Erste Hilfe am Strand

Wenig ist schöner, als sich am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, währen die Kinder zufrieden im Sand buddeln. Doch was tun bei einem Notfall?

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Rasierschaum gegen "Quallenbiss"

Foto: pipi/photocase.com

Quallen können nicht gezielt durchs Meer schwimmen, aber manchmal werden sie durch Meeresströmungen oder den Wind an die Strände von Nord- und Ostsee getrieben: Dann sind sie deutlich im Wasser zu sehen oder werden an den Strand gespült. Die meisten Quallen - durchsichtige Ohrenquallen - sind völlig harmlos.

Vor den selteneren Feuer- und Nesselquallen (beide Arten sind deutlich orange bis rot) sollte man sich in Acht nehmen, denn der Hautkontakt mit den Nesselfäden kann ähnlich schmerzhaft sein wie die Berührung einer Brennessel. Warum? Weil an den Fäden kleine Nesselkapseln sitzen, mit denen die Quallen kleinere Tiere lähmen und fangen. Werden diese Kapseln gereizt, zum Beispiel durch eine Berührung, so schleudern sie winzige "Stilette" aus, mit denen sie ein stark brennendes Gift injizieren. Sind viele rote Quallen im Meer oder am Strand zu sehen, geht man deshalb am besten nicht ins Wasser - und da auch tote Qallen am Strand noch "nesseln" können, sollte man sie auf keinen Fall berühren und beim Spazierengehen besser Badeschuhe tragen.

Hat man doch einmal Pech und wird von einer Qualle geärgert, so spült man die Haut am besten mit Salzwasser ab und behandelt die betroffenen Hautstellen mit Rasierschaum, denn dadurch werden die Nesselkapseln außer Gefecht gesetzt. Den Raiserschaum aus der Dose aufsprühen, trocknen lassen, erst dann abschaben. Hilfreich sind auch Essig, sowie kühlende, Juckreiz stillende Brand- und Wundsalben beziehungsweise Gels. Fühlt man sich unwohl oder schwillt die Haut stark an, sollte man aufgrund der allergischen Reaktion sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.

Auf keinen Fall sollte man eine Vernesselung durch Quallen mit Süßwasser oder Alkohol behandeln oder daran kratzen, da dann weitere Nesselkapseln platzen können.

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