Sex ohne Liebe: "Ich brauche diesen Kick"
Auf wen habe ich Lust, wer ist verfügbar?
Stefan treffe ich seit zwei Jahren. Er küsst fantastisch, hat einen schönen Körper, ich habe immer einen Orgasmus, und eigentlich ist er mein Favorit. Und wir haben auch vorher Spaß, er will immer mit mir ins Kino gehen, er will sich unterhalten, er ist an mir als Mensch interessiert, und manchmal ist mir das fast schon zu nah. Ich weiß, dass wir als Paar nicht zusammenpassen würden. Aber der Sex ist super.
Karsten ist einfach nett, eigentlich eher ein Freund als ein Liebhaber. Er brennt CDs für mich, er kümmert sich, wenn es mir schlechtgeht. Wenn ich ihn zu oft sehe, geht er mir auf den Geist, er ist ein Sensibelchen. Aber manchmal ergibt es sich eben doch. Zwei, drei Gläser Wein, und dann landen wir im Bett. Auch gut. Oliver ist verheiratet, wenn wir uns treffen, ist er immer ein bisschen aufgeregt, weil er etwas Verbotenes tut. Das ist super, da ist automatisch eine Grundspannung drin. Und weil er ebenso selten Sex hat wie meine Single-Männer, freut er sich drauf und gibt sich ganz besonders viel Mühe.
Vielleicht bin ich einfach anspruchslos
Wenn ich merke, dass ich gern Sex hätte - das passiert so etwa alle vier Wochen - überlege ich: Auf wen habe ich Lust? Und wer ist gerade verfügbar? Dann schicke ich eine SMS. Und kriege meistens schnell eine Antwort. Natürlich ist den Männern klar, worauf es hinausläuft, aber es sind auch so sehr schöne Abende. Das Wiedersehen, die Neugierde, ein schickes Essen, Reden, dann das Überwinden von Hemmungen, das natürlich immer nötig ist, wenn man sich selten sieht - das alles zusammen ergibt einen zuverlässigen Thrill.
Vielleicht bin ich auch einfach ein anspruchsloser Mensch, wenn es um Sex geht. Ich brauche keine blinde Gier, ich muss nicht außer mir sein und einem Mann hemmungslos die Kleider vom Leib reißen. Wenn einer mir gefällt, wenn er gut küsst, wenn ich angenehm aufgeregt bin und merke, wie die Lust in mir aufsteigt, und wenn ich am Ende einen Orgasmus hatte, wunderbar. Leidenschaft light - damit kommt man ganz gut über die Runden.
Die Hoffnung auf eine feste Beziehung inklusive gutem Sex gebe ich trotzdem nicht auf. Manchmal betrachte ich mein Liebesleben als eine Form des Überwinterns: Ich komme gut durch damit, aber eines Sonntags werde ich die Augen aufschlagen, und dann wird ein Mann neben mir liegen, mit dem ich schon seit fünf Jahren zusammen bin. Ich werde mich über ihn beugen und ihn küssen und noch lange mit ihm im Bett bleiben an diesem Morgen.
















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am um
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man-fred
am 28.08.09 um 15:58
Mir geht es genauso!
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Christina
am 21.08.09 um 08:38
Selten sowas Stumpfes gelesen. Und einiges an Kommentaren passt dazu wie Arsch auf Eimer.
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DiestrengeBotschaft
am 20.08.09 um 09:11
... ich kann das gut verstehen, oft Lust zu haben´, in meinem Falle auf eine schöne Frau, vielleicht sogar Bi-Frau
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man-fred
am 15.08.09 um 16:49
Warum soll man den Sex nur auf einen Menschen beschränken,
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ayzyo
am 14.08.09 um 15:56
@LichtereChakren und @Rapunzel73.
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Rapunzel73
am 13.08.09 um 21:45
Ich kann die Aussagen der Autorin teilweise sehr gut nachempfinden. Es spricht aus ihr ja auch eine gewisse Sehnsucht, dass sie einmal eine Partnerschaft führen kann, in der die Lust erhalten bleibt, aber momentan ist es eben nicht so und sie ist zufrieden mit ihrem Lebenmodell.
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LichtereChakren
am 13.08.09 um 18:27
Meine Güte, ayzyo!
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ayzyo
am 12.08.09 um 12:59
@Troublefix: Aber hallo! Meine Schreibe ist unprosaisch, ohne Hass oder Beleidigungen!
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Troublefix
am 12.08.09 um 09:28
Ich kann die Autorin sehr gut verstehen weil ich in meinen 30igern aehnlich unterwegs war. Was ich nicht verstehen kann, sind u.g. Hasszeilen die nix anderes als persoenliche Beleidigungen sind. Wer wohl hier das Problem hat?
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ayzyo
am 11.08.09 um 12:31
Naja.
mehr (16)Leidenschaftlichen Sex habe ich nur als Single.
Aus einfachen Grund,weil Abwechslung macht Appetit;-)
Ayzyo, ich seh's ganz genauso wie du.
wir essen ja auch nicht jeden Tag das Gleiche?;-)
Ich halte Petras Traum-„Lebensmodelle“, frei von Verantwortung, für frei erfunden, nur Versatzstücke.
Natürlich kann Petra ihr 3- oder 4-Eck-Verhältnis sicherer gestalten, muss dazu Vereinbarungen treffen, und einhalten. Das bedingt Vertrauen. Vertrauen in einem Vielecksverhältnis? Den verheirateten Partner lässt die Autorin mit Petras etwas in ihren Augen Verbotenes tun, so zum Kick. Einem trauen, der seine Ehefrau im Risiko treudoof lässt? Dieser dann die Diagnose „AIDS“ zu eröffnen, da ist die Freude klein, auch meine, obschon masochistisch und emotional absolut intelligenzfei.
Wie Sie beide Petras Story für sich rezipieren, ist Ihr Ding. Der mondzyklischen Ablauf der Story, kein Hinweis auf Verantwortung für indirekt Betroffene, da passt „Läufige Hündin“ in Twitterkürze allerdings präzise. Jungen Leuten dieses „Läufige Hündin“-„Lebensmodell“ nahe zu bringen, spricht gegen ein Sommerloch im Hirn der Autorin, aber
Sie spielt den Männern doch nichts vor und ich weiß auch nicht, warum ihr unterstellt wird, sich nicht vor Krankheiten zu schützen? Kann doch gut sein, dass sie sehr darauf achtet.
Wie es moralisch zu beweren ist, dass einer ihrer Liebhaber verheiratet ist: Falls die Frau nicht ihre Freundin ist, sehe ich es in erster Linie mal als SEIN Thema an, nicht als das Ihre.
Für mich selbst könnte ich mir diesen Lebensstil nicht vorstellen, es würde sicher eine Art Traurigkeit, eine Leere in mir zurückbleiben. Aber wenn es ihr damit gut geht, finde ich es absolut in Ordnung, wie sie ihre Bedürfnisse lebt.
Den Vergleich mit einer "läufigen Hündin" finde ich beleidigend und unangebracht.
Eine "unfertige Person" ist auch jemand, der andere Lebensweisen, z.B. in sexueller Hinsicht, nicht zu tolerieren vermag. Der machoistisch wettert, wenn eine Frau ihre Art der Sexualität selbst bestimmt. Der noch nicht weiß, daß man, was man bei anderen abwertet, sich insgeheim selber wünscht - dem also gerne auch mal sexuelle Abwechslung willkommen wäre. Der intellektuelle Intelligenz aufweist, dem aber emotionale Intelligenz fehlt ...
Und faktisch: Eine Trigamie kann ebenso innerhalb eines geschlossenen Kreises stattfinden wie eine Monogamie, muß nicht mehr oder weniger krankheitsgefährdet sein. Wahrscheinlich ist eine Trigamie sogar weniger "fremdgehgefährdet", da die Triebfeder der sexuellen Abwechslung gedämpft ist ...
Abgesehen davon, dass ich Petras Story für voll erfunden halte: Ersetzen Sie doch mal Petra durch Peter. Würden Sie da verbale Weichspüler verwenden? Oder würden Sie, wenn Peter genauso egoman und ohne Gefühle seinen Hormonpegel reguliert, nicht das Kind beim Namen nennen, statt seine Fickbeziehungen mit „Sex haben“ oder mit „Leidenschaft“ weichzuspülen?
Meinetwegen kann diese fiktive Petra Fickbeziehungen haben, wie sie will, mir egal.
Was ich vermisse, ist, dass Petra, wenn schon ohne Gefühle, nicht auch noch ohne Verantwortung ist.
Da ist irgendwo eine Ehefrau, da sind andere Partnerinnen oder Partner ihrer Gelegenheitshengste.
Und da sind AIDS und Herpes in der freien Wildbahn, und Genitalwarzen,Syphillis und Gonorrhoe.
Brigitte wird auch von unfertigen Personen als Vorbild genommen. Fiktive Petras mit überhöhenden verbalen Weichspülereien gefährden diese Personen konkret
Petra ist doch eher eine trübe Tasse. Sitzt vier Wochen lahm vor der Glotze, und wenn sie dann mal wieder in den Östrus gerät, lässt sie sich vögeln. So, wie eine läufige Hündin es auch täte.
So weit, so gut. Bald ist Petra ja im Klimakterium, und dann hat die liebe Seele Ruh.
Was bis dahin einzig von Interesse ist:
Wenn Petra dann mal hochgeil auf darauf aus ist, dass einer sie besteigt: Was tut sie in ihrem Hormonkoller gegen AIDS und all die anderen schönen Sachen, die man zwischen den Beinen weitergeben kann? Was tut sie dagegen, nicht irgendwann als Viren- und Bakterienmutterschiff durch die Gegend zu vögeln?
Oder ist Petra in ihren Vieleckbeziehungen ebenso verantwortungsscheu, wie sie ja bindungsscheu und egoman zu sein scheint?
Was ich eher vermute, ist, dass eine Schreiberin von Brigitte ihren eigenen sexuellen Phantasien hier freien Lauf lässt, und diese Story schlicht und einfach nur erfunden hat, um ihr Sommerloch zu füllen.