Sexshops werden cool: Stylische Sextoys
Bestärkt wird Tschernokoff durch die Ergebnisse der Studie "Sexstyles 2010" von Trendforscher Matthias Horx, die Beate Uhse in Auftrag gegeben hatte. Demnach "nimmt die Varianz des Liebeslebens zu". Männer wie Frauen suchen bewusst Abwechslung, Steigerung und Grenzüberschreitung. Nach Horx wird Erotik zunehmend in einen bestimmten spielerischen Zusammenhang gebracht.
Dabei sind Designs ebenso wichtig wie Inszenierungen. Man spiele "kleine Szenen der Verführung" und "pornografisiert" die eigene Wahrnehmung. So treffen denn auch die "Sex-Gadgets" auf eine wachsende Nachfrage und "treiben immer vielfältigere Blüten". Lovetoys werden zu Accessoires, um das individuelle Liebesspiel aufzupeppen. 21 Prozent der deutschen Frauen besitzen einen Vibrator, von den 25- bis 34-Jährigen jede Dritte.
Dessous und Mode kommen sich näher
Auch die Modewelt, speziell die Dessous-Fabrikanten, reagieren auf den immer zwangloseren gesellschaftlichen Umgang mit den Themen Erotik und Sex. Firmen wie Schiesser und La Perla, Agent Provocateur sowieso, spielen sowohl mit Fetisch- wie auch mit SM-Motiven. Auffällige Reizwäsche gehört zur gesamten Modefotografie mittlerweile selbstverständlich dazu. Dennoch glaubt Kay Arnold, dass nicht unbedingt immer mehr Sexspielzeug verkauft wird.
Der Besitz ist nur nicht mehr peinlich, sondern eher cool geworden. Den Erfolg seines Erotik-Megastores erklärt er vor allem mit dem lässigen Image, mit der "neuartigen Außenwirkung": "Wir sind lange raus aus der Schmuddelecke."













