Mit 37 Teilen immer gut angezogen

Ein Schrank voller Lieblingsteile, die man nach Lust und Laune kombinieren kann - das verspricht die "Capsule Wardrobe"-Methode. Wir erklären, wie sie funktioniert.

Ein Capsule Wardrobe - was soll das denn sein?

Im Grunde geht es darum, sich im Kleiderschrank auf das Wesentliche zu konzentrieren - und damit ein altbekanntes Problem anzugehen: Das Gefühl, vor einem Berg von Klamotten zu stehen und trotzdem zu meinen, man hätte nichts anzuziehen. Weniger ist mehr, das ist die Devise einer Capsule Wardrobe. Das Ziel ist es, nur noch vielfältige, gut miteinander kombinierbare Teile im Schrank zu haben, die man alle wirklich gern trägt.

Wie viele Teile das tatsächlich sind, variiert natürlich und hängt von den jeweiligen Bedürfnissen der Trägerin ab. Wer im Büro förmlich angezogen sein muss, braucht vermutlich mehr als jemand, der von zuhause arbeitet. Viele Blogger und Stylisten, die ihre Garderobe nach der "Capsule Wardrobe"-Methode organisieren, schwören auf die Zahl 37 - und zwar inklusive Schuhen, Ober- und Unterteilen und Jacken. Eine von ihnen ist die amerikanische Stylistin Caroline Joy Rector, die auf ihrem Blog Un-fancy ausführlich über ihre Erfahrungen berichtet und ihre Capsule Wardrobes für verschiedene Saisons vorstellt. Dort findet man auch einen Wardrobe-Planner zum Herunterladen, der dabei hilft herauszufinden, wie die persönliche Capsule Wardrobe aufgebaut sein sollte.

Heißt das jetzt, ich muss mir 37 neue Kleidungsstücke kaufen?

Natürlich nicht! Caroline Joy Rector erklärt, dass sie zunächst kräftig ausgemistet hat. Alles, was sie nicht mehr mochte oder selten bis nie getragen hat, wurde aussortiert. Übrig blieben nur noch Lieblingsstücke, die sie ohne nachzudenken jederzeit sofort anziehen würde. Ergänzt wird die Capsule Wardrobe dann mit einigen wohl überlegten Stücken, die die Garderobe gut ergänzen.

Und was soll so toll daran sein, sich einzuschränken?

Wer insgesamt weniger und bewusster kauft, spart Geld und schont Ressourcen und damit die Umwelt. Aber für Caroline ist auch noch ein anderer Aspekt wichtig: Dank ihrer Capsule Wardrobe habe sie mehr Zeit für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. Sie muss sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was sie anziehen soll, verbringt nicht mehr so viel Zeit mit Shopping - und fühlt sich generell glücklicher und zufriedener als vor ihrem Minimalismus-Experiment.

Lust bekommen? Hier sind unsere 37 Vorschläge für eine sommerliche Capsule Wardrobe

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Teaserbilder: Markevich Maria /shutterstock; PR jm

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Kommentare (8)

Kommentare (8)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Okay, es sind nur Vorschläge. Trotzdem finde ich es verwegen, für alle Altersgruppen, für jeden Figurtyp und jedes Gewicht so uniforme "Vorschläge" zu machen. Mir steht zum Beispiel kein Schwarz, keine kastig geschnittenen Jacken und ich kann wegen Fußproblemen weder Highheels noch ganz flache Schuhe tragen. Da bleibt von der vorgeschlagenen Garderobe nicht viel übrig.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Wo in Mitteleuropa kommt man mit nur einem (in Zahlen: 1) Cardigan, dafür aber 3 Paar Sandaletten (davon mindestens zwei Paar weder fahrrad-, noch autotauglich) über den in diesen Breiten üblichen "Sommer"...?
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Stimmt, man muss nicht alles nach einmaligem Tragen waschen. Aber eine "sommerliche Garderobe" besteht nicht hauptsächlich aus leicht lüftbaren Wollpullovern. T-Shirts und alles, was man direkt auf der Haut hat, ist im Sommer wohl kaum mehrere Tage lang bürotauglich. Sonst wird man wohl bald recht einsam sein... Ich bevorzuge langlebige Kleidung, die viele Wäschen übersteht, und trage das meiste, bis es mir vom Leibe fällt. Dass die Sachen untereinander harmonieren sollten, versteht sich ja wohl von selbst.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Man muss ja auch Kleider nicht nach einmaligem Tragen waschen. Oft hilft, z.B. gerade bei Wollsachen, gründliches Auslüften.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Nette Sachen. Allerdings brauche ich in jeder Jahreszeit auch ein P. feste Schuhe zum Laufen, ein P. geschlossene Schuhe für berufliche Termine, zu denen man nicht in Sandalen erscheinen kann, eine Regenjacke, einen warmen Pullover usw. Wenn man bei angestrebten 37 Teilen von vornherein mehrere Kleidchen, Höschen und Röckchen plant, sucht man sich wohl am besten einen Job an einem Strand, der nicht an Nord- oder Ostsee liegt. Reichlich Oberteile braucht man auch da, oder ist es etwa ökologisch, die Waschmaschnie halb- oder viertelvoll anzuwerfen?

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