Weserbergland: Jeder Kuss eine Wackelpartie
Johanna: Unterwegs kamen wir an Orten vorbei, die viel zu erzählen haben. In Hameln mit seinen hübschen Fachwerk- und Weserrenaissance-Bauten habe ich im Museum sogar ein Bild zu meiner Geschichte entdeckt. Es zeigt, wie der Rattenfänger und die Kinder von Hameln, die der Sage nach "in einem Berg" verschwunden sein sollen, im rumänischen Hamlesch wieder ans Licht kommen. Meine Mutter lebt in Hamlesch, sie hatte mir von dieser Legende erzählt. Jetzt glaube ich ihr.
Robby: Bodenwerder ist der Geburtsort des Lügenbarons von Münchhausen. Alle möglichen Skulpturen und Denkmäler erinnern an ihn, in der Klosterkirche Kemnade ist seine Grabstätte, und auf einer Freilichtbühne in der Altstadt wird jeden zweiten Sonntag ein Musical aufgeführt. Am tollsten fand ich das Münchhausen-Museum, da war eine Geschichtenerzählerin, die hätte ich am liebsten mit ins Hotel genommen, damit sie weitererzählt, bis wir eingeschlafen sind.
Robby: Wenn Johanna nervös wird, dann wird sie schnippisch. Beim Anlegen fing sie oft an zu fauchen. Da war sie immer nervös, man landet nämlich schnell im Schilf und muss dann gegen die Strömung zurückpaddeln. Das war am Anfang ein Rumgeeire, am Ende waren wir aber eingetaktet wie eine Maschine. Das Tolle an dieser Strecke: Es gibt so viele Anlegestellen, jeder Biergarten und jeder Campingplatz hat seinen eigenen Steg.













