Spitzen-Duo: Brügge und Gent
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Gent: Eine Stadt zwischen Prunk und Pommes
Ein Ausflug nach Gent, etwa eine Autostunde von Brügge entfernt. Hier gibt es tatsächlich Frittenbuden. Auch der Schwermut könnte ich hier anheimfallen. Gent funkelt nicht. Brügge lebt seine Vergangenheit, Gent aber kokettiert nur mit ihr. All die uralten Häuser, Handelskontore, Kirchen, Paläste, Kanäle, Brücken und Museen wirken wie Dauerleihgaben der Tourismusindustrie. Eine Stadt zwischen Prunk und Pommes. So scheint es mir.
Sogenannte "Sehenswürdigkeiten" (ein liebloser Begriff, der mir in Brügge nie in den Sinn käme) hat Gent auch zu bieten. So wird an der Graslei und am Koremarkt angeblich emsiger fotografiert als an jedem anderen Ort im Königreich Belgien. Die beiden Altstadtstraßen, die am Ufer der Leie entlangführen, sind ein Freilichtmuseum historischer Baustile: Restaurierte Fassaden alter Gilde- und Speicherhäuser erzählen mit der Strenge der Brabanter Gotik und mit der bürgerlichen Pracht der Genter Renaissance vom Handel und Wandel vergangener Epochen. Gegen Mittag gehe ich in die dreischiffige Kathedrale Sint Baafs, auch St. Bavo genannt.
Der "Genter Altar" - zum Niederknien schön
Eine halbe Stunde, mehr Zeit will ich hier nicht verbringen. Aber ich bleibe bis zum späten Abend. Es ist der "Genter Altar", der mich nicht loslässt. Auf den zwölf Bildtafeln des anno 1432 vollendeten Meisterwerks schufen die Brüder Hubert und Jan van Eyck einen wahrhaft "bildschönen" Kanon mittelalterlicher Frömmigkeit. Die flämischen Meister erzählen und deuten weniger mit ihren Figuren als mit den Farben. So entdecke ich, dass ein ganz bestimmtes Rot der Paradiesszene auch auf dem Gewand der Mutter Gottes leuchtet. Zum Niederknien schön.












Beginenfeuer, mehr unter
www.histo-couch.de/marie-cristen-beginenfeuer.html
Lieben Gruß
Mallorcafinca
man sieht sich auf der Finca Son Verdera (könnt Ihr googeln)