Pro & Contra
Brauchen wir Designer-Kooperationen bei H&M?

Mit der Kollektion von Maison Martin Margiela bringt H&M die nächste Designer-Kooperation in die Läden. Herrlich, findet Lisa van Houtem. Wer soll das alles anziehen, fragt Julia Müller. Ein Pro und Contra.

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Lisa sagt: Ja, brauchen wir!

Die Idee, aus jeder Kollektion der 23-jährigen Geschichte des Modehauses Maison Martin Margiela bestimmte Teile rauszugreifen und neu zu interpretieren, ist doch nun wirklich charmant - und endlich auch mal konzeptionell gedacht. Dafür bekommt H&M schon mal einen Punkt. So kann man anhand seiner Favoriten übrigens auch gleich einordnen, ob man ein ewig verlorenes Kind der 80er Jahre, der Neunziger oder eben ein absoluter Fan der Neuzeit ist. Es muss ja auch nicht zwingend der Daunendecken-Mantel sein (obwohl man in dem bestimmt gut ein Nickerchen im Bürostuhl halten kann), eine hübsche Lederhandschuhtasche oder die avantgardistischen Pexiglas-Heels tun es auch.

Außerdem: Denken Sie bitte an Ihre Männer! Die wollen vielleicht auch mal modisch was wagen - geht es einfacher, als zum nächsten H&M zu gehen und einfach mal in eine Gürteljacke zu schlüpfen? Wohl kaum. Die Herren-Kollektion dieser Designer-Kooperation ist tatsächlich erstklassig, auch qualitativ.

Zu guter Letzt: Wer schon immer eine große Sympathie für das anarchistische Modehaus hegt, allerdings nicht die nötigen Kröten besitzt, um diese Zuneigung in Form eines Kaufprozesses in die textile Realität umzusetzen, hat nun endlich die Chance, sich zumindest ein kleines Stück Margiela in den Kleiderschrank zu holen.

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  • Fotos: H&M
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