Mode-Trends

Migrantinnen zeigen Sommertrends

Blumendrucke im Gewächshaus, Disco-Glam in Istanbul, Muster in Marokko, Frühlingslooks im Asia-Stil und Knallfarben, von Pistaziengrün bis Sorbet - Migrantinnen zeigen die Sommertrends 2011!

Alle 50 Looks finden Sie in unserem  aktuellen Jubiläumsheft
(Heft 3)!

  • 12 Kommentare
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Sommertrends: Colour me beautiful

Frische Sorbet-Töne und satte Knallfarben machen das Rennen in der neuen Saison. Besonders ausdrucksstark wirken sie in Kombination mit edlen Naturtönen wie Beige und Cremeweiß. Schöner kann Vorfreude auf den Sommer nicht aussehen. . .

Pinkfarbene Couture-Jacke von H&M, ca. 50 Euro. Beigefarbener Jumpsuit von Stine Goya, ca. 200 Euro. Figurbetontes pfirsichfarbenes Seidenkleid von Nolita, ca. 270 Euro. Ledergürtel mit Lochmuster von Marc Cain. Pinkfarbenes Kaschmir-Feinstricktop und Kaschmir-Cardigan von Allude, ca. 120 Euro und ca. 420 Euro. Hose aus beigefarbenem Seidencrêpe von Monki, ca. 30 Euro.

Maryam Zaree, 27
Die Schauspielerin mit iranischen Wurzeln lebt in Berlin. Große Aufmerksamkeit erhielt sie für ihre Hauptrolle im Kinofilm "Shahada". Gerade jüngere Frauen, sagt sie, sollten sich mit dem Feminismus beschäftigen.

Chantal Hanovi, 28
Die Winter sind ihr hier zu kalt, aber was sind nasskalte Tage gegen gute Zukunftschancen für ihre Kinder (6 und 3)? In Benin hat Chantal Hanovi eine IT-Ausbildung gemacht, ihr Mann, ein Togoer, arbeitet bei der Lufthansa. Und bald ist wieder Frühling . . .

Karina Mohammad, 29
"Wenn beim Arzt mein Name aufgerufen wird, gucken alle komisch - und sehen dann: mich." Die Tochter eines Afghanen und einer Deutsch-Polin hat vor drei Monaten auf Hawaii geheiratet und möchte in fünf Jahren "eine kleine Familie haben".

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Trends 2011: Das tragen wir im Frühling und Sommer!

  • Produktion: Benedicte Mohr, Jessica Feix, Sophia Costima, Susanne Gundlach
    Fotos: Julian Klein, Ray Parker, Stefan Schmid, Jonas Hallström, Magnus Gerwien
    Styling: Aisha Reguieg
    Ein Artikel aus BRIGITTE 3/11
Letzte Kommentare
  • Brigitte.de Team
    am 11.04.11 um 16:42
    Liebe Sade,
    schade, dass das Thema so verstanden wird. Eigentlich blöd, dass man überhaupt auf so eine Idee gebracht wird: alle Fotostrecken für die wichtigste Ausgabe der BRIGITTE in der Modesaison ausschließlich mit in Deutschland lebenden Migrantinnen zu produzieren. Umgesetzt haben wir sie aber trotzdem. Um ein Gegengewicht zu schaffen gegen die schiefen Bilder nach Thilo Sarrazins Kopftuchmädchen-Debatte.
    Ob wir Thilo Sarrazin mit unserer Spezial-Ausgabe die Schamesröte ins Gesicht treiben, ist uns egal. Und das etwas eigenartige Lob der Journalistin Özlem Topçur in der „Zeit“ nehmen wir gelassen zur Kenntnis. Die Islamwissenschaftlerin schrieb: „In ihrer unpolitischen und manchmal unbeholfen-komischen Art ist diese BRIGITTE-Ausgabe Politik pur. Jetzt fehlen nur noch die No Germans in der Redaktion.“ Ganz und gar nicht überflüssig zu erwähnen, dass die längst bei uns sind.
    Liebe Grüße aus der BRIGITTE Redaktion
  • Sade
    am 08.04.11 um 18:16
    Ich schließe mich dem Kommentar von Nele voll an.
    Wie kommt man denn dazu, sowas zu veröffentlichen, was hat sich die Redaktion dabei nur gedacht?
    Vielleicht in Zukunft einfach mal über die Umkehrschlüsse nachdenken und überlegen, ob man diese auch veröffentlichen würde... Wie wäre es als mal mit "Neue Mode gezeigt von Frauen ohne Migrationshintergrund" oder vielleicht "Neue Mode gezeigt von rein Deutschen?", "Neue Mode gezeigt von ausschließlich weißen Deutschen" oder auch "Neue Mode gezeigt von weißen hetero-Frauen mit ausschließlich deutschen Genen"? Wie würde sich das denn anhören? Was soll diese Kategorisierung und v.a. Abgrenzung aussagen? Wen genau soll denn dieses Cover ansprechen? Absoluter Fail.
  • Trina
    am 08.04.11 um 12:29
    Mehr modisch-verpackte Herablassung geht wohl kaum!

    Ein positives Zeichen wäre es gewesen, einfach eine breitere Auswahl an Frauen regelmässig und ganz selbstverständlich zu zeigen. So könnten alle Frauen (ob mit Migrationshintergrund oder nicht; mit Behinderung oder nicht; mit dunkeler Hautfarbe oder nicht; und, und, und...) sich als integraler Teil der Brigitte-"Schwesternschaft" fühlen.

    Stattdessen wird hier dieses Mal die Gruppe der Migrantinnen vorgeführt wie 5 fünfbeinigen Katzen.

    Wenn diese Überschrift von der Redaktion als geignete Reaktion auf die Sarrazin-Debatte betrachtet wird, gibt es in dieser Gesellschaft viel mehr zu tun als ich befürchtet habe.

    #FAIL auf der ganzen Linie.

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