Europa: Die BRIGITTE-Kulturrouten

Kultur erleben in den schönsten Ecken Europas: Wir haben für Sie vier Reiserouten zu den spannendsten Highlights in Frankreich, Großbritannien, Italien und Holland/Belgien zusammengestellt. Exklusiv zum Download.

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Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die BRIGITTE-Kulturroute durch Frankreich vor. Diese und drei weitere BRIGITTE-Kulturrouten können Sie am Ende des Artikels kostenlos als pdf herunterladen!

Die BRIGITTE-Kulturroute in Frankreich: RENDEZ-VOUS MIT CÉZANNE

Ein bisschen was von Frankreich kennen Sie schon? Auf unserer achttägigen Reise von Paris nach Marseille können Sie die Seiten der "Grande Nation" erleben, die weniger bekannt sind - dafür umso spannender.

1. ETAPPE: von Paris bis Fontainebleau

Die Wiege des Impressionismus

Auf den ersten Blick ist Barbizon ein Provinzstädtchen, etwa 50 Kilometer von Paris entfernt. Doch seit sich um 1820 ein paar Studenten der Pariser Kunsthochschule hier ansiedelten, entnervt von Großstadt und Professoren, gilt das Dorf als Wiege des Impressionismus. In Paris sprach sich damals herum, welch fantastische Kulisse Barbizon bietet, und so kamen immer mehr Künstler hierher, um zu malen. Einige nur fürs Wochenende, andere richteten sich ein Atelier in Barbizon ein oder wurden Dauermieter in der Auberge Ganne (92, Grande Rue, F-77630 Barbizon, Tel. 01/ 60 66 22 27, Fax 60 66 22 96, www.seine-et-marne.fr).

Dieser Landgasthof, in dem Impressionisten wie Jean- François Millet, Théodor Rousseau oder Narcisse Diaz auf Matratzenlagern übernachteten, ist heute Museum mit wechselnden Ausstellungen. Alle Räume sind dank ergiebiger Suche auf Barbizons Speichern mit Originalmöbeln eingerichtet. Auf manchen kann man noch Bilder oder Zeichungen einiger Maler entdecken - ihre Bezahlung an Madame Ganne, wenn sie die Rechnung nicht begleichen konnten.

Was hat asiatische mit impressionistischer Kunst zu tun? Die eine hat die andere beeinfl usst - als Mitte des 19. Jahrhunderts chinesische Kunst nach Frankreich kam und die Impressionisten den Stil für sich entdeckten. Die Studenten von Barbizon wären begeistert gewesen, hätten sie geahnt, dass ganz in ihrer Nähe ein wahrer Schatz an asiatischer Kunst verborgen war: im Château de Fontainebleau (Musée chinois, F-77300 Fontainebleau, Tel. 01/60 71 50 70, Fax 60 71 50 71, www.musee-chateau-fontainebleau.fr). Kaiserin Eugénie war begeisterte Sammlerin, das Ergebnis ist ein echtes Kuriositäten-Kabinett: Tibetanische Buddha-Denkmäler, chinesisches Porzellan, Jade- und Elfenbeinskulpturen und fernöstlicher Schmuck liegen in einem rot-schwarzen Raum, dessen Wände mit lackierten Paravents bedeckt sind. Am Kamin ein Altar mit goldenen Drachen, Elefantenzähnen, riesigen Vasen, und das wertvollste Stück in einer großen Glasvitrine: die Kopie der königlichen Krone von Siam, die der Kaiserin 1861 vom Botschafter Siams überreicht wurde.

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  • Text: Barbara Markert
    Fotos von Mo Hoffmann
    Karte: Tim Möller-Kaya
    BRIGITTE EXTRA aus Heft 08/2007
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