Schmuck
Schmuck-Trends: So zart, so besonders, so filigran

Zart, filigran und dennoch ein Hingucker: Im Frühjahr schmückt filigraner Schmuck unsere Ohren, Hände und Arme. Die Devise: Je ungewöhnlicher desto besser.

Foto: & Other Stories

Knallige Statement-Ketten heben wir uns für den Sommer auf. Jetzt haben zarte Schmuckstücke Hochkonjunktur. Ein Statement sind sie aber auch. Das Besondere an dem Trend: Er gibt klassischen Schmuckstücken einen neuen Twist. Ringe werden jetzt über dem mittleren Fingerknochen getragen, Ohrringe nicht nur am Ohrläppchen, sondern entlang des gesamten Ohrmuschelrands, Armreifen nutzen Ellenbogen und Armreifen als natürlichen "Stopper".

Die wunderschönen filigranen Ringe auf dem oberen Bild hat übrigens die Pariser Feinschmuckdesignerin Lara Melchior für das schwedische Modehaus & Other Stories entworfen (um 25 Euro). Ihre Überzeugung: "Schmuck sollte seiner Trägerin nicht die Show stehlen, sondern ihre Schönheit unterstreichen".

Choker

Foto: Catwalk Pictures

Zugegeben, filigran ist diese Kette nicht. Doch durch die Perlen bekommt sie trotzdem eine zarte Anmutung, die mit dem eleganten Chanel-Look absolut konform geht. Der Name dieses Schmuckstück klingt übrigens weitaus bedrohlicher als es ist: "To choke" bedeutet so viel wie würgen - und das möchte das gute Stück natürlich keinesfalls. Eine Choker-Kette liegt einfach recht eng am Hals an und entwickelte sich bereits im 15. Jahrhundert zum Modephänomen, das seitdem in vielfältigen Variationen neu belebt wird. Griffen wir in den 90er-Jahren zielsicher zum Samt- oder Lederband, darf es 2014 gern etwas futuristischer anmuten. Karl Lagerfeld setzte übergroße Perlen-Choker für Chanel in Szene, mittlerweile ziehen immer mehr High-Street-Labels nach.

Beispielsweise Zara mit dieser Choker-Halskette aus Zink und Acryl.

Arm-Candy

Foto: Catwalk Pictures

Auf dem Gebiet der Kleidung schon seit einigen Saisons ein Trendthema, verschönern Cut Outs (zu deutsch etwa: Aussparungen, Ausschnitte) nun auch Schmuckstücke. Fein gearbeitete Armspangen wie hier auf dem Laufsteg bei Maxime Simoens sprechen für sich, das restliche Outfit darf sich also gern in Schwarz-, Weiß- oder Cameltönen dezent zurückhalten.

Foto: Catwalk Pictures

Marios Schwab interpretierte bei der Präsentation seiner Frühjahrskollektion den klassischen Armreif neu und wies ihm oberhalb des Ellbogens seinen Platz zu. Perfekt für alle, die ungern störenden Schmuck am Handgelenk tragen.

Knuckle Rings

If you like it, then you should put a ring on it! Und der klassische Fingerring hat einen kleinen Bruder bekommen: Der Knuckle Ring (auch Midiring genannt), sitzt über dem Fingerknöchel und ist mittlerweile in den verschiedensten Variationen erhältlich. Ganz schlicht, verziert mit Strass, in Herz-, Stern oder Schleifenform. Ein Trend, dem auch immer mehr Designer folgen: Sowohl Versace als auch Zadig & Voltaire statteten ihre Models auf den Fashion Weeks mit Knuckle Rings aus. Besonders gut gefällt uns übrigens dieses Exemplar von Sara Weinstock.

Helix

Helix-Piercings (Helix ist die Umrandung der Ohrmuschel) kennen wir noch aus den Neunzigern. Und da die Mode in diesen Tagen ein 90ies-Revival erlebt, lassen die kleinen Creolen natürlich nicht lange auf sich warten. Auch hier liegt der Fokus auf filigranen Schmuckstücken, die mit Strass oder kleinen Charms verziert wurden.

Wer sich nicht stechen lassen möchte, greift zum Ear Cuff oder Ear Brace - eine Ohrklemme, die einfach am äußersten Ohrrand festgesteckt wird. Noch ausgefallener wird's in Kombination mit einem Ohrstecker, der unten im Ohrläppchenloch sitzt und durch eine schmale Kette mit dem Ear Cuff verbunden ist.

Handschmuck

Foto: Catwalk Pictures

Roberto Cavalli setzt hier auf die opulentere Variante, aber Handschmuck gibt es auch in wesentlich filigraneren Ausprägungen. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Ear Cuff: Mittels einer Kette sind Armband und Fingerring miteinander verbunden und betonen so den Handrücken. Eine Art sich zu schmücken, die Erinnerungen an die traditionelle indische Henna-Bemalung weckt.

Sneaker-Schmuck

Foto: Julia Müller

Skandinavische Designerinnen wie Stine Goya, Bjørg und Vibe Harsløf sind für ihre ausgefallenen Choker, Ohrklemmen und Midiringe bekannt. Vibe Harsløf geht noch einen Schritt weiter und hat goldfarbenen Feinschmuck für Sneaker entworfen, der in die Schnürsenkel eingearbeitet wird. Goldene Zeiten, in denen uns die Welt zu Füßen liegt.

  • Artikel vom 03.03.2014
    Teaserbild: & Other Stories

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