen und das Ding trotz Twist-and-Shake-Moves zusätzlich hin und her bewegen. Wow, es tut sich endlich was! Irgendwie fühle ich mich eher wie im Fitnessstudio beim vorletzten Zug des Gewichtehebens, mit Erotik hat das äußerst wenig zu tun. Ich versuche, mir für ein paar Sekunden vorzustellen, dass sich ein Penis in mir befindet. So weit die Erinnerung reicht, hat das sich-in-tausende-Richtungen-drehende Gerät wenig mit dem Gefühl eines Schwanzes gemein. Aber nicht aufgeben. Ich geh hier doch nicht orgasmuslos aus der Geschichte raus. 65 Euro müssen ihr Soll erfüllen. Irgendwie hab ich nach einer Viertelstunde das Gefühl, unten rum abgestorben zu sein. Jetzt muss es aber langsam mal passieren! Ein paar gekonnte Kontraktionen und Vibrator-Platzierungen später ist es soweit: Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, ich komme.

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  • Text: Lotta
Letzte Kommentare
  • Lin-chan
    am 11.04.12 um 20:57
    Also ich muss sagen ich find es ein bisschen schade das nur weil beim ersten mal probieren eines Vibrators nicht alles super auf Anhieb geklappt hat, sich der Artikel typisch konservativ liest von wegen "Sowas gehört sich nicht aber ich teste es mal nur damit keiner sagen kann ich bin prüde und stelle fest, ich finds doof und gefällt mir auch nicht" Manchmal brauch das eben Zeit eh man rausgefunden hat was man gut findet und was nicht und wenn man eh schon abgeneigt ist sowas zu nutzen, wunderts mich nicht wirklich das man dann auch das falsche kauft.Und vorallem finde ich sollte man nen Vibrator auch etwas heufiger benutzt haben als nur ein mal eh man nen Artikel darüber schreibt.
  • Dolo
    am 30.09.09 um 14:43
    Ein künstlicher Orgasmus ist besser als gar kein Orgasmus.
  • man-fred
    am 16.08.09 um 09:58
    Soll das hier ein Outing der Frauen sein?;-)
    Heute findet man(n) den "Helfer der Frauen" in fast jeder Damenhandtasche:-)
    Ich schenke gerne Frauen zum Abschied einen Dildo,man(n) weiß ja nie
    wann wieder ein Nachfolger zur Stelle ist;-)
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