BH: Die perfekte Passform

Jede zweite Frau, die BH trägt, ist unzufrieden mit ihren Modellen. Woran liegt das? Oft wird die falsche Größe gekauft: Das Textilforschungs-Institut Hohenstein hat kürzlich festgestellt, dass knapp jede dritte deutsche Frau einen zu kleinen BH trägt.

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Wie findet man die richtige Größe?

Sie wird durch zwei Werte ermittelt: die Unterbrustweite, gemessen unterhalb der Brust, und die Cup-Größe (A, B, C usw.). Letztere ergibt sich aus der Differenz zwischen Unterbrustweite (die bei Konfektionsgröße 38 meist 75 cm beträgt) und Brustumfang (gemessen an der stärksten Stelle; bei Größe 38 meist 90 cm, das entspricht 75 B-Cup). Besteht zwischen beiden Maßen ein Unterschied von 12 bis 14 cm, entspricht das Cup A; 14 bis 16 cm Unterschied ergibt Cup B,16 bis 18 cm Cup C. Laut aktueller Untersuchung wird in Deutschland derzeit am häufigsten BH-Größe 80 C verkauft (1983 noch 75 B).

Wichtig ist die Passform.

Ein neuer BH sollte zunächst an der äußersten Ösenreihe geschlossen werden, damit man ihn später enger stellen kann. Die Körbchen müssen am Dekolleté bündig abschließen, dürfen nicht zu eng sein und sollten keine Falten schlagen. Die Cups müssen die Brust umschließen. Die Träger sollten schon bei der Anprobe individuell eingestellt werden, breite schneiden weniger ein als schmale. Und: den BH nicht zu lange tragen! Das elastische Material verliert durch Körperwärme und Waschen an Festigkeit und Halt.

Welcher BH passt zu welchem Zweck?

Unter eng anliegender Kleidung sollte man Modelle aus weicher Microfaser tragen, weil sie sich nicht abzeichnen. Schalen- und T-Shirt-BHs haben glatte Körbchen und bleiben deshalb auch unter dünnen Stoffen unsichtbar. Für spezielle Ausschnitte eignen sich Multipositions-BHs. Sie haben variable rückwärtige Träger, die im Rücken gekreuzt, als Neckholder oder in der klassischen Position getragen werden können. Wer beim schulterfreien Kleid nicht auf den BH verzichten möchte, greift zu einem trägerlosen BH, der durch den Einsatz von Silikonbändern am inneren unteren Rand hält.

Grundsätzlich gilt: Sollen Brüste voluminöser wirken und das Dekolleté betont werden, wählt man BHs mit vertikalen Nähten. Außenträger-BHs bringen das Dekolleté ebenfalls schön zur Geltung, auch weil sie eine Drei-Viertel-Schale haben, die mehr vom Brustansatz freigibt.
Sie mögen's lieber dezent? Die natürliche Brustform wird durch horizontale Nähte unterstützt. Wer die Oberweite optisch reduzieren möchte, greift am besten zu einem Minimizer-BH. Er verkleinert den Busen optisch um eine Körbchengröße.

  • Artikel vom 10.09.2002
  • Text: Ulrike Kache/ Wiebke Peters
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