Miese Verkaufstricks: So werden wir beim Shoppen abgezockt

Wie wir beim Shoppen abgezockt werden

Ob beim Einkauf von Lebensmitteln oder Kleidungsstücken – wir lieben es, nach Schnäppchen Ausschau zu halten und diese direkt mitzunehmen. Aber Achtung: Dabei werden wir stärker abgezockt, als bislang gedacht.

Mid-Season-Sale, "Kauf 3 Artikel – Bezahle 2" und weitere Rabatt-Aktionen sollen Verbraucher immer wieder zum Kauf animieren. Mit Erfolg: Die Menschen lieben und greifen deshalb vor allem bei Sale-Angeboten und anderen Vorteilspreisen zu. Dabei sind diese oft sogar teurer, als der Original-Preis eines Produktes. Das fand nun die TV-Doku-Reihe "ZDFzoom" heraus und wollte wissen, warum das eigentlich so ist. Das Ergebnis schockiert. Denn es gibt ganz einfache Tricks, die der Handel immer verwendet, um geschickt in die Irre zu führen.

Sale & Co.: Das ist der Schnäppchen-Trick

Frauen kennen das Phänomen häufig vom Klamotten shoppen: Die Teile werden oft aus einem Gefühl heraus gekauft. Entweder, weil man sich darin gerade besonders wohl fühlt, denkt man müsse mal einen anderen Klamotten-Stil ausprobieren oder änliches. In den meisten Fällen entscheidet dann der Blick auf das Preisschild darüber, ob gekauft wird oder nicht. Hat man das Gefühl zu sparen, wird das Teil fast immer mitgenommen.

Das bestätigt auch das ZDF in seiner Reportage. Dafür baute das Team in einer Innenstadt einen Verkaufsstand mit versteckter Kamera auf. Dort konnten die Leute einzelne Unterwäsche-Stücke kaufen oder Dreierpacks. Dabei war das vermeintliche Sonderangebot im Dreierpack beim Nachrechnen teurer als drei Einzelteile! Das bemerkte jedoch nur jeder zehnte Kunde – der Rest fiel auf den Trick herein.

Was lernen wir daraus? Immer die Preise vergleichen, denn nachrechnen kann sich lohnen. Und: Auch bei einem Sale-Angebot nicht alles sofort mitnehmen, sondern eine Nacht drüber schlafen. Denkt man am nächsten Tag schon gar nicht mehr an das Teil, kann es auch nicht allzu wichtig gewesen sein.

Miese Verkaufstricks: So werden wir beim Shoppen abgezockt

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Die richtige Atmosphäre: So werden wir zum Kauf animiert

Außerdem fand die Doku-Reihe heraus: Wer sich umschmeichelt fühlt und sich in einer Wohlfühl-Atmosphäre bewegt, entscheidet sich schneller für einen Kauf. So wurde beim TV-Test zum Beispiel eine Verkäuferin in einem Modehaus zwei Stunden lang mit Sekt und Häppchen ausgestattet. Mit dem Ergebnis, dass innerhalb von zwei Stunden stolze 500 Euro mehr in der Kasse waren, als sonst. Dabei funktioniert die Psychologie ganz einfach. Wer etwas geschenkt bekommt, möchte auch etwas geben und bedankt sich so in Form eines Kaufes. Gleiches funktioniert theoretisch auch mit den "Gratis-Probieren"-Stationen, die häufig im Supermarkt aufgestellt sind.

Fazit: Modehäuser, Supermärkte und andere Handelsketten wissen ganz genau, wie man das Kaufverhalten seiner Konsumenten optimal beeinflusst und sie so zu Kauf anregt. Der größte Faktor sind dabei unsere Emotionen. Obwohl Einkaufen auch glücklich machen soll, lohnt es sich dennoch, öfter mal die Preise zu vergleichen und bei Kleidungsstücken einfach noch mal in Ruhe über den Erwerb nachzudenken. So kann man viel besser filtern, ob man etwas wirklich haben möchte oder nicht.

Text: LL

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Ob beim Einkauf von Lebensmitteln oder Kleidungsstücken – wir lieben es, nach Schnäppchen Ausschau zu halten und diese direkt mitzunehmen. Aber Achtung: Dabei werden wir stärker abgezockt, als bislang gedacht.

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