Bali: 14 Tipps für eine Reise ins Glück
5. Mutter aller Tempel
An einer Flanke des Gunung Agung, des heiligsten Berges der Insel, hinauf zieht sich der Pura Besakih, der "Muttertempel" aus dem 8. Jahrhundert. Der Legende nach sind alle balinesischen Tempel durch ein Höhlensystem mit dem Pura Besakih verbunden. Auf Stufen steige ich von einem zum anderen der 200 einzelnen Bauwerke, bis ich auf fast 1000 Metern angelangt bin. Männer wiegen sich im Gebet, Frauen tragen in Schalen arrangierte Pyramiden aus Mango, Papaya und Blüten auf den Köpfen.
In die Tempel selbst dürfen Touristen eigentlich nicht. Vielleicht habe ich zu sehnsüchtig über die Mauer in einen der Tempel geschaut, denn ein Brahmane winkt mich dennoch herein; ich ziehe die Schuhe aus, schlüpfe durch das gespaltene Tempeltor, das die Dualität zwischen Gut und Böse, Göttern und Dämonen, Leben und Tod ausdrückt. Ich schreite die letzten Stufen zum Schrein hinauf, der Brahmane reicht mir ein Opferschälchen aus Palmwedeln, mit Blüten gefüllt, mit einem Keks und einem Räucherstäbchen. Er murmelt Mantras, besprengt mich mit Kokosnusssaft, steckt mir zwei Blüten ins Haar und drückt mit dem Daumen Reiskörner auf meine Stirn: eine Zeremonie, die reinigen soll (Am Gunung Agung, Ostbali, Eintritt ca. 4, 50 Euro).













