Schöne Lippen: Jetzt wird's knallig!

Schöne Lippen werden bunter denn je: Farbenfrohe Kussmünder sind sexy, sinnlich und jetzt absolut angesagt!

Tipp 1 für schöne Lippen: Beim restlichen Make-up zurückhalten

Wer schöne Lippen will und Modebewusstsein beweisen möchte, setzt auf Rot, Pink oder Orange. Denn ab sofort geht es speziell beim Lippen-Make-up signalfarbig zu. Ebenfalls neu an der aktuellen Mund-Mode: Die Texturen der Lippenstifte sind besonders gut deckend und cremig. Richtig auffällig werden die Farbtupfer übrigens, wenn sie - gern auch nachträglich - matt geschminkt werden. Damit der Mund richtig unangefochten schön im Mittelpunkt glänzen kann, kommt gleich ein ganzer neuer Make-up-Look dazu: Neben der Farbe auf den Lippen trägt man schwarz getuschte Wimpern zum schlicht geschminkten, aber perfekt abgedeckten Teint - und lässt auf jeden Fall das Rouge weg. Lediglich Augenschatten und Unregelmäßigkeiten werden mit Concealer abgedeckt, der Teint mit einer leichten Grundierung ausgeglichen (z. B. "Compact Foundation" von Giorgio Armani). Um das Gesicht zu konturieren, ist ganz heller Bronzer erlaubt (z. B. von Bobbi Brown). Die Wimpern schwarz tuschen - fertig ist der Ausgehlook!

Tipp 2: Die richtige Lippenstift-Farbe wählen

Anna Uljana Meisinger, 17Sechs Jahre lang trainierte die Ex-Waldorf-Schülerin in einem Kinderzirkus am Trapez, sie spielt Querflöte in einem Jugendorchester und züchtet in ihrer Freizeit Lychee-Bäume.

Knatschorange, Quietschpink oder Red-Carpet-Rot? Eigentlich können Frauen mit einer schönen klaren Haut alles tragen. Auch Sommersprossigen stehen Knallfarben gut, und ein fahler Teint lebt besonders durch die hellen Nuancen und warmes Rot auf - während Pink eher krank aussehen lässt. Und noch ein kleiner Tipp: Gelbe Zähne wirken durch Orange und Gelbrot leider gelber - weißer sehen sie dafür durch Pink und kühle Violettöne aus. Die Firma Clinique hat sich bei der Farbentwicklung einiger Lippenstifte (z. B. "High Impact Lip Colour") sogar an den Farbskalen von Zahnärzten orientiert, und die Töne dieser speziellen Stifte sind so ausgeglichen zusammengestellt, dass sie jede individuelle Zahnfarbe weißer strahlen lassen können.

Tipp 3: Den Schöne-Haut-Ton finden

Die amerikanische Visagistin Bobbi Brown sagt, dass der perfekte Lippenstiftton, also derjenige, der Teint und die Augen richtig strahlen lassen kann, wie die verbesserte Version der natürlichen Lippenfarbe sein sollte. Dazu empfiehlt sie, Lippenstifte genauso wie eine Foundation zu testen: den Farbton der Wahl also noch in zwei Abstufungen (z. B. Braunrosa plus Haselnussbraun und Karamell) als feine Streifen nebeneinander auf der Unterlippe aufzutragen. Die Nuance, die sich am wenigsten von der natürlichen Lippenfarbe unterscheidet, ist die richtige. Praktisch: Einige Firmen bieten Farbwelten für die unterschiedlichen Phänotypen an, also verschiedene Töne für Blonde, Brünette etc. Andere gehen dazu noch auf die individuell unterschiedlichen Lippenfarben ein. Orrea Light, die amerikanische Trend-Ex­pertin des L'Oréal-Konzerns, etwa berichtet, dass in Deutschland die Lippen schon eher dunkler sind. Und auf denen sieht dann zum Beispiel ein anfangs transparent wirkender Lippenstift, der sich je nach pH-Wert und Feuchtigkeitsgehalt der Lippenhaut unterschiedlich tief rosé färbt, auch etwas dunkler aus. Die treffen den Ton: Stifte für verschiedene Phänotypen/Lippentöne, z. B. "Made for me Naturals" von L'Oréal Paris, "L'Absolu Nu" von Lancôme. Stifte, die auf Feuchtigkeits- bzw. pH-Wert reagieren: "Studio Secrets Professional Universal Lipglow" von L'Oréal Paris.

Tipp 4: Für Halt sorgen

Mit diesem Trick machten schon unsere Mütter ihren Lippenstift richtig lange haltbar: Lippen erst mit Konturenstift umranden und mit dem Stift zur Lippenmitte hin ausstricheln. Anschließend dann Farbe auftragen, ein Kleenex aufdrücken, noch einmal eine Lage Lippenstift auftragen - und fertig. Das Wunderbare an den neuen Lippenstiften ist: Die Farbe leuchtet nicht nur intensiv, sie bleibt auch lange Zeit dort, wo sie hingehört, ohne die Lippen auszutrocken. Ein Beispiel sind die neuen Faserstifte auf Wasserbasis: Sie färben die erste Hautschicht an und "essen" sich weder schnell ab, noch dekorieren sie unschön Glas- und Tassenränder. Bei den cremigen Stiften wiederum sorgen besonders haltbare Pigmente für einen Longlasting-Effekt, und in einigen ist die sonst weißlichgelbe Wachsbasis durch transparente Wachse und Öle ausgetauscht, um die Farben möglichst unverfälscht leuchten zu lassen. Die halten schön lange: (Filz-)Stifte auf Wasserbasis z. B. "Perfect Stay Lip Tint & Care" mit integriertem Lipbalm von Astor, "Lipfinity Lasting Lip Tint" von Max Factor, "Raspberry Antioxidant Liquid Lipstick" von Korres. Mit transparenter Wachs-/Öl-Basis z. B. "Dior Addict Lipstick" von Christian Dior, "Pure Color Long Lasting Lipstick" von Estée Lauder, "Rouge Automatique" von Guerlain. Mit extra haltbaren Pigmenten: "Rouge Interdit" von Givenchy, "Rouge Pur Couture" von Yves Saint Laurent.

Tipp 5: Auf Matt setzen

Du könntest die Lippen nur mit dem Konturenstift ausmalen, was allerdings eine ziemlich frickelige Prozedur ist. Oder du trägst zuerst Lippenstift auf und tupfst darüber dann hellen Transparentpuder mit einem Schwämmchen ein. Dieser Effekt hält recht gut - so lange du dem Drang widerstehst, mit der Zunge zu oft über die Lippen zu fahren. Für jeden Tag ist das Pudern sicher zu anstrengend und trocknet die Lippen stark aus. Als Alternative gibt es jedoch bereits Lippenstifte, die matter als andere Stifte wirken, und selbst Gloss kommt jetzt mit der Bezeichnung "matt" daher - beide, cremiges Matt-Gloss und -Lippenstifte, enthalten weniger hochglänzende Öle in der Rezeptur. Die mattieren: Mattgloss z. B. "Soft Mat Lipcream Lipgloss" von Manhattan. Matte Lippenstifte z. B. "Rouge d'Armani" von Giorgio Armani Cosmetics, "Pro Longwear Lipcreme" von Mac, "Glowing Matte Lipstick" von Shiseido.

Tipp 6: Helfer holen

Zeigen sich um die Lippen viele Fältchen, am besten vorm Schminken eine Lipbase (eine hautfarbene Paste) auf den Rand auftragen und zur Mitte hin mit der Fingerspitze austupfen. Sie deckt ganz leicht ab und lässt die Farbe auf den Lippen länger halten. Noch ein Must-have für schöne Münder sind Lippenkonturenstifte: Die bessern nicht nur ungleiche Konturen aus, sie sind auch fester, weil sie einen geringeren Ölanteil haben als Lippenstifte und Gloss - und das verhindert, dass die Lippenfarbe sich nach und nach in den feinen Lippenfältchen nach außen zieht. Wer Probleme mit dem Phänomen des Auslaufens hat, benutzt den Stift immer vor dem Lippenstiftauftrag. Klasse: farbneutrale Konturenstifte - ihr Wachs ist transparent. Die helfen: Lipbase z. B. von Artdeco, Estée Lauder oder Manhattan. Farbneutraler Konturenstift z. B. "D'finer D'Liner" von Benefit.

Tipp 7: Weichpflegen

Richtig toll sieht die Farbe auf ebenso fantastisch gepflegten Lippen aus. Deshalb lohnen sich regelmäßige Lippenpeelings: entweder mit fertigen Peeling-Produkten oder ganz handfest, indem man mit dem Borstenfeld der Zahnbürste massiert oder die weiche Lippenhaut mit dem Handtuch abrubbelt. Danach einen Pflegebalsam gut einarbeiten. Wenn sich jedoch feine Hautpartikel lösen, die Stelle verheilen lassen und mit einer panthenolhaltigen Lippenpflege beruhigen. Wer generell zu spröden Lippen neigt: statt Lippenstift zum Beispiel einen Lippenbalsam benutzen, der bereits leicht getönt ist. Und vorm Lippenstift-Auftragen ebenfalls regelmäßig einen Balsam einmassieren und zu Lippenstiften greifen, die viel Pflege mitbringen. Die pflegen: Lippenpeeling z. B. von Clarins, Lippenbalsam mit Farbe z. B. "Chubby Stick Moisturizing Lip Colour Balm" von Clinique, "Studio Secrets Professional Jelly Balm" von L'Oreal Paris. Pflegende Lippenstifte z. B. "Soft Sensation Vitamin & Collagen" von Astor, "Uruku Color Gloss" von Aveda, "Rouge Coco Shine" von Chanel, "Joli Rouge Brillant" von Clarins.

Tipp 8: Sich inspirieren lassen

Lust auf Historisches und Skurriles aus dem Reich des "Stylo d'Amour", wie die Schauspielerin Sarah Bernhardt (1844-1923) den Lippenstift einmal genannt hat? René Koch, international bekannter Visagist aus Berlin, eröffnete anlässlich des 125. Geburtstages des Lippenstiftes im Jahr 2008 ein liebevollst bestücktes Museum in Berlin-Wilmersdorf, in dem unter anderem 120 Kussabdrücke so berühmter Frauen wie Milva und Hildegard Knef zu sehen sind (Helmstedter Straße 16, 10717 Berlin, www.Lippenstiftmuseum.de). Außerdem brachte er ein sehr unterhaltsames Buch mit vielen historischen Abbildungen heraus: "Lucky Lips" (16,90 Euro, Buch-Verlag für die Frau).

Text: Angela Schöneck Fotos: Mia Holm Produktion: Sarah Harms Haare & Make-up: Agnesha Kollien Ein Artikel aus der BRIGITTE, Heft 10/2011

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