Belgische Comics: Helden unserer Kindheit
Belgische Comics sind weltberühmt. Oder kennen Sie die Schlümpfe, Marsupilami und Lucky Luke etwa nicht?
Die Schlümpfe
Bereits seit 1958 leben Papa Schlumpf, Schlumpfine und ihre blauen Freunde in Schlumpfhausen und schlumpfen vor sich hin. Erfunden hat sie Zeichner Peyo. Die Einfachheit der Texte hat schon Comic-Held Johann erkannt, der ebenfalls auf Peyos Kappe geht: "Die Schlumpfsprache! Ist kinderleicht! Man ersetzt nur alle Wörter durch Schlumpf!"
Tim und Struppi
Die Comicserie über den jungen belgischen Reporter Tim und seinen Foxterrier Struppi gehört zu den bekanntesten Europas. Im französischensprachigen Original des Autors Hergé heißen die Bücher "Les aventures de Tintin". Fachleute, die sich mit Tim und Struppi beschäftigen, nennen sich „Tintinologen“.
Lucky Luke
Lucky Luke ist in Deutschland mit mehr als 30 Millionen verkauften Comics die erfolgreichste Serie nach Asterix. Der Zeichner Morris verlegte Lucky Lukes Abenteuer von Flandern in die USA. Hier jagt der einsame Cowboy mit seinem Pferd Jolly Jumper Verbrecher und zieht seinen Colt dabei schneller als sein eigener Schatten.
Marsupilami
"Hubi? Huba, huba hopp!" Das Marsupilami ist ein seltenes und seltsames Tier. Im Dschungel von Palumbien setzt es sich mit seinem meterlangen Schwanz gegen den Großwildjäger Backalive und einen gefräßigen Jaguar zur Wehr. Der erste Comic erschien 1952, vierzig Jahre später machte Disney eine Zeichentrickserie daraus.
Spirou + Fantasio
Der rot-blonde Held in roter Pagen-Uniform ist beinahe so bekannt wie Tim und Struppi. Spirou hängt seinen Job als Hotelpage an den Nagel, um zusammen mit Reporter Fantasio und Eichhörnchen Pips auf spannende Reisen zu gehen. Zeichner André Franquin zerbrach sich den Kopf, wie er Spirou mehr Charakter geben könnte, bis er erkannte: "Er hat keine Persönlichkeit, er ist anstelle des Lesers da."
Jommeke
Bereits seit 55 Jahren erlebt Jommeke mit seinem Papagei Flip Abenteuer in aller Welt. Sein Zeichner Jef Nys dachte sich für Jommeke 245 Abenteuer aus, der erste Jommeke-Comic erschien in einer katholischen Wochenzeitung. Seit Nys' Tod setzt ein Zeichnerteam die Geschichten fort.
Blake und Mortimer
"Die Abenteuer von Blake und Mortimer" sind ein Klassiker des frankobelgischen Comics. Edgar P. Jacobs hat die beiden Helden erfunden: Captain Francis Blake, Chef des britischen Geheimdiensts M.I.5, und den Atom-Physiker Philip Mortimer. Der Comic ist ein Meisterwerk der „Ligne claire“ - ein Zeichenstil mit präzisen Konturen und flächigen Kolorierungen.
Alix
Schon vor Asterix erschienen die Geschichten von Alix, dem Gallier, der im Römischen Reich lebt und von dort aus mit seinem ägyptischen Freund Enak die Welt bereist. Im Gegensatz zu Asterix ist Alix mit Julius Caesar befreundet. Ebenfalls im Stil der "Ligne claire" wurde der Comic von wechselnden Künstlern gezeichnet.
Buck Danny
Der attraktive Buck Danny, der chaotische Jerry Tumbler und der ruhige Sonny Tuckson sind ein skurriles Trio. Doch gemeinsam lösen die US-Navy-Piloten die brisantesten Fälle. Autor Jean-Michel Charlier ließ immer wieder zeitgeschichtliche Themen in den Comic einfließen, so auch das Klischee vom guten Amerikaner und dem Bösewicht aus dem Osten.
Johann und Pfiffikus
Mit Johann und Pfiffikus hat der Künstler Peyo ein ungleiches Paar geschaffen: Der Edelknabe Johann übernimmt ritterliche Aufgaben, der kleinwüchsige Pfiffikus ist ein Genussmensch, der lieber schläft, isst und musiziert. Zusammen leben sie in einer mittelalterlichen Welt mit Zauberern, Wikingern und Kreuzfahrern.

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BRIGITTE
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Ich erlaube mir noch, "Jo, Jette und Jocko" hinzuzufügen (auch von Hergé), habe ich als Kind geliebt!
Auch "Suske und Wiske" (Willy Vandersteen) sowie "Michel Vaillant" (Jean Graton) sind hier sehr populär...