Foto: PR Pencil-Skirt von Bon Aparte
Schmale Taille, runde Hüften, schlanke Beine: die Vorzüge einer weiblichen Figur sollen durch Mode raffiniert zur Schau gestellt werden. Ideal gelingt dies in einem Pencil-Skirt, denn er ist extrem auf Figur geschnitten. Die Taille sitzt eng, die Hüften werden betont, dann verengt sich der Rock bis zum Saum an der Wade. Er wirkt zugespitzt, wie ein Bleistift, daher der Name. Damit sich Frauen in ihm bewegen können, hat er hinten einen Schlitz. Wer den Pencil-Skirt erfunden hat, ist umstritten. Christian Dior zeigte 1948 eine aufsehenerregende Kollektion im Bleistift-Look. Er gilt als Erfinder des mit dem Rockstoff unterlegten Schlitzes, der Bewegungsfreiheit gibt, ohne dass mehr Bein zu sehen ist. Aber auch der Pariser Modeschöpfer Jaques Fath hatte gleich nach dem Krieg eine „Enge Linie“ vorgeführt. Er war der erste französische Designer, der bereits 1948 mit großem Erfolg eine Kollektion speziell für den amerikanischen Markt entwarf. Die Hollywood-Schönheiten waren von seinem femininen Stil begeistert. Greta Garbo, Ava Gardner, Rita Hayworth und vor allem Marilyn Monroe zeigten ihre perfekten Figuren von da an vorzugsweise in Pencil-Skirts. Dieser Rock ist seitdem ein Klassiker, denn er betont weibliche Kurven ohne ordinär zu wirken und verleiht seiner Trägerin Eleganz.
Steckbrief:
Form: Der Rock erinnert in seiner Form an einen zugespitzten Bleistift. Die Taille wird optisch zur Wespentaille, weil die Hüften durch Abnäher oder Bundfalten betont sind. Der Rock reicht bis zur Wadenmitte. Bewegungsfreiheit verschafft der Dior-Schlitz. Der Pencil-Skirt ist mit einer ebenfalls figurbetont geschnittenen Jacke der perfekte Kostümrock.
Farbe: Pencil-Skirts sind in jeder Farbe und jedem Stoff denkbar, denn dieser enge Rock macht immer eine gute Figur.
Funktion: Sexy und doch seriös: Der schmal geschnittene Rock kann zu jeder Gelegenheit getragen werden. Zum Stadtbummel als Wollkostüm, abends in Seide mit eleganter Bluse.









