Schluss mit dem Magerwahn: Eine Umfrage der Model-Community Stylished.com ergab, dass die Kurven von Heidi Klum begeistern, Victoria Beckhams Knochen dagegen abschrecken.
Rund 91 % der befragten Models und Fotografen finden es bedenklich, dass das Modelbusiness von Magermodels beherrscht wird. Sie fordern ein Umdenken von Modehäusern, Designern und Agenturen und begrüßen, dass BRIGITTE sich gegen den Magerdruck in der Modelbranche stellt.
Erschreckend sind die Antworten der befragten Models: Nur jedes dritte Model legt demnach ein normalen Essverhalten an den Tag. Die Mehrheit gab zu, vor jedem Shooting zu hungern, um noch dünner als die Konkurrenz zu sein. Dass Modeln nicht immer ein Traumjob ist, zeigen auch diese Zahlen: 18 % sind unglücklich, wenn sie zunehmen und mehr als jedes zehnte Mädchen vergleicht sich immerzu mit den Topgrößen der Branche.
Lesen Sie eine Auswahl an Kommentaren der Fotografen und Models, die sich an der Umfrage beteiligt haben:
Christine, Model
"In meiner Freizeit stehe ich sehr gerne vor der Kamera, aber bisher wurde mir noch nicht von FotografenInnen gesagt, dass ich zu viel wiege oder dick wäre, nur weil ich nicht die sogenannten "Ideal"-Maße habe. Natürlich merke ich, da ich eher frauliche Formen habe, dass Aufträge oft nur an dünnere vergeben werden, die höchstens die Kleidergröße 36 haben. Hier frage ich mich aber oft, wonach es dann geht, denn auch eine Frau mit Kleidergröße 38 und mehr kann Ausstrahlung und das gewisse Etwas haben.
Magermodele sind für mich nicht attraktiv, mir fehlt die Natürlichkeit. Ständig schaut man auf den knochigen Körper anstatt auf die Mode, die sie tragen, und ich denke, das sollte nicht Sinn der Designer sein. Mode lässt sich auch sehr gut mit Normal-Gewichtigen zeigen und hier ist es viel realistischer, denn die Mode soll ja von allen getragen werden können.
Die Designer sollten mal daran denken: Nur weil ein Model wohlgeformt und kurvig ist, wird die Mode, die sie tragen nicht schlechter!"
Helge, Model
"Klar, Models auf den Laufstegen müssen grazil und anmutig aussehen. Was aber teilweise auf den Shows gezeigt wird, hat damit nichts mehr zu tun. Knochige Models als Schönheitsideale darzustellen, finde ich zudem sehr fragwürdig. Viele junge Mädchen sehen sie als Vorbilder und versuchen, ihnen nachzueifern. Der Tod des brasilianischen Models Ana Carolina Reston hat gezeigt, dass die Anforderungen teilweise über dem zu liegen scheinen, was durch Sport und gesunde Ernährung möglich ist. Sexy ist das in meinen Augen nicht mehr. Bitte liebe Designer, zeigt mehr Kurven!"

















