Die populärsten Sex-Mythen: Was wirklich passiert im Bett
5. Zu viel Sex leiert die Vagina aus
Diese Behauptung gehört ganz eindeutig in die Kategorie der Schauermärchen – in diesem Fall zu denen, die in früheren, prüderen Zeiten Frauen davon abhalten sollten, ihre Sexualität frei auszuleben und ihrer Lust nachzugeben. Die Vagina ist ein elastischer, muskulöser Schlauch, der seine Größe und Form während des Liebesspiels verändern und beim Orgasmus in seinem vorderen Teil in aufregende rhythmische Kontraktionen verfallen kann.
Wie alle Muskeln werden auch die Muskelstränge der Vagina durch regelmäßige Betätigung nicht schlaff, sondern tendenziell eher kräftiger – es besteht also kein Grund zur Beunruhigung. Erst mit fortschreitendem Alter wird die Vagina nach und nach weniger dehnbar, und ihre Wände werden dünner. Dies hat jedoch nichts mit der Anzahl der Sexualkontakte zu tun, sondern mit dem sinkenden Östrogenspiegel nach der Menopause. Falls das Größenverhältnis zwischen Penis und Vagina so unausgewogen ist, dass ein eher kleiner Penis eine eher
weite Vagina nicht so sehr ausfüllt, wie beide Beteiligten sich das wünschen würden, kann gezieltes Beckenbodentraining helfen.
Dabei werden die Beckenbodenmuskeln wiederholt so angespannt, als ob man auf der Toilette den Urinstrahl unterbrechen wollte. Das Training ist auch dann empfehlenswert, wenn der Beckenboden nach einer oder mehreren Geburten geschwächt ist und die Vagina beim Sex deshalb weiter erscheint als früher.













