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Gut, dass Männer angeblich ständig vom Sex träumen, wollen wir gerade mal nicht näher hinterfragen. Uns interessiert, welche erotischen Gedanken Frauen durch den Kopf gehen.
Doch dazu gibt es nur wenige bis gar keine Studien. Erstaunlich, da Sex in den Medien allgegenwärtig erscheint. Nur der britische Professor Brett Kahr hat 2007 über 19.000 britische Männer und Frauen anhand von Fragebögen befragt. Ans Licht kamen die unterschiedlichsten Sexfantasien - vom Sex im Ferrari bis zum Kuschelstündchen mit dem Polizisten.
Ein wichtiges Ergebnis war, dass 90 Prozent der Befragten Sexfantasien haben. Wir wagen einen Blick auf die häufigsten von Frauen.
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Neun von zehn Frauen träumen von Männern, mit denen sie gar nicht zusammen sind. Und in 40 Prozent dieser Fälle ist der fremde Mann ein Arbeitskollege. Sollten Frauen diesen Fremdflirt im Kopf eigentlich ihren Partnern erzählen?
"Das lässt sich nicht einfach beantworten", meint Brett Kahr. "Einigen Paaren hat es geholfen, über ihre Sexfantasien zu sprechen, andere haben das Vertrauen verloren." Den Kopf-Sex mit dem Arbeitskollegen sollten Frauen wohl eher für sich behalten. Denn auch Brett Kahr findet: "Das Tolle an einer Fantasie ist ja auch, dss sie eine Fantasie ist."
Circa ein Viertel der Befragten gab an, Sexfantasien zu haben, in denen Dominanz und Unterwerfung eine entscheidende Rolle spielen. Muss man sich in diesem Fall über sich selbst Sorgen machen?
Bei Gewaltfantasien ist sich die Wissenschaft nicht einig. Sicher ist nur, dass die Vorstellung, die Frauen erregt, fast keine in der Realität erleben möchte. Beruhigend.
Zehn Prozent der Frauen träumen von Sex mit zwei oder mehreren Männern. Im Vergleich: Knapp 60 Prozent der Männer hätten gern mehrere Frauen im Bett.
Einig sind sich die Geschlechter, wenn es um Prominente geht. Fast 25 Prozent träumen von Sex mit einem Star - bei Frauen ist beispielsweise Schauspieler George Clooney ein heißer Kandidat. Doch bei vielen nagt dann das schlechte Gewissen, weil George eben nicht der eigene Partner ist.
"Gerade jüngere Menschen denken immer, dass sie so aufgeklärt sind und so frei. Aber am Ende des Tages sind es genau sie, die am meisten unter ihren Fantasien leiden", versucht Kahr zu erklären.
Frauen sollten sich also wegen George Clooney oder Brad Pitt keine Sorgen machen - ihr Partner denkt im Zweifel gerade an Angelina Jolie.
17 Prozent der Frauen stellen sich gern bisexuelle Spiele vor. Das sind übrigens mehr als Männer. Nur 13 Prozent wollen der Männer mit beiden Geschlechtern ins Bett.
Warum die Türen immer abschließen? Zumindest in der Fantasie haben 22 Prozent der Frauen keine Hemmungen, sich beim Sex beobachten zu lassen.
Gar keine Sexfantasien haben laut der Studie von Brett Kahr 16 Prozent der befragten Frauen. Eine Aussage, die Kahr kritisch sieht. "Wer behauptet, er habe keine sexuellen Fantasien, hat unter Umständen in Bezug auf Sexualität starke Scham- und Schuldgefühle."
Frauen sollten Fantasien also zulassen - und einfach genießen.
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