Sich verlieben: Die Gesetze des Kennenlernens

Das Gefühl sich zu verlieben ist schlicht umwerfend, der Weg dahin höchst komplex: Ob es klappt oder nicht, hängt von einer Menge ungeschriebener Gesetze ab.

In diesem Artikel:

§ 1 Die Liebe wartet vor der Haustür

Wer einen Hirsch erlegen will, muss in den Wald gehen. Soll heißen: Wer sich verlieben möchte, sollte man möglichst viel Zeit unter Menschen verbringen. So war es früher, bevor das Internet es ermöglichte, mit fettigem Haar und einer Algenmaske im Gesicht auf Partnerpirsch zu gehen. Und so scheint es - trotz zunehmender Beliebtheit der Online-Partnersuche - immer noch zu sein. "Wo haben Sie Ihren Partner kennen gelernt?", wollte Emnid im Auftrag der Zeitschrift "Chrismon" von 1010 Männern und Frauen wissen: Die überwältigende Mehrheit von 98 Prozent erklärte, ihrem aktuellen oder letzten Partner im echten Leben begegnet zu sein.

Trotzdem ist die Partnersuche in der virtuellen Welt gesellschaftlich längst akzeptiert. Vor zehn Jahren gab man nur hinter vorgehaltener Hand zu, eine Kontaktanzeige geschaltet zu haben. Heutzutage ist es nichts Ungewöhnliches, die Mittagspause damit zu verbringen, seiner Single-Kollegin bei der Bewertung von Männerprofilen beizustehen. Eine im Januar 2007 erschienene Studie ergab: Rund 17 Prozent aller deutschen Singles nutzen Online-Partnerschaftsvermittlungen, unter ungebundenen Akademikern sogar knapp 30 Prozent. Es kann also nicht schaden, das Glück im Netz zu suchen. (siehe auch § 4, Absatz 3).

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  • Text: Julia Karnick
    Foto: iStockphoto.com
    BRIGITTE Heft 13/2007
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