Das MOM-Team packt aus
Das macht unser Leben leichter
16 Kinder, jede Menge Erfahrung - wir wissen, mit welchen Tricks man sich am besten durch den Alltag schlägt. Hier sind die persönlichen Lebensretter des Mom-Teams.
Georg Cadeggianini, sechs Kinder: Das perfekte Nudelsieb
Wir haben sechs Kinder und italienische Wurzeln. Wir essen: Pasta! Eigentlich sind wir ständig am Abseihen, Sieb waschen, Sieb trocknen. Früher hatten wir ein Sieb so groß wie eine Satellitenschüssel. Der Kleinste zerrte es gern auf die Fliesen (zwei sind gebrochen) oder ließ Murmeln drin kreisen (mein Kopf!). Die Rettung kostet 6 Euro, braucht fast keinen Platz, weder im Schrank noch in der Spülmaschine und macht keinen Lärm.
Abgießhilfe über www.volksversand.de
Angela Wittman, zwei Kinder: Beruhigung auf 24 Seiten
Seit 50 Jahren haben Mütter Pixie-Büchlein in der Tasche. Und jeder Griff in die Pixie-Schütte erweist sich spätestens dann als Hauptgewinn, wenn unterwegs Ablenkung die letzte Rettung ist. Zum Jubiläum der beruhigendsten Buchreihe der Welt haben dieses Jahr prominente Eltern Pixie-Bücher geschrieben (für einen guten Zweck). Am meisten beruhigt hat mich dabei Giovanni di Lorenzos "Wölkchen, Simon und der Regenbogen", weil der ZEIT-Chefredakteur zugegeben hat, dass er das kleine Werk ohne seine Frau Sabrina Staubitz nie so schön hinbekommen hätte. Am meisten beunruhigt hat mich Heidi Klums "Kleiner schwarzer Wackelzahn" - weil die Heidi in der Gunst der befragten Redaktionskinder (die noch gar nichts von "Germanys next Top Model" wissen) ganz weit vorn lag.
(0,95 Euro pro Buch, www.carlsen.de)
Stefanie Hentschel, zwei Kinder: Ein Engel namens Oma
Mein Lebensretter? Meine Mutter! Immer, wenn die Erwachsenen in der Familie den Lagerkoller kriegen, kommt sie die 400 Kilometer zu uns in den Norden gefahren und hütet für ein Wochenende die Kinder. Die Großen fahren dann zwei Tage weg. Allein. Das hat schon viele Leben gerettet.
Bernhard Lill, ein Sohn: Schotten dicht machen
Ich bin selbstständig und arbeite meist von zu Hause aus. Wenn dann mein Sohn (3) mal so richtig schlechte Laune hat, hören wir das im ganzen Haus. Da hilft mir nur: Ohropax rein, Schlafbrille auf und mich mental ganz weit weg beamen!
Anne Petersen, drei Kinder: Ein Teig für alle Fälle
Seit ich Kinder habe, ist die Brotbackmaschine bei uns ständig im Betrieb. Am besten ist die Hefeteigfunktion: Einfach die Zutaten einfüllen, anstellen und 90 Minuten später ist der Teig fertig für Pizzen, Brötchen, Kuchen - auf was auch immer wir gerade Lust haben.
Katja Neidhardt, eine Tochter: Immer einen Lacher wert
Eine dreijährige Tochter in der Trotzphase zu haben, grenzt manchmal an puren Überlebenskampf. Ernie, der spitzbübische Partner von Bert, rettet uns mit seinem Dauerlächeln und seinem bunten Aussehen aus so mancher brenzligen Situation mit einem lustigen: "Hallo, hier bin ich, liebe Mieke, und nun steh bitte vom Supermarktboden auf und stelle das Käfer-auf-dem-Rücken-Spiel ein und versuch mal, die erträgliche Dezibel-Grenze einzuhalten..." Und ich, als Mutter, bin gerettet mit einem glücklichen Kind neben mir, das Ernie an sich schmiegt und fröhlich mit ihm quatscht.
Michèle Rothenberg, eine Tochter: Lebenskletter
Nein, ich bin nicht gewalttätig, auch wenn das auf dem Foto so aussieht. Was ich da in den Händen halte, ist selbstklebendes Klettband. Die Idee kam uns, als sich unsere Tochter von einer lahmen Made in ein neugieriges Krakentier verwandelte und so ziemlich alles von den Tischen zog. Warum nicht einfach Dinge wie Teller, Blumentöpfe oder Computertastaturen am Tisch festkletten? Ist schnell gemacht, hält tiptop und lässt sich nach der Krakenphase einfach wieder entfernen. Inzwischen wird bei uns zu Hause fast alles geklettet, vom Bilderrahmen bis zum Netzwerkkabel.

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