Foto: PR Polohemd von Lacoste
Vorbei die Zeit, als Frauen ihre Tage im Haus verbrachten, um ihre vornehme Blässe nicht zu gefährden, und alle fünf Minuten in Ohnmacht fielen, weil ihnen ihre Corsagen die Luft abschnürten. Coco Chanel galt in den 20er Jahren als Vorreiterin bei der Befreiung der Frau vom Korsett. Seitdem wollen Frauen sportlich sein, oder zumindest so aussehen. Dementsprechend haben sich Kleidungsstücke, die ursprünglich für Sportler entworfen wurden, im Alltag durchgesetzt, denn sie vermitteln ein sportliches Image und sind außerdem praktisch und bequem. Das gilt auch für das Polohemd. Mit kurzer Knopfleiste und Kragen ist das Hemd weder so leger wie ein T-Shirt, noch so elegant wie eine Bluse. Ein gestreiftes Hemd aus Baumwoll-Trikot trugen Polospieler bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Indien. Der Maharadscha von Jodhpur, ein begeisterter Polospieler, soll dazu die Anregung gegeben haben. Der französische Tennis-Champion René Lacoste griff diese Idee auf, und entwarf 1933 ein kurzärmeliges, weißes Polohemd. Das war bequemer, als die bis dahin üblichen langärmeligen Hemden für Tennisspieler. Seinen Spitznamen „Krokodil“ verwendete Lacoste als Markenzeichen. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Sportler, gründete er ein Textilunternehmen, das bis heute Polohemden im klassischen Stil herstellt.
Steckbrief:
Form: Das Polohemd ist meist aus Trikot. Es hat eine kurze Knopfleiste mit kleinen Knöpfen und schmale Bündchen und hat seine Grundform seit den ersten Entwürfen kaum verändert. In den 80ern wurde es weit und lang getragen. Jetzt ist eine schmal geschnittene, enger anliegende Form gefragt.
Farbe: Der Klassiker von Lacoste war blütenweiß, wie es sich für das Tennisspiel gehört. Inzwischen gibt es Polohemden in allen Farben. Querstreifen erinnern an seinen Ursprung im Polospiel.
Funktion: Das Polohemd ist wegen seiner Bequemlichkeit nicht nur als Freizeitbekleidung beliebt. Es passt entsprechend gestylt auch fürs Büro.










