The Kiss (1896)
Nirgends wird so schön geküsst wie im Film - und das schon seit über hundert Jahren. Einer der ersten Filme überhaupt bestand aus einer einzigen Kuss-Szene und hieß dann auch bezeichnenderweise "The Kiss". Zugegeben, die Bilder versprühen nicht gerade Erotik im Übermaß und verglichen mit heutigen Liebesszenen ist William Heises 1896 gedrehter Stummfilm natürlich harmlos. Damals allerdings waren die Leute empört und bezeichneten "The Kiss" als pornografisch.
Vom Winde verweht (1939)
Voller Emotionen: Die Küsse von Scarlett O'Hara (Vivien Leigh) und Rhett Buttler (Clark Gable) gelten noch heute als höchst erotisch. Und das, obwohl in den prüden dreißiger Jahren der Hays Code regierte, der in Filmszenen nicht nur "lustvolle Umarmungen" und "ausgedehnte und wollüstige Kuss-Szenen", sondern auch horizontale Küsse verbot. Aber Vivien Leigh und Clark Gable schaffen es eben auch im Stehen, unsere Phantasie anzuregen.
Berüchtigt (1946)
Den "längsten Kuss der Filmgeschichte" versprach man den Zuschauern 1946, um sie in Alfred Hitchcocks Film "Berüchtigt" zu locken. Damit die Kuss-Szene zwischen Ingrid Bergmann und Cary Grant nicht der Zensur zum Oper fiel, bediente sich der Meisterregisseur eines kleinen Tricks. Cary Grant unterbricht den Kuss immer wieder sekundenlang, um in den Telefonhörer zu sprechen. So entsteht zwar der Eindruck, der Kuss dauere sehr lang, aber in Wirklichkeit sind es eben viele kurze Küsse. Trick hin oder her - die Szene ist einfach schön und so manch eine Frau hätte bestimmt gerne mit Ingrid Bergman getauscht.
Verdammt in alle Ewigkeit (1953)
Selbst wer Fred Zinnemanns Meisterwerk "Verdammt in alle Ewigkeit" noch nie richtig gesehen hat, kennt vermutlich die Liebesszene am Strand. Die Akteure: Deborah Kerr als untreue Ehefrau und ihr Liebhaber Sergeant Milton Warden alias Burt Lancaster. Die Kulisse: ein einsamer Strandabschnitt mit sanfter Brandung. Der Gedanke beim Betrachten der Szene: "Das will ich auch".













