"Diese Kletten machen mich wahnsinnig"
Jana Alhlers, 33, Pharmazeutisch-Technische Angestellte, seit sechs Jahren Single
Eigentlich kann ich mit meinem Leben gerade sehr zufrieden sein: Ich habe viele Freunde, einen Job, ein Pferd, zwei Katzen, ich mache Karate, reite, fahre Kutsche und spiele Theater. Manchmal denke ich, in dieses Leben passt gar kein Mann mehr hinein. Dann wieder gibt es Momente, in denen ich wahnsinnig gern jemanden an meiner Seite hätte. Früher bin ich viel weggegangen, um Männer kennen zu lernen. Doch es wollten immer nur die etwas von mir, die keinen Witz hatten, kaum redeten und mit sich selbst nicht klarkamen. Sie hingen wie Kletten an mir. Bei denen, die ich spannend fand, hatte ich dagegen einfach kein Glück. Einer, in den ich lange verliebt war, hatte eine Freundin und versprach mir ständig: "Ich trenne mich bald." Irgendwann habe ich das nicht mehr mitgemacht.
Ein anderer war zwar Single, konnte sich aber weder für noch gegen mich entscheiden. Mal war ich ihm total wichtig, dann wieder hat er sich mit anderen Frauen getroffen und sich kaum bei mir gemeldet. Aber wehe, ich wollte unsere Affäre beenden - dann war er plötzlich wieder da. Den letzten Freund hatte ich vor sechs Jahren. Er hat jeden Abend auf mich gewartet, wollte mir meine Zeit einteilen und war total auf mich fixiert. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Seither weiß ich ganz genau: Ich möchte keinen Mann, der mir Handschellen anlegt. Aber es gibt bestimmt noch andere Männer, Männer, die auf eigenen Füßen stehen, ihr eigenes Leben haben und einem Freiräume lassen. Irgendwann werde ich so einem begegnen, da bin ich mir ganz sicher.












