Philip Roth: "Das sterbende Tier"
Worum geht es?
Um einen Universitätsprofessor, der seine Studentinnen vernascht: David Kepesh Verhängnis ist Consuela Castillo, die vierundzwanzigjährige, sittsame und überwältigend schöne Tochter kubanischer Emigranten. Als er sich mit ihr einlässt, wird der Prof in einen Strudel aus sexueller Eifersucht und Verlustängsten gezogen.
Die Szene:
"Doch weil sie wusste, wie verführerisch ihre Brüste waren, stieg sie auf mich, als ich sie darum bat. Und sie tat etwas, was für ein erstes Mal ziemlich unanständig war, und zwar – zu meiner abermaligen Überraschung – aus eigenem Antrieb: Sie ließ ihre Brüste um meinen Schwanz spielen. Sie beugte sich vor und nahm meinen Schwanz zwischen ihre Brüste, damit ich gut sehen konnte, wie er dort eingebettet war, während sie sie mit beiden Händen zusammendrückte.
Sie wusste, wie sehr dieser Anblick mich erregte: die Haut meines Schwanzes auf der Haut ihrer Brüste. Ich weiß noch, dass ich sagte: "Weißt du eigentlich, dass du die schönsten Brüste hast, die ich je gesehen habe?" Und wie die tüchtige, gewissenhafte Privatsekretärin, die ein Diktat aufnimmt, oder vielleicht wie die wohlerzogene kubanische Tochter antwortete sie: "Ja, das weiß ich. Ich sehe ja, wie du auf meine Brüste reagierst."
(Philip Roth: "Das sterbende Tier", Rowohlt, 160 S., 7,95 Euro)












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am um
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JEGesang
am 21.08.09 um 11:27
An : Lola1974
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Lola1974
am 21.08.09 um 00:59
@JEGesang
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JEGesang
am 19.08.09 um 23:00
an LOLA1974. :)
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Lola1974
am 19.08.09 um 18:34
@JEGesang
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JEGesang
am 18.08.09 um 19:59
Der Philip Roth ! Sieh einer an. Ist ja erfreulich zu lesen, dass nach nun über 20 Jahren ( vielleicht damals mal zaghaft Michel Houlebeque ?? ) sich auch mal männliche Autoren dem Thema widmen - äh...dürfen! Scheint so. Denn noch vor wenigen Jahren waren erotische Romane zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten und zum Vierten einzig die Domäne der Fauen, egal wie gut oder schlecht sie auch schreiben. Egal wie gut oder schlecht sie auch vögelten. Denn noch vor wenigen Jahren hieß es sinngemäß von einer Redakteurin im STERN, die über Frauen schrieb, die sich mit Blasen, dem Lecken, dem Stoßen und dem Rumvögeln und Quervögeln lang und feucht widmeten trocken aber zutreffend: " Wenn Frauen ficken sagen, ist das erotisch. Wenn Männer ficken sagen ist das sexistisch und damit verboten. "
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algonquin
am 18.08.09 um 09:25
Erinnert mich an meine Mutter, die in ihrer Funktion als Bibliothekarin in der Stadtbücherei in den Sechzigern von der "Kundschaft" gelegentlich nach Büchern mit "...Stellen" gefragt wurde ...
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kace
am 17.08.09 um 18:43
Sexszenen völlig aus dem Zusammenhang gerissen - wie primitiv und peinlich ist das denn ....?
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schrubbel
am 17.08.09 um 08:58
Mann, sind die öde … Ich hatte mich schon gewundert, weil ich mich an keine erinnern konnte, obwohl ich einige Bücher kenne.
mehr (8)Sorry, liebe Lola :):), ich glaub, du hast es immer noch nicht so richtig verstanden. Während es bei weiblichen Autoren durchaus möglich war, und das hält bis heute an, dass irgendeine NONAME fast auf Anhieb einen Verlag findet, es wimmelt in der Fick-Literatur doch nur so von weiblichen Neulingen ... Je heftiger gevögelt wird, um so besser. Und wenns sprachlich noch so simpel ist. Na ja, so in etwa. Hauptsache es geht so richtig patschnass und rattengeil zur Sache, lach, da haben es männliche Nonames aber bedeutend schwerer, beziehungsweise null Chance, gedruckt zu werden´.
PHILIP ROTH dagegen ist nicht irgendwer. Ein Weltberühmtheit wie ihn kann kein Verlag einfach ignorieren. So absurd es scheinen mag, gerade in den Printmedien, auch der Literatur, läuft die Sache oft so : Man kommt nur rein, wenn man bereits drin ist.
Schönen Gruß :), Jürgen E.
ich habe mich nur gewundert, warum Du ausgerechnet einen Schriftsteller nennst, der so etwas schon immer in seinen Büchern hatte, bei dem es eben nicht tabuisiert war.
Vom Glaube aber ist doch in keiner einzigen Zeile bei mir die Rede gewesen. NIrgends:)! Wo haben Sie / Du denn das her ? :):):) Jedoch war die soziale Analyse der Redakteurin über die damals unterschiedlichen Geschlechter-(IN ) Toleranzen innerhalb der Gesellschaft/ der Verlage leider der Standard , auch für die USA, GB und so weiter für den Zeitgeist damals durchaus zutreffend. Männer " durften " das nicht. Und zwar sehr, sehr lange nicht. Das war schlichtweg tabuisiert. Leider. Um was anderes gings doch wirklich nicht :)!:)
Was Eva darf, das darf Adam noch lange nicht. Diese geschlechtertypischen Bewertungen sind mittlerweile aufgebrochen worden. Ach, du hast den Roth gelesen., lächel, ..na und? Wars an-oder aufregend oder beides ? :) , Na dann werd ich sicher den Text auch mal tief in mich aufsaugen. Oder ich schreibe mir selbst diverse Stories...Schönen Gruß, Jürgen E.:):)
Vielleicht sollte man nicht alles glauben, was die Redakteurinnen im Stern schreiben, sondern selber mal zu einem Buch greifen. Zu Philip Roth: "Sabaths Theater" z.B. hat viele "Stellen" drin und das ist von 1995. Viel Spaß beim Lesen, lieber Jürgen.
Ansonsten kann ich Kace nur Recht geben. Echt peinlich, der Artikel.
Fein also, das Windgebläse hat sich gedreht :):). GEIL . Lach. Nette Grüße, Jürgen E. Gesang
außerdem, wie sieht es mit unseren Lieben von der anderen Seite aus - sagen wir mal E.M.Forster, "Maurice", Kapitel 37?
Und wie kann man Anais Nin "vergessen"?
Das Ganze noch unter dem Thema "die besten Sexszenen aus der Literatur" zu promoten, ist der Brigitte die ich noch bis vor Kurzem sehr schätzte nicht würdig.... erinnert ein bißchen an pubertierende 13-jährige der 50er und 60er Jahre die mit roten Ohren den Hinweisen ihrer Klassenkameraden folgten und aus den Büchern ihrer Eltern "die heißen Szenen" raussuchten.
Die "Ausrutscher" häufen sich in letzter Zeit......schade ......