Libido

Auch wenn man den Partner liebt, ist das Verlangen nach Sex nicht immer groß. Da liegt man abends nebeneinander im Bett – aber es passiert nichts. Warum? Vielleicht, weil beide keinen Sex wollen – oder es hat nur einer keine Lust. Gerade dann ist die Gefahr groß, dass es nicht nur im Bett, sondern generell zu Spannungen in der Beziehung kommt.

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Fiammetta de Bornelh*, 29, arbeitet als Übersetzerin. Sie liebt Sprachen und ist stets auf der Suche nach musikalischen und literarischen Schätzen. Asexuelle Sichtbarkeit liegt ihr am Herzen. Über all dies bloggt sie auf Fructusdulces.
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Libidoverlust – woran kann es liegen?

Es gibt verschiedene Faktoren, die die sexuelle Lust (Libido) beeinflussen können. Frauen sind häufiger betroffen als Männer: Etwa 20 Prozent der Frauen kennen das Problem – bei Männern sind es gerade mal drei Prozent. Was die sexuelle Begierde herabsenkt? Zum Beispiel eine hormonelle Störung, wie ein zu geringer Testosteronspiegel (Androgenmangel). So kann die Lustlosigkeit auch eine Nebenwirkung der „Pille“ sein. Ebenso ist Stress ein absoluter Lustkiller. Manche Frauen leiden auch darunter, dass sie keinen Orgasmus beim Sex bekommen können. Aus Frust entsteht dann schnell ein Verlust der Libido. Und weniger Sex bedeutet wiederum weniger „Orgasmus-Training“ – ein Teufelskreis!

Eine weitere mögliche Ursache ist Schamgefühl. Manche Frauen sind unzufrieden mit ihrem Körper und entwickeln daraus einen Libidomangel. In manchen Fällen ist es auch schlichtweg der Partner, der die sexuelle Lust hemmt. Man fühlt sich nicht wohl, er tut Dinge, die man abtörnend findet, man streitet oft ... Ursachen gibt es viele!

Bei Männern kann auch Impotenz eine Rolle spielen – auch wenn die nicht unbedingt mit einer verringerten Libido einhergehen muss. Aus Angst, keinen „hoch zu kriegen“ lassen es manche Männer lieber gleich mit dem Sex und „gewöhnen“ sich ihren Sexualtrieb quasi ab. Eine Ursache für sexuelle Unlust können auch frühere negative Erfahrungen mit Sexualität sein, die vielleicht über die Jahre verdrängt wurden.

Libidostörung – und nun?

Als erstes muss abgeklärt werden, ob ein körperliches Problem – etwa eine Hormonstörung – Schuld am Libidoverlust ist. Gegebenenfalls wird dann die Schilddrüse untersucht oder es werden Medikamente umgestellt. Liegt der Grund für den verringerten Geschlechtstrieb im Zwischenmenschlichen, kann eine Paartherapie weiterhelfen. Mit einem Profi lassen sich oft auch unbewusste Konflikte erkennen und lösen. Manchmal ist einem nämlich gar nicht bewusst, warum man keinen Sex mehr hat.
So oder so: Der erste Weg zur Besserung ist, über den Verlust der Libido zu sprechen. Mit dem Partner, mit Ärzten oder anderen Experten. Das fällt vielen Menschen schwer – denn ihnen ist es peinlich, nicht „normal“ zu sein oder sich eine vermeintliche Schwäche einzustehen. Das Problem ist: Wird das Thema totgeschwiegen, gelangt man schnell in eine Abwärtsspirale. Nicht selten passiert es, dass Paare sich völlig missverstehen. Hat der eine keine Lust auf Sex, bezieht der andere das möglicherweise auf sich – und fängt an, an sich zu zweifeln und sich zu distanzieren. Daraus können leicht größere Beziehungsprobleme entstehen. So schwierig es auch sein mag: Libidoverlust muss thematisiert werden. In den allermeisten Fällen gibt es eine Lösung – und Sex kann schon bald wieder Spaß machen!

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Auch wenn man den Partner liebt, ist das Verlangen nach Sex nicht immer groß. Da liegt man abends nebeneinander im Bett – aber es passiert nichts. Warum? Vielleicht, weil beide keinen Sex wollen – oder es hat nur einer keine Lust. Gerade dann ist die Gefahr groß, dass es nicht nur im Bett, sondern generell zu Spannungen in der Beziehung kommt.

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