Foto: PR Trenchcoat von Burberry
Vom wetterfesten Armee-Mantel zur lässigen Mode-Ikone: Diesen Sprung schaffte der Trenchcoat mit Hilfe von Hollywood. Denn als Humphrey Bogart im Trenchcoat Ingrid Bergmann am Flughafen von Casablanca 1942 für immer Lebewohl sagte, hatte er nicht nur Film- sondern auch Modegeschichte geschrieben. In den Kinos war er damals im gleichen Mantel auch als knallharter Privatdetektiv Sam Spade zu sehen, das Coolste, was Hollywood zu bieten hatte. Seitdem ist der Trenchcoat Kult. Dabei standen bei seiner Schöpfung keine Modetrends Pate, sondern allein praktische Erwägungen. Weil es in England häufig regnet, meldete der Engländer Thomas Burberry 1888 einen besonders eng gewebten, imprägnierten und dabei luftdurchlässigen Stoff als Patent an: Gabardine. Das von ihm gegründete Unternehmen nähte aus dem regenfesten Stoff Mäntel. Amundsen eroberte so gekleidet den Südpol, die englische Armee trug sie im Burenkrieg, und war so zufrieden, dass sie bei Beginn des Ersten Weltkriegs ein Modell bei Burberry bestellte, das speziell für die Bedürfnisse eines Grabenkrieges entwickelt wurde. So erhielt der Manteltyp (Trench = Graben) seinen Namen, und bewahrte die in den Schützengräben ausharrenden englischen Soldaten vor Regen, Kälte und Feuchtigkeit. Nach Ende des Krieges nahmen sie ihre Mäntel mit nach Hause – der Trench wurde alltagstauglich und zwar für Männer und Frauen. Heute ist der Trenchcoat ein Klassiker, dessen Grundform Mode-Designer gern variieren.
Steckbrief:
Form: Der Trenchcoat ist als ursprünglicher Herrenmantel gerade geschnitten. Das Schultertuch links verhindert, dass Regen an der Knopfleiste eindringt, die Ärmel können gegen Regen mit einem Riegel zugebunden werden. An seine Verwendung im Krieg erinnern die D-förmigen Metall-Schlaufen am Gürtel, an die Soldaten Handgranaten hängen konnten. Die Schulterklappen wurden zum Befestigen von Epauletten und militärischen Rangabzeichen hinzugefügt.
Farbe: Der Klassiker ist in Tarnfarbe: Khaki. Einen Original-Burberry erkennt man am Futter: Schotten-Karo in Camel, Schwarz, Weiß und Rot.
Funktion: Bis heute hat der Mantel nichts von seiner lässigen Eleganz eingebüßt und gehört damit in jeden Kleiderschrank. Wirklich coole Frauen machen übrigens einen Knoten in den Gürtel, statt ihn mit der Schnalle zu schließen.










