Korfu mit Kind

Im Honigtal auf Korfu fühlen sich Familien und Alleinerziehende gleichermaßen wohl - weit weg von anonymer Kinderanimation in seelenlosen Bettenburgen. BRIGITTE.de-Redakteurin Susanne Arndt und Söhnchen Fred (3) wollten gar nicht mehr nach Hause und haben gleich noch eine Woche drangehängt.

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Feuerstelle, Grillhäuschen, Schattenplätze, Bolzplatz, Hängematten: Im Honigtal gibt es alles, was kleine und große Urlauberherzen lieben

Feuerstelle, Grillhäuschen, Schattenplätze, Bolzplatz, Hängematten: Im Honigtal gibt es alles, was kleine und große Urlauberherzen lieben

Ein Bad in Orange: Als wir ankommen, hat die Abendsonne das Honigtal in flauschiges Licht getaucht. Den Garten mit dem violetten Oleander und den bunten Sonnenschirmen, die Olivenbäume und den Ginster auf den Hügeln ringsum, die tobenden Kinder auf der Wiese und die Frauen, die sich in den Hängematten wiegen.

"Hi!" höre ich von allen Seiten, während wir Maren ins Büro folgen, um unseren Zimmerschlüssel zu holen. Von der ersten Sekunde an fühle ich mich umarmt von dieser orange-warmen Welt, in der die Temperatur so perfekt ist, dass man sie nicht wahrnimmt. Schon überlege ich, ob ich meinen Urlaub nicht verlängern sollte.

Wer mit Kindern statt mit Erwachsenen verreist, erwartet kaum Erholung. Deshalb hatte ich nur eine Woche Korfu gebucht: Vielleicht gehen Fred (3) und ich uns dermaßen auf den Wecker - so ganz ohne Pausen durch Papa und Kita -, dass wir es nicht länger aushalten miteinander? Es sollte unser erster Urlaub zu zweit werden, und Kleinkinder sind nun mal unberechenbar: Im ersten Moment die niedlichsten Zwerge, im nächsten die schlimmsten Nervensägen. Fred und ich allein? Mal schauen, wie das wird!

Es wird gut. Wir freunden uns schnell mit Gudrun und David (3) an, die beiden wohnen im Studio nebenan. Unsere Balkons sind mit einem Türchen verbunden, so dass sich unsere Jungs spontan besuchen, um Auto und Einkaufen zu spielen. Schon am zweiten Tag treffen sich die beiden "zum Kuscheln" in meinem Bett.

Auf und zu, auf und zu ...

Auf und zu, auf und zu ...

Beim Frühstück lerne ich Karin kennen, und Töchterchen Alina (5) wird Freds dickste "Kriechnland"-Freundin: Die beiden heizen im Bollerwagen durchs Gelände, klappen stundenlang Sonnenschirme auf und zu und sammeln Ameisen und Käfer in ihren Sandeimern. Sie werden unzertrennlich, gehen sogar zusammen aufs Klo oder eben ins Baumhaus ("Susanne, ich hab schlechte Nachrichten für dich, Fred hat wieder ins Baumhaus gemacht ...") - und die Mütter rutschen dann fluchend auf den Knien herum und schrubben alles wieder sauber.

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  • Text & Fotos: Susanne Arndt
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