Chevrolet Spark: Der Funke springt über

Freches Design und flottes City-Surfen für weniger als 9000 Euro: BRIGITTE-Redakteurin Barbara Voigt testete den Chevrolet Spark.

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Ist er nicht schon völlig dicht, der Kleinwagen-Markt? Gut bestückt mit lauter coolen Kisten, die nicht zu viel kosten, aber eine Menge leisten? Einer von denen war der beliebte Matiz von Chevrolet, der globalen Marke des US-Konzerns General Motors, die neben Opel Vauxhall auf dem europäischen Markt unterwegs ist. Ein Funke (engl. "spark") könnte jetzt wieder überspringen, denn der Neue von Chevrolet ist mit 3,64 Meter Länge klein und trotz 1,52 Meter Höhe wendig genug, um in der City gut durch- und anzukommen. Mit theoretisch fünf, praktisch eher vier veritablen Erwachsenen-Sitzplätzen oder mit fast 1000 Liter Stauraum bei ratzfatz umgelegten Rücklehnen grenzt das schon an kompakte Qualität.

Anders als der runde Kuschel-Look mancher Konkurrenten hat der Spark durchaus seine Ecken und Kanten - von der mächtig-bulligen Schnauze mit torpedoartigen Scheinwerfern über den Heckspoiler bis zum scharfen Kniff an der unteren Seitenlinie. Dann aber macht das Design wieder ganz in Harmonie: Die hinteren Griffe sind so gut in der Fenstersäule versteckt, dass der Fünf- wie ein Dreitürer aussieht.

Der Innenraum wirkt dezent gedeckt - je nach Ausstattungsvariante dekoriert mit Klavierlack-Elementen oder mit poppigen Farbtupfern, passend zum Außenlack.

Gewöhnungsbedürftig ist die manuelle Fünf-Gang-Schaltung: Es dauert einige Kilometer, bis ich den dritten nicht mehr mit dem ersten Gang verwechsle. Aber wenn man erst mal gut Freund ist mit Mr. Spark und nicht schaltfaul, kommt man selbst mit 68 PS schnell auf Touren. Er ist dann zwar nicht zu überhören, aber das kann bei so einem City-Floh auch nicht schaden.

Gut durchdachte Details des Spark gefallen - wie zum Beispiel ein italienischen Rollern abgegucktes Digital-Display in Kombination mit einem Analog-Tacho. Mütter dürften es zu schätzen wissen, dass sie den Beifahrer-Airbag ausschalten können, um den Babysitz neben sich zu befestigen. Warum aber gehört nicht auch die elektronische Stabilitätskontrolle zur Standardausstattung? Hätte man die 300 Extra-Euro im Dienste der Sicherheit gleich mit auf den Basispreis draufgeschlagen - der Begeisterung für den großen Kleinen würde das bestimmt keinen Abbruch tun.

Bis zu 154/164 km/h schnell wird der
Chevrolet Spark mit 68/82 PS
Verbrauch: 5,1 l/100 km
CO2: 119 g/km
Basismodell: ab 8990 Euro

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  • Artikel vom 29.03.2010
  • Text: Barbara Voigt