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Jungdesigner suchen Inspiration in Gemälden, Gedichten oder Geheimnissen, kooperieren mit Künstlern, veranstalten Modenschauen an ungewöhnlichen Orten und entwickeln ihre Kollektionen per Würfelspiel. Jungdesigner leben in ihren eigenen Ideenwelten, schaffen den Spagat zwischen Tragbarkeit und Innovation ohne den Spaß an der Mode zu verlieren. Wir zeigen die vielversprechendsten deutschen Jungdesigner und ihre Herbst/Winter Kollektionen! Vorhang auf für "Hui Hui", "Hien Le", "Howitzweissbach" und Co.!
Im Januar feierten Johanna Perret und Tutia Schaad mit ihrem Label "PERRET SCHAAD" ihr Jungdesignerdebüt auf der Berlin Fashion Week. In ihrer Herbst/Winter Kollektion spiegeln senfgelbe Seidenkleider, rostrote Flügelhosen, Fokuhilaröcke und asymmetrische Schnitte die reduzierte und avantgardistische Formensprache der Berliner Designerinnen wieder.
Verzierte Seilarmbänder, bunte Federketten und goldene Skelettanhänger – Sabrina Dehoff verziert die Modewelt seit 2005 mit ihren verspielten Schmuckstücken. "Für meine Herbst/Winter Kollektion "Hush Hush" habe ich mich vom Spaß am Gruseln und Geheimnissen, die man nur flüsternd weitergeben darf, inspirieren lassen." "Hush Hush" ist online und in ihrem neu eröffneten Shop in der Torstraße 175 in Berlin erhältlich.
Rostmuster, Batikprints und leicht drapierte Jerseysteile sind charakteristisch für die Berliner Modemacher mit Sitz in der Torstraße in Berlin. "Wir bezeichnen unsere Arbeitsweise als postkonzeptionell, unsere Teile entstehen in einem fließenden Prozess. JULIAANDBEN ist ein ästhetischer Dialog zwischen uns beiden, der in einem Produkt mündet", so Julia Heuse und Ben Klunker.
Fließende Seide, zarte Details und ein perfektes Farbzusammenspiel - der Jungdesigner Hien Le bewies im Sommer auf der Berlin Fashion Week sein Talent. Für seine Sommer Kollektion 2011 hat er sich von den Gemälden von Barnett Newmans inspirieren lassen.
Die Berliner Mode- und Produktdesignerin Svenja Specht schneidert seit 2005 unter ihrem Label "Reality Studio" und verbindet asiatische Elemente mit androgynen Formen. "Meine Herbst/Winter Kollektion "Cosmic Camouflage" basiert auf einem Stoff-Print, den ich zusammen mit dem Maler Michael Kalki entworfen habe", so Svenja Specht.
Sie zählt zu Berlins Avantgarde-Designern – Esther Perbandt gründete 2004 ihr gleichnamiges Label. Avantgardistische Schnitte, die Verschmelzung ganz unterschiedlicher Materialien und androgyne Elemente prägen die Kollektionen der Jungdesignerin. Inspiriert durch die Zusammenarbeit mit dem in Berlin lebenden Künstler Jaybo aka Monk entwickelte Esther Perbandt ihre Idee für ihre Herbst/Winter Kollektion "Rendez-Vous avec la lune". "Ein Großteil der Entwürfe wurden durch den Widerspruch zwischen Farbe und Blindheit beeinflusst", sagt die Designerin. So mixt sie unter anderem cognacfarbenen Seidentüll mit knabenhaften Silhouetten und eingearbeiteten Gliederketten.
Großflächige Drucke, voluminöse Schnitte und asymmetrische Silhouetten – die Berliner Jungdesigner Clara Leskovar und Doreen Schulz schneidern seit 2004 unter ihrem Label c.neeon Kollektionen mit den Namen "Vogelhochzeit", "haschmichmädchen" und "Boa Palina". Für ihre pastellfarbene Herbst/Winter Kollektion "Flamingos" haben sich die Berliner Damen von dem gleichnamigen Gedicht von Rilke inspirieren lassen.
Mit jeder Kollektion erzählen die Designer von ANNTIAN, Anna Hilken und Christian Kurt, eine Geschichte. Die Herbst/Winter Kollektion "Walk the light" handelt vom Flanieren in der Dunkelheit, von Blicken in hellerleuchtete Wohnungsfenster und Lichtkegeln von Taschenlampen. "Es ist eine Aufforderung die Magie zu erkennen die vielem innewohnt - immer wieder danach zu suchen, auch in alltäglichen, banalen Dingen", so Anna Hilken.
"Eins the Game" heißt die erste Kollektion von Eva Howitz und Frieder Weissbach. "EINS steht für die erste Kollektion", erklärt Eva Howitz den Namen. "THE GAME steht für das Spiel, in dem die Modelle entstanden sind." Aus zwei Kollektionen der befreundeten Designer entstand durch ein Würfelspiel die erste gemeinsame Kollektion von "howitzweissbach". Das Ergebnis des Zufallsprinzips: schmale Bleistiftröcke, schlichte Hosen und zarte Seidenkleider in Bausteinoptik.
"Die beste Inspiration finde ich in der Natur mit ihren fantastischen Strukturen, die ich in unterschiedlicher Form in Volumen und Stoffoberflächen umsetze", sagt Julia Knüpfer, die 2009 ihr Green Fashion Label "I.C.A. Watermelon" gründete und sich seitdem einen Namen in der Modewelt erstrickt und erhäkelt.
Die Kreationen der Hamburger "Hui Hui" Designerinnen sind bunt und verspielt ohne dem kindischen Kitsch zu verfallen. Ihre Herbst/Winter Kollektion nennen Anne Schwätzler und die Schwestern Johanna und Katharina Trudzinski "Hibernation" und sorgen mit blumenbedruckten Seidentüchern, kästchenverzierten Kleidern und in Herbsttöne getauchten Strickcapes für Farbe im hohen Norden.
Sonia Boessert und Brigitte Schorn stricken, filzen und schneidern seit 2006 unter ihrem Label Boessert/Schorn an ihrer "offenen Formsprache". Die Muster für ihre Herbst/Winter Kollektion 2010/11 entstanden aus einer vereinfachten abstrahierten Landschaft, die neu zusammengesetzt wurde - mal gespiegelt als Schmetterlingsmuster oder fortlaufend fleckig.
Schlichte Schnittkonstruktionen, besondere Drapierungen und einfache Materialien - die Berliner Jungdesigner Gunhild Kranz, Kai von Rabenau und Vera Cheng entwerfen seit 2008 gemeinsam tragbare Kollektionen. "Wir glauben, dass Kleidung ihr ganzes Potential erst im wirklichen Leben entfaltet: wie, wo und wann, in welcher Kombination, sie getragen und gelebt wird. Insofern verstehen wir mono.gramm als Möglichkeit, als einen Rahmen, dessen Wesen und Charakter durch den Träger definiert wird", so das Trio.
Von schlicht bis gerüscht, von weich fallend bis hauteng: Weiße Kleider sind jetzt ein Muss! Wir zeigen Ihnen 15 "Kleine Weiße", die der großen... mehr
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