BRIGITTE-Probefahrt

VW Passat: Mehr Power für den Bestseller

Neuauflage: Der siebte VW Passat sieht blendend aus, ist sicherer und sparsamer als sechs Generationen vor ihm.

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Unterwegs mit dem VW Passat: BRIGITTE-Redakteurin Susanne Gerlach

Unterwegs mit dem VW Passat: BRIGITTE-Redakteurin Susanne Gerlach

Zugegeben: Ich hatte so eine Art Passat- Phobie. Die stammt noch aus den 70ern und 80ern, als Vertreter und Kurierfahrer in blechern wirkenden, hinten seltsam abgehackten Kisten über die Straßen heizten.

Offenbar hatten sehr viele Leute sehr viel weniger Ressentiments als ich: Nach fast 40 Jahren ist der Passat heute mit weltweit 15 Millionen verkauften Exemplaren eins der erfolgreichsten Autos überhaupt.

Ich teste die siebte Generation, vertreten durch Limousine und Variant. Das Outfit wurde gründlich überarbeitet: dynamische Frontpartie mit vier Querspangen im Kühlergrill (wie beim VW-Topmodell Phaeton), die Limousine am Heck nicht mehr so keilförmig und mit der geschwungenen Dachlinie fast so elegant wie ein Coupé.

Bemerkenswert sind auch die inneren Werte: Die neuen Motoren schlucken bis zu 18 Prozent weniger Sprit - konsequente Fortsetzung der Wolfsburger Nachhaltigkeitsstrategie mit BlueMotion Technology, die serienmäßig in allen Diesel-Varianten mitfährt. Das Cockpit präsentiert sich mit mattem Chrom-Dekor (Einstiegsmodell) bis hin zu glänzenden Echthölzern in der teuersten Variante.

Beim Variant lässt sich die Abdeckung des Gepäckraums per Fingertipp aufrollen (zu schön!), damit sich das üppige Stauvolumen von maximal 1731 Litern bequem nutzen lässt. Dazu liefern sich diverse Assistenzsysteme (gegen Aufpreis) ein wahres Powerplay, um das Fahren noch sicherer zu machen. Zum Beispiel die Müdigkeitserkennung: Merkt sich das individuelle Lenkverhalten und macht sich bei einer Abweichung optisch und akkustisch bemerkbar. Oder der Front Assist, der vor Auffahrunfällen warnt, inklusive der City- Notbremsfunktion, die auch auf stehende Fahrzeuge reagiert. Der Light-Assist blendet je nach Verkehr das Fernlicht selbständig ab und auf - eine Kamera macht’s möglich. Sie sorgt auch für den Scan der Verkehrszeichen und informiert zum Beispiel über das jeweilige Tempolimit.

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Der Passat fährt sich so gemütlich, dass ich in den katalanischen Bergen die Kurven bei Tempo 40 auskoste – sollen sich die Drängler hinter mir mal an den neuen, breiteren Heckleuchten erfreuen... Zwar könnte ich schneller um die Felsen fegen, so solide, wie der Wagen auf der Straße liegt. Aber dann wäre die Fahrt viel zu schnell zu Ende.

INFO: Den 4,77 Meter langen VW Passat gibt es mit zehn Benzin-/Erdgas-/Dieselmotoren (105- 300 PS). Der 1.6 TDI-Diesel (105 PS) verbraucht z.B. 4,3 l/100 km (CO2: 114 g/km) und fährt 195 km/h Spitze. Der 1.4 TSI-Benziner (122 PS, Ausstattung Trendline) kostet ab 24 750 Euro, der Variant etwa 1000 Euro mehr.

  • Artikel vom 12.01.2011
  • Text: Susanne Gerlach
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