Liebesleben
Sex ab 35: 4 Dinge, die einem keiner sagt

Wir glauben, der Sex bliebe bis zu den Wechseljahren wie er ist. Aber es gibt schon ab Mitte 30 ein paar Veränderungen: zum Guten - und weniger Guten.

Foto: Antonio Guillem/shutterstock

Nicht alle haben in den Dreißigern ihre sexuelle Blüte

Immer wieder lesen wir, dass Frauen Ende 30 den Höhepunkt ihres Lustempfindens erleben. "Ab 35 ist der Sex 35-mal besser", titelte etwa die "Berliner Zeitung." Stimmt aber nur bedingt: "Viele Frauen sind überrascht, dass der Testosteronspiegel bereits in den Zwanzigern sinkt", sagt die Gynäkologin Leah S. Millheiser von der Stanford University. Und das Testosteron ist mitverantwortlich für unsere sexuelle Lust. Außerdem ist das Leben vieler Frauen in den Dreißigern am stressigsten: Job, Familie, Freunde und Hobbys müssen unter einen Hut gebracht werden. Und wenn das Leben verrücktspielt, leidet unser Verlangen.

Scheidentrockenheit ist nicht auf die Wechseljahre beschränkt

Scheidentrockenheit tritt bei vielen Frauen in den Wechseljahren auf, ist aber nicht zwingend auf diese Lebensphase beschränkt. Auch die Pille kann dazu führen: Manche Präparate verursachen Scheidentrockenheit und damit Probleme beim Sex auch schon im jüngeren Alter.

Aber nun zu den guten Nachrichten:

Wir kommen leichter, schneller, besser zum Ziel

Mit Mitte 30 bekommen wir leichter einen Orgasmus als in jüngeren Jahren. Denn wir haben längst genug Erfahrung, um zu wissen, wie's geht. "Viele Frauen in den Zwanzigern sehen den Geschlechtsverkehr als Schlüssel zum Orgasmus; es kann aber bis Mitte 30 dauern, bis sie verstehen, welche Kombination aus Berührung und Gedankenspiel sie dahin bringen, wohin sie wollen", sagt die Gynäkologin Alyssa Dweck von der Mount Sinai School of Medicine in New York. Unsere Orgasmusfähigkeit steigt also mit dem Alter an.

Nicht genug Sex? Keep calm and carry on …

Ihr seit in den Dreißigern und habt das Gefühl, dass ihr eigentlich viel öfter Sex haben müsstet? Dann haben wir noch eine gute Nachricht für euch. Laut einer Studie kanadischer Wissenschaftler sind die meisten Paare am glücklichsten, wenn sie einmal pro Woche Sex haben. Paare, die öfter miteinander schlafen, sind auch nicht zufriedener.

Es gibt also wirklich keinen Grund, sich Druck zu machen, wenn die Sex-Frequenz mit den Jahren nachlässt. Auch hier gilt wie so oft: Qualität toppt Quantität.

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