Foto: PR Kelly-Bag von Hermès
Eine Handtasche, die in jeder Lebenslage hilft: 1956 schützte Hollywood-Schönheit Grace Kelly als frisch verheiratete Fürstin von Monaco ihren Babybauch mit ihrer Hermès-Handtasche vor neugierigen Fotografenblicken. Die Aufnahme wurde Titelfoto der Zeitschrift "Life", und Hermès nannte, mit Erlaubnis der Fürstin, die Tasche fortan "Kelly-Bag". Ihre Urform existiert seit 1892, als die Sattlerei Hermès in Paris erstmals eine große Reisetasche zum Transport von Reiterzubehör wie Zaumzeug oder Gerten herstellte. Die Tasche war praktisch und geräumig und bei den Kunden sehr beliebt. Emile Hermès kam deshalb 1935 auf die Idee, sie im Kleinformat als Handtasche zu verkaufen. Bis heute wird die Kelly-Bag in reiner Handarbeit hergestellt. Ein Handwerksmeister benötigt 18 Stunden, um die Tasche mit 2.600 Stichen aus 40 Einzelteilen zu nähen. Das hat seinen Preis. Das günstigste Modell kostet 3.600 Euro. Je nach Ausstattung, eine Abendtasche kann auch ein mit Brillianten verziertes Schloss haben, trägt die stolze Besitzerin ein Vermögen am Arm. Dafür erhält sie eine Tasche, die individuell nach ihren Wünschen gefertigt ist. Denn Kelly-Bags gibt es nur auf Bestellung. Dementsprechend lang sind die Wartelisten. Wer Glück hat, erhält seine Tasche bereits nach einem halben Jahr, bei ausgefallenen Sonderwünschen kann es länger dauern. Das Warten lohnt sich, meinen die Kundinnen. Denn der treueste und unentbehrlichste Begleiter einer Frau ist ihre Handtasche. Und der eleganteste und luxuriöseste dieser Begleiter ist die Kelly-Bag. Nicht nur für Prinzessinnen.
Steckbrief:
Form: Die Kelly-Bag ist trapezförmig, öffnet sich wie eine Ziehharmonika und hat einen festen Boden, so dass sie auf ihren vier kleinen Metallfüßen stehen kann. Ihr Erkennungsmerkmal: Zwei Riemen kreuzen sich über dem Verschluss, den ein kleines Schloss sichert. Die Metall-Verschlüsse sind vergoldet. Die Tasche gibt es in verschiedenen Größen, von 50 Zentimeter bis zur Kelly-Mini von 15 Zentimetern.
Farbe: Leuchtend Rot oder dezent Dunkelbraun, uni oder mehrfarbig, glattes Kalbsleder oder Krokodil: Die Kelly-Bag wird in der Farbe und dem Leder gefertigt, die ihre Trägerin sich aussucht. Dabei werden alle Wünsche erfüllt. Hermès nähte auf Bestellung auch schon Kelly-Bags aus geschorenem Nerz, aus Jeans-Stoff oder einem antiken Teppich.
Funktion: Grace Kelly wurde nicht nur für ihre Schönheit bewundert, sondern auch für ihr modisches Stilgefühl. Sie trug ihre Kelly-Bags zu den verschiedensten Gelegenheiten und hat so bewiesen: Wahre Eleganz ist schlicht und passt deshalb immer. Eine Kelly-Bag sieht zur Jeans genauso gut aus, wie zur edlen Robe.










