"Ohne Models" - Fragen und Antworten zur BRIGITTE-Initiative

Über die BRIGITTE-Initiative "Ohne Models" wird aktuell viel diskutiert. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

Schafft BRIGITTE die Initiative "Ohne Models" ab?

Mit der Heftnummer 21/12, ab 19. September im Handel, holt BRIGITTE erstmals wieder - seit der Einführung der Initiative "Ohne Models" im Jahr 2010 - professionelle Models zurück ins Magazin. "Ohne Models" wird damit nicht abgeschafft, vielmehr wird BRIGITTE einen Mix aus Foto-Produktionen mit professionellen Models und Laien-Models präsentieren.

Was ist der Grund dafür, dass "Ohne Models" nicht mehr in der bisherigen Form weitergeführt wird?

Seit fast drei Jahren arbeitet BRIGITTE ausschließlich ohne professionelle Models. Eine Initiative, die BRIGITTE viel Aufmerksamkeit und Anerkennung gebracht hat. Bis heute hat BRIGITTE mehr als 1000 Frauen in Mode- und Beauty-Fotoproduktionen in Szene gesetzt, ob Sängerin oder Hausfrau, Polizistin oder Studentin, ob 18 oder 68 Jahre alt. BRIGITTE wollte der Schönheit die Natürlichkeit zurückgeben – und zeigen: Attraktivität hat viele Gesichter.

Das ist, wie wir glauben, gut gelungen. Nun ist es Zeit, mal wieder Bilanz zu ziehen. Viele der Leserinnen sagten in letzter Zeit: "Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen." Oder: "Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in BRIGITTE schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe..."

Ab Heft 21/12 (EVT 19.09.2012) wird BRIGITTE immer dann mit professionellen Models arbeiten, wenn es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt. Für mehr Vielfalt in BRIGITTE. Eines ist sicher: Size-Zero-Figuren wird BRIGITTE selbstverständlich weiterhin nicht zeigen. Und natürlich wird BRIGTTE auch weiterhin wunderbare Frauen suchen, finden - und fotografieren.

Gilt diese Entscheidung auch für BRIGITTE WOMAN, BRIGITTE BALANCE und BRIGITTE MOM?

Die Entscheidung betrifft alle Publikationen unter dem Dach der BRIGITTE Markenfamilie.

Warum wird "Ohne Models" ab jetzt nicht mehr weitergeführt, sie sollte doch ohne zeitliche Begrenzung gelten?

Seit fünf Wochen hat BRIGITTE eine neue Chefredaktion - eine Doppelspitze mit Brigitte Huber und Stephan Schäfer. Natürlicherweise schaut sich die neue Chefredaktion zurzeit die gesamte Medienmarke BRIGITTE genauestens an und stellt alles auf den Prüfstand. Vor diesem Hintergrund ist jetzt die Entscheidung gefallen, "Ohne Models" nicht mehr in der bisherigen Form weiterzuführen.

Mit der Initiative "Ohne Models" verabschiedete sich BRIGITTE im Jahr 2010 von sogenannten "Kleiderständern", weil Frauen keine "Platzhalter" mehr bräuchten. Wie viel bleibt von dieser Idee dann noch übrig?

BRIGITTE wollte damals der Schönheit die Natürlichkeit zurückgeben, und zeigen: Attraktivität hat viele Gesichter. Das gilt weiterhin! Selbstverständlich wird BRIGITTE auch jetzt keine Size-Zero-Figuren zeigen. Natürliche Schönheit und Ausstrahlung sind nach wie vor die Voraussetzung, um bei BRIGITTE Fotostrecken mitzumachen – das gilt für normale Frauen und professionelle Models gleichermaßen.

Spielen Kostengründe eine Rolle für diesen Wandel?

Nein.

Aber die Produktionen mit den Laien-Models sind doch sehr viel aufwändiger als mit professionellen Models?

Es ist weder schwieriger noch leichter, es ist einfach anders. Anders als ein professionelles Model bringen die Frauen ihren individuellen Stil am Set mit ein, sie möchten sich in der Mode, die sie präsentieren, auch wohlfühlen. Das kann auch für zukünftige Modestrecken interessant sein, passt aber eben nicht in jede Strecke.

Mehr als 30.000 Frauen haben sich bisher bei BRIGITTE registrieren lassen. Wird die Kartei jetzt geschlossen?

Wir sind weiterhin auf der Suche nach tollen Frauen für unsere Fotoproduktionen. Frauen, deren Geschichte und Charakter ein Thema beleben. Deshalb gilt selbstverständlich nach wie vor: Wir freuen uns über Bewerbungen, unter www.brigitte.de/ohne-models.

Kommentare (159)

Kommentare (159)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich bin keine große Frauenzeitschriftleserin, aber die wenigen Exemplare der BRIGITTE, die ich aus der "Ohne-Models"-Zeit habe, habe ich alle aufgehoben. Das Heft mit den Polizistinnen fand ich zum Beispiel toll. Die Aktion "Ohne Models" hat BRIGITTE für mich zu einer etwas fortschrittlicheren, etwas klügeren, etwas emanzipierteren und irgendwie auch politischeren Frauenzeitschrift gemacht. Jetzt - die vielen Kommentatorinnen vor mir haben's schon geschrieben - ist sie wieder "genau wie die anderen", flach, werbeindustriekonform und nullachtfünfzehn. Schade!
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Schade, dass auch bei der Mom nicht mehr die Möglichkeit besteht sich als Mutter/Kind(er) Truppe für ein echtes Shooting zu bewerben.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Schade. Die Begründung glaube ich nicht. Ich vermute die Firmen haben weniger Interesse gehabt. Und die Aktion war vermutlich auch aufwändiger (man muss sich mit Laien herumärgern).
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Auch ich bedaure zutiefst die Abschaffung der Aktion "Ohne Models", in der letzten Ausgabe waren die Models wieder extrem dünn, die gesamte Aufmachung wirkte unpersönlich. Ich bin sehr enttäuscht und werde die Zeitschrift nicht mehr kaufen.

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich habe keine Brigitte mehr gekauft in letzter Zeit und werde das auch nicht mehr tun, obwohl ich die Brigitte und BrigitteWoman gerne gelesen habe:

    1. Die Qualität der Beiträge hat nachgelassen und die Werbung ist aufdringlicher geworden

    2. Erst kam die "Keine Models"Kampagne mit Frauen, die Models hätten sein können, da ganz selten mal eine Behinderte, Schwarze oder Dicke dabei war. Ganz zu schweigen von Kopftuchträgerinnen o.ä.

    3. Dann hat Brigitte die Kampagne nicht verbessert oder ausgedehnt o.ä., sondern einfach heimlich beendet und erklärt nichtmal warum



    Ich weiß, dass Frauenzeitschriften generell nicht mit intellektuellen oder nur intelligenten Leserinnen rechnen (müssen), aber bei der Brigitte habe ich gehofft, dass sie uns nicht für ebenso bescheuert hält wie all die anderen Frauenzeitschriften à la Frau im Bild.

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