Wiederverwertung oder Verkaufsförderung?
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Neben der Altkleider-Sammlung, Flohmarkt und Mülltonne gibt es ab Februar eine weitere Alternative: Recycling bei H&M. Kunden können ihre gebrauchte Kleidung - egal welcher Marke und in welchem Zustand - in Filialen der Kette zurückbringen und erhalten pro Tüte einen Gutschein für 15% auf einen neuen H&M-Artikel.
Das Unternehmen möchte damit im Rahmen der gegründeten "Conscious Stiftung" zusammen mit seinem Partner I:Collect einen geschlossenen Kreislauf für Textilien und deren Weiterverarbeitung anbieten. Der Hintergrund: Jährlich würden Tonnen von Textilien auf dem Hausmüll landen, obwohl rund 95% Prozent davon erneut genutzt werden könnten.
Dabei ist das Geschäft mit getragener Kleidung generell umstritten. Was zunächst wohltätig und umweltfreundlich scheint, stellt sich bei genauerem Hinsehen oftmals als kommerzielles Nebengeschäft heraus. So werden alte Textilien beispielsweise zur Weiterverwertung nach Afrika verschifft - und verdrängen dort die ansässigen Produzenten vom Markt. Recycelte Materialien hat H&M darüberhinaus schon immer bei der Produktion eingesetzt, diesen "Rohstoff" braucht das Unternehmen künftig eventuell nicht mehr einkaufen - sondern muss ihn einfach nur aus den eigenen Filialen abholen.
Wie gehen Sie mit Ihrer alten Kleidung um? Eine Umfrage im BRIGITTE-Forum mit über 500 Teilnehmern hat ergeben, dass 80% der Befragten ihre Kleider zur Altkleidersammlung bringen bzw. sie karitativen Einrichtungen spenden - nur 2,21% der Befragten hingegen wollen ihre Altkleider gegen einen Rabatt-Gutschein tauschen. Hier können Sie an der Umfrage teilnehmen!


















Ich empfehle Ihnen die Website von "Clean Clothes". Diese Initiative ist vor Ort in den Fabriken in Indien oder Bangladesh oder ... H&M weigert sich schlcht u einfach, den ArbeiterInnen einen menschenwürdigen Lohn zu bezahlen!!! Genau wie C&A etc. Also mir ist das nimmer "wurst" (auf gut wienerisch:-)
Jetzt sind ja wieder 300 ArbeiterInnen durch den Einsturz einer Fabrik mit so schlechten Sicherheitsbedingungen gestorben.
Ich nehme H&M Bezug auf soziale oder Umwelt-Initiativen nichts mehr ab.
Clean Clothes sagen zwar, man soll dort weiter einkaufen. Im Moment hab ich aber keine Lust auf solche Kleider, die doch echt mit dem Blut von Menschen bezahlt werden. Das klingt jetzt sehr dramatisch - doch mir ist das nimmer gleichgültig.
Und würden d Menschen dort Lohn erhalten, der ihnen ein "Leben" ermöglicht, wär der Druck auf einheimische Textilerzeugung auch nicht mehr so riesig. Alles ein Kreislauf ...
gerade gestern gab es einen Beitrag in den Tagesthemen dazu. Klar, Altkleider sind der Grundstoff für neue Geschäfte und für einen neuen Wirtschaftskreislauf.
Ich finde auch, dass das durch die Altkleidersammler kommuniziert werden sollte. Doch das Recycling von Altkleidern ist prinzipiell eine gute Sache. Ressourcen werden geschont und viele Arbeitsplätze entstehen- auch in Afrika.
Die lokal ansässigen Textil-Produzenten werden vorwiegend von den billig-neu-Importen aus Asien unter Druck gesetzt. Nicht durch Altkleiderimporte.
Mehr Infos gibt es auf dem Blog altkleiderspenden.de
Viele Grüße