Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Aber grob geschätzt habe ich in den 30 Jahren meines sexuell aktiven Lebens mit 50 Männern geschlafen. Mit vier davon hatte ich feste Beziehungen. Der Rest waren Affären. Und leider muss ich rückblickend sagen, dass der Sex in den festen Beziehungen der deutlich schlechtere war. An den Männern lag es nicht. Sondern an meinem Desinteresse: Wenn ich einen festen Partner habe, dauert es in der Regel ein halbes Jahr, und dann ist bei mir jede Lust versiegt. Große Nähe und guter Sex - das habe ich nie zusammenbringen können.
Begierde-Killer: ein fürsorglicher Mann
Das geht ja vielen so, fast alle meine Freundinnen in langen Beziehungen sind nicht besonders scharf. Bei mir muss es aber keine Langzeit-, sondern einfach nur eine Beziehung sein, damit ich das Interesse an Sex verliere. Kann sein, dass ich so sehr nach Geborgenheit giere, wenn ich mich auf einen Mann einlasse, dass alles andere sofort zum Erliegen kommt. Meine Eltern hatten keine gute Ehe, sie haben wahnsinnig viel gestritten. Und ich habe mir nichts mehr gewünscht als Wärme und Rückhalt, dieses Bedürfnis sitzt tief. Dazu kommt mein Job. Ich bin Unternehmensberaterin und sehr viel unterwegs. Wenn ich dann zu Hause bin, sehne ich mich nach Ruhe und Fürsorge. Mit einer flauschigen Decke auf dem Sofa liegen, kuscheln, Fernsehen gucken - das liebe ich. Und wenn mein Partner sich netterweise darauf einlässt, versetzt er sich den Todesstoß.
Also nicht, dass ich dann keine Lust mehr auf Sex habe. Ich habe nur keine Lust mehr auf Sex mit meinem Partner.
Ich finde in ihm nicht mehr das, was ich brauche, um meine Sexualität anzufachen. Keine Fremdheit, keine Überraschungen. Ein verführerisches Lächeln, das ich anfangs vielleicht sehr mochte, verkommt schnell zu einem plumpen Signal. Einer meiner Ex-Freunde hat sich am Anfang unserer Beziehung immer nackt vors Bett gestellt und mit dem Hintern gewackelt. Ich fand das lustig und auch sexy, weil es so selbstbewusst war, und außerdem hatte er einfach einen tollen Hintern. Ein paar Monate später dachte ich nur noch: Was für ein albernes Gezappel. Und dann setzt das schlechte Gewissen ein, weil ich weiß, er will, und ich muss es irgendwie abwenden. Der Horror, wenn mir klar wird: Diesmal musst du dich darauf einlassen, wenn er nicht merken soll, dass ich ihn als begehrenswerten Mann längst abgeschrieben habe.
Die Erleichterung, wenn ich es hinter mir habe und für die nächsten zwei Wochen Ruhe. Das halte ich eine Zeit lang durch, dann gehe ich fremd, und das ist dann der Anfang vom Ende.
Leidenschaftlichen Sex habe ich vor allem, wenn ich Single bin. Aus einem sehr schlichten Grund, denn als Single schlafe ich immer nur dann mit Männern, wenn ich von mir aus den Impuls dazu verspüre. Und weil ich die Männer, mit denen ich ins Bett gehe, nicht schon in- und auswendig kenne. Ich kenne sie ganz gut, aber noch nicht zu gut. Im Moment sind es drei.














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am um
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man-fred
am 28.08.09 um 15:58
Mir geht es genauso!
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Christina
am 21.08.09 um 08:38
Selten sowas Stumpfes gelesen. Und einiges an Kommentaren passt dazu wie Arsch auf Eimer.
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DiestrengeBotschaft
am 20.08.09 um 09:11
... ich kann das gut verstehen, oft Lust zu haben´, in meinem Falle auf eine schöne Frau, vielleicht sogar Bi-Frau
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man-fred
am 15.08.09 um 16:49
Warum soll man den Sex nur auf einen Menschen beschränken,
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ayzyo
am 14.08.09 um 15:56
@LichtereChakren und @Rapunzel73.
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Rapunzel73
am 13.08.09 um 21:45
Ich kann die Aussagen der Autorin teilweise sehr gut nachempfinden. Es spricht aus ihr ja auch eine gewisse Sehnsucht, dass sie einmal eine Partnerschaft führen kann, in der die Lust erhalten bleibt, aber momentan ist es eben nicht so und sie ist zufrieden mit ihrem Lebenmodell.
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LichtereChakren
am 13.08.09 um 18:27
Meine Güte, ayzyo!
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ayzyo
am 12.08.09 um 12:59
@Troublefix: Aber hallo! Meine Schreibe ist unprosaisch, ohne Hass oder Beleidigungen!
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Troublefix
am 12.08.09 um 09:28
Ich kann die Autorin sehr gut verstehen weil ich in meinen 30igern aehnlich unterwegs war. Was ich nicht verstehen kann, sind u.g. Hasszeilen die nix anderes als persoenliche Beleidigungen sind. Wer wohl hier das Problem hat?
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ayzyo
am 11.08.09 um 12:31
Naja.
mehr (16)Leidenschaftlichen Sex habe ich nur als Single.
Aus einfachen Grund,weil Abwechslung macht Appetit;-)
Ayzyo, ich seh's ganz genauso wie du.
wir essen ja auch nicht jeden Tag das Gleiche?;-)
Ich halte Petras Traum-„Lebensmodelle“, frei von Verantwortung, für frei erfunden, nur Versatzstücke.
Natürlich kann Petra ihr 3- oder 4-Eck-Verhältnis sicherer gestalten, muss dazu Vereinbarungen treffen, und einhalten. Das bedingt Vertrauen. Vertrauen in einem Vielecksverhältnis? Den verheirateten Partner lässt die Autorin mit Petras etwas in ihren Augen Verbotenes tun, so zum Kick. Einem trauen, der seine Ehefrau im Risiko treudoof lässt? Dieser dann die Diagnose „AIDS“ zu eröffnen, da ist die Freude klein, auch meine, obschon masochistisch und emotional absolut intelligenzfei.
Wie Sie beide Petras Story für sich rezipieren, ist Ihr Ding. Der mondzyklischen Ablauf der Story, kein Hinweis auf Verantwortung für indirekt Betroffene, da passt „Läufige Hündin“ in Twitterkürze allerdings präzise. Jungen Leuten dieses „Läufige Hündin“-„Lebensmodell“ nahe zu bringen, spricht gegen ein Sommerloch im Hirn der Autorin, aber
Sie spielt den Männern doch nichts vor und ich weiß auch nicht, warum ihr unterstellt wird, sich nicht vor Krankheiten zu schützen? Kann doch gut sein, dass sie sehr darauf achtet.
Wie es moralisch zu beweren ist, dass einer ihrer Liebhaber verheiratet ist: Falls die Frau nicht ihre Freundin ist, sehe ich es in erster Linie mal als SEIN Thema an, nicht als das Ihre.
Für mich selbst könnte ich mir diesen Lebensstil nicht vorstellen, es würde sicher eine Art Traurigkeit, eine Leere in mir zurückbleiben. Aber wenn es ihr damit gut geht, finde ich es absolut in Ordnung, wie sie ihre Bedürfnisse lebt.
Den Vergleich mit einer "läufigen Hündin" finde ich beleidigend und unangebracht.
Eine "unfertige Person" ist auch jemand, der andere Lebensweisen, z.B. in sexueller Hinsicht, nicht zu tolerieren vermag. Der machoistisch wettert, wenn eine Frau ihre Art der Sexualität selbst bestimmt. Der noch nicht weiß, daß man, was man bei anderen abwertet, sich insgeheim selber wünscht - dem also gerne auch mal sexuelle Abwechslung willkommen wäre. Der intellektuelle Intelligenz aufweist, dem aber emotionale Intelligenz fehlt ...
Und faktisch: Eine Trigamie kann ebenso innerhalb eines geschlossenen Kreises stattfinden wie eine Monogamie, muß nicht mehr oder weniger krankheitsgefährdet sein. Wahrscheinlich ist eine Trigamie sogar weniger "fremdgehgefährdet", da die Triebfeder der sexuellen Abwechslung gedämpft ist ...
Abgesehen davon, dass ich Petras Story für voll erfunden halte: Ersetzen Sie doch mal Petra durch Peter. Würden Sie da verbale Weichspüler verwenden? Oder würden Sie, wenn Peter genauso egoman und ohne Gefühle seinen Hormonpegel reguliert, nicht das Kind beim Namen nennen, statt seine Fickbeziehungen mit „Sex haben“ oder mit „Leidenschaft“ weichzuspülen?
Meinetwegen kann diese fiktive Petra Fickbeziehungen haben, wie sie will, mir egal.
Was ich vermisse, ist, dass Petra, wenn schon ohne Gefühle, nicht auch noch ohne Verantwortung ist.
Da ist irgendwo eine Ehefrau, da sind andere Partnerinnen oder Partner ihrer Gelegenheitshengste.
Und da sind AIDS und Herpes in der freien Wildbahn, und Genitalwarzen,Syphillis und Gonorrhoe.
Brigitte wird auch von unfertigen Personen als Vorbild genommen. Fiktive Petras mit überhöhenden verbalen Weichspülereien gefährden diese Personen konkret
Petra ist doch eher eine trübe Tasse. Sitzt vier Wochen lahm vor der Glotze, und wenn sie dann mal wieder in den Östrus gerät, lässt sie sich vögeln. So, wie eine läufige Hündin es auch täte.
So weit, so gut. Bald ist Petra ja im Klimakterium, und dann hat die liebe Seele Ruh.
Was bis dahin einzig von Interesse ist:
Wenn Petra dann mal hochgeil auf darauf aus ist, dass einer sie besteigt: Was tut sie in ihrem Hormonkoller gegen AIDS und all die anderen schönen Sachen, die man zwischen den Beinen weitergeben kann? Was tut sie dagegen, nicht irgendwann als Viren- und Bakterienmutterschiff durch die Gegend zu vögeln?
Oder ist Petra in ihren Vieleckbeziehungen ebenso verantwortungsscheu, wie sie ja bindungsscheu und egoman zu sein scheint?
Was ich eher vermute, ist, dass eine Schreiberin von Brigitte ihren eigenen sexuellen Phantasien hier freien Lauf lässt, und diese Story schlicht und einfach nur erfunden hat, um ihr Sommerloch zu füllen.