Leselust: Die besten Sexszenen aus der Literatur

Nicht erst seit Charlotte Roche wissen wir: Sexy Bücher sind auch was für Frauen. Hier geht es zur Sache - mal hart, mal kuschlig-weich...

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Philip Roth: "Das sterbende Tier"

Worum geht es?
Um einen Universitätsprofessor, der seine Studentinnen vernascht: David Kepesh Verhängnis ist Consuela Castillo, die vierundzwanzigjährige, sittsame und überwältigend schöne Tochter kubanischer Emigranten. Als er sich mit ihr einlässt, wird der Prof in einen Strudel aus sexueller Eifersucht und Verlustängsten gezogen.

Die Szene:
"Doch weil sie wusste, wie verführerisch ihre Brüste waren, stieg sie auf mich, als ich sie darum bat. Und sie tat etwas, was für ein erstes Mal ziemlich unanständig war, und zwar – zu meiner abermaligen Überraschung – aus eigenem Antrieb: Sie ließ ihre Brüste um meinen Schwanz spielen. Sie beugte sich vor und nahm meinen Schwanz zwischen ihre Brüste, damit ich gut sehen konnte, wie er dort eingebettet war, während sie sie mit beiden Händen zusammendrückte.

Sie wusste, wie sehr dieser Anblick mich erregte: die Haut meines Schwanzes auf der Haut ihrer Brüste. Ich weiß noch, dass ich sagte: "Weißt du eigentlich, dass du die schönsten Brüste hast, die ich je gesehen habe?" Und wie die tüchtige, gewissenhafte Privatsekretärin, die ein Diktat aufnimmt, oder vielleicht wie die wohlerzogene kubanische Tochter antwortete sie: "Ja, das weiß ich. Ich sehe ja, wie du auf meine Brüste reagierst."
(Philip Roth: "Das sterbende Tier", Rowohlt, 160 S., 7,95 Euro)

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Letzte Kommentare
  • JEGesang
    am 21.08.09 um 11:27
    An : Lola1974

    Sorry, liebe Lola :):), ich glaub, du hast es immer noch nicht so richtig verstanden. Während es bei weiblichen Autoren durchaus möglich war, und das hält bis heute an, dass irgendeine NONAME fast auf Anhieb einen Verlag findet, es wimmelt in der Fick-Literatur doch nur so von weiblichen Neulingen ... Je heftiger gevögelt wird, um so besser. Und wenns sprachlich noch so simpel ist. Na ja, so in etwa. Hauptsache es geht so richtig patschnass und rattengeil zur Sache, lach, da haben es männliche Nonames aber bedeutend schwerer, beziehungsweise null Chance, gedruckt zu werden´.
    PHILIP ROTH dagegen ist nicht irgendwer. Ein Weltberühmtheit wie ihn kann kein Verlag einfach ignorieren. So absurd es scheinen mag, gerade in den Printmedien, auch der Literatur, läuft die Sache oft so : Man kommt nur rein, wenn man bereits drin ist.
    Schönen Gruß :), Jürgen E.

  • Lola1974
    am 21.08.09 um 00:59
    @JEGesang

    ich habe mich nur gewundert, warum Du ausgerechnet einen Schriftsteller nennst, der so etwas schon immer in seinen Büchern hatte, bei dem es eben nicht tabuisiert war.

  • JEGesang
    am 19.08.09 um 23:00
    an LOLA1974. :)

    Vom Glaube aber ist doch in keiner einzigen Zeile bei mir die Rede gewesen. NIrgends:)! Wo haben Sie / Du denn das her ? :):):) Jedoch war die soziale Analyse der Redakteurin über die damals unterschiedlichen Geschlechter-(IN ) Toleranzen innerhalb der Gesellschaft/ der Verlage leider der Standard , auch für die USA, GB und so weiter für den Zeitgeist damals durchaus zutreffend. Männer " durften " das nicht. Und zwar sehr, sehr lange nicht. Das war schlichtweg tabuisiert. Leider. Um was anderes gings doch wirklich nicht :)!:)
    Was Eva darf, das darf Adam noch lange nicht. Diese geschlechtertypischen Bewertungen sind mittlerweile aufgebrochen worden. Ach, du hast den Roth gelesen., lächel, ..na und? Wars an-oder aufregend oder beides ? :) , Na dann werd ich sicher den Text auch mal tief in mich aufsaugen. Oder ich schreibe mir selbst diverse Stories...Schönen Gruß, Jürgen E.:):)

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