Luxus-Lexikon

Wer hat das kleine Schwarze erfunden, und woher kommt die Kelly-Bag? In unserem Luxus-Lexikon zeigen wir die größten Mode-Klassiker und füllen Wissenslücken.

Foto: PR 501 von Levi's

Von der Arbeitskluft über das Symbol des Rebellentums zur etablierten Mode-Ikone: Die Jeans hat in den vergangenen 150 Jahren ihr Image immer wieder gewandelt und fehlt heute in keinem Kleiderschrank. Diese Erfolgsgeschichte begann, als Levi Strauss 1853 in San Francisco die erste Jeans schneiderte. Der aus Franken eingewanderte Textilhändler nähte zunächst für Goldgräber robuste Latzhosen aus Zeltplanen. Als ihm die ausgingen, verwendete er einen extrem haltbaren Stoff aus Frankreich: "Serge de Nîmes", in Amerika Denim genannt. Die Baumwolle stammte aus der Nähe von Genua, französisch Gênes, in amerikanischer Aussprache "Jeans". Die Nähte wurden mit Kupfernieten verstärkt, der Stoff mit Indigo blau gefärbt. Das Patent meldete Levi Strauss am 20. Mai 1873 an: Die Blue Jeans war geboren. 17 Jahre später erhielt der Levi’s Klassiker die Produktionsnummer 501. Ihren Aufstieg von der unverwüstlichen Arbeitshose zum Kultobjekt verdankt die Jeans Hollywood. In den 50er Jahren trugen Marlon Brando und James Dean sie als coole junge Rebellen in ihren Filmen, Jugendliche in aller Welt eiferten ihren Idolen nach. Bald wussten auch deren Eltern die Vorzüge der Jeans zu schätzen. Heute ist sie eines der meistgetragenen Kleidungsstücke weltweit. Die Beliebtheit hat zwei Gründe: Auch der teuersten Designer-Jeans haftet noch ein Hauch von Freiheit und Abenteuer an, und eine gut sitzende enge Jeans macht nun mal einen sexy Hintern.

Steckbrief:

Form: Von der knallengen Röhre bis zur Baggy Pant im XXL-Format ist alles möglich. Aktuelle Trendform: Boyfriend-Style, tief auf den Hüften sitzende Jeans mit extraweiten und extralangen Beinen die möglichst unordentlich hochgekrempelt getragen werden. Der Klassiker Levi’s 501 hat gerade geschnittene Hosenbeine.

Farbe: Jeans gibt es in allen Farben und Mustern, aber für viele ist eine Jeans nur eine echte Jeans, wenn sie mit Indigo traditionell blau gefärbt ist. Und das färbt intensiv: Wer mit neuen Jeans in einen Platzregen gerät, bekommt blaue Beine. Die angesagten Dark-Denim Varianten sind ein Albtraum für alle Besitzer von hellen Sofas.

Funktion: Gartenarbeit oder Business-Lunch, eine Jeans passt zu allen Gelegenheiten. Außer vielleicht beim Wiener Opernball oder einer Abendeinladung bei der Queen.

  • Artikel vom 25.01.2009
  • Ballerina, Flacher Schuh, Pretty Ballerinas,
Letzte Kommentare
  • Margotchen
    am 28.08.10 um 11:06
    Hallo,
    Wer erinnert sich noch daran, wie wir als Teenager in den 70ern in unseren Jeans schwimmen gingen, damit sie besser passten.
    Ich oute mich: Das tue ich heute noch, mit 50!
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